uxzentrisch präsentiert und diskutiert User Experience mehr…

Dienstag, 18. Februar 2014 von Sabine Büttner

Das Gesetz der Nähe oder die UX-Schwäche meines DVD-Players

Das von der Gestaltpsychologie formulierte Gesetz der Nähe besagt: „Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen.“

Dieses Gesetz fand ich eindrucksvoll bestätigt, als ich meinen DVD-Player zum fünften Mal versehentlich ausgeschaltet habe, anstatt die Schublade zum Wechseln der DVD zu öffnen. Der Grund für meine „Fehlleistung“: Der Hersteller hat den Power-Knopf direkt neben die Schublade gesetzt, während die Open/Close-Taste sich weitest möglich entfernt befindet.

dvd-player

Da tröstet es nur wenig, dass sich der DVD-Player beim Ausschalten freundlich mit einem „BYE“ auf dem Display verabschiedet …

 

Dienstag, 28. Januar 2014 von Tamim Swaid

Zwei in Eins. Abspielfortschritt und Lautstärke in Tabs darstellen

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Wie oft ist es einem schon passiert, dass er nach dem Tab sucht, der das Lied / Video abspielt und Krach macht. Chrome zeigt seit Version 32. in den Tabs ein kleines Icon, dass auf ein Audiosignal aus dem Tab hinweist. 22tracks, ein innovatives Internet Radio, nutzt darüber hinaus noch das Favicon, um den Abspielfortschritt des aktuellen Tracks darzustellen.

Danke an @simontheis für den Hinweis.

Freitag, 22. November 2013 von Tobias Jordans

Wie New York City mit Rapid Prototyping seine Straßen optimiert

»Rapid Prototyping« und »Data Driven« sind wichtige Schlagworte in unserem Konzeptalltag. Gleichzeitig ist ihr Vorteil nicht leicht zu vermitteln. Ich freue mich daher immer wieder, wenn ich gute Beispiele finde, die als Geschichte das Schlagwort mit Leben füllen.

Dieser TED Talk erzählt eine solche Geschichte: In New York City wurden in den letzten Jahren viele Straßen verändert. Mehr Fußgängerzonen (Times Square), mehr Fahrradwege, mehr Bus-Spuren. Erfolgreich ist das Programm, weil es mutig ausprobiert, ob eine Idee einen positiven Effekt hat und dann datenbasiert überprüft, ob die vermuteten Verbesserungen tatsächlich erzielt wurden.

So wurden beispielsweise Straßenabschnitte mit grüner Farbe überstrichen und mit Pflanzenkübeln abgegrenzt, um sie provisorisch als Fußgängerzone auszuzeichnen. Nachdem z.B. die Verkaufszahlen der lokalen Geschäfte bewiesen haben, dass die Maßnahme sinnvoll ist, kann dann in Ruhe eine langfristige Lösung umgesetzt werden.

Zehn Minuten, die gut investiert sind:

Dienstag, 29. Oktober 2013 Ein Feature von Katrin Mathis

Data-driven UX–Erkenntnisse für eine bessere UX aus Web Analytics Daten ableiten

Katrin Mathis, Autor

Nach Definition der Web Analytics Association umfasst Web Analytics die Messung, Sammlung, Analyse und das Reporting von Internetdaten zum Zweck des Verständnisses und der Optimierung der Web Nutzung. Ein Web Analytics Tool, das Daten misst und sammelt, wie das kostenlose Google Analytics, ist heutzutage fester Bestandteil fast aller Webprojekte. Meiner Erfahrung nach finden die beiden weiteren Punkte, die Analyse und das Reporting sowie eine Optimierung auf Basis dieser Daten weitaus weniger Beachtung. Web Analytics liegt in den meisten Unternehmen in der Verantwortung der Marketingabteilung und ist dort nur eine Aufgabe von vielen. Dabei lässt sich auf Basis der Daten nicht nur der Erfolg von Marketingmaßnahmen bewerten, sondern auch wichtige Erkenntnisse für eine bessere User Experience gewinnen.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich beide Disziplinen deutlich. Wie Louis Rosenfeld in dem Buch „Search Analytics for Your Site“ zusammenfasst, konzentriert sich Web Analytics auf quantitative Zahlen. Der Fokus liegt auf Unternehmenszielen, es werden Benchmarks gesetzt und die Entwicklung der Zahlen über die Zeit beobachtet. User Experience hingegen ist in der Regel an qualitativen Daten mit einem Fokus auf den tief verwurzelten Werten und der Motivation der Benutzer interessiert.

Über den Standard Tracking Code hinaus bietet Google Analytics zahlreiche Möglichkeiten, weitere Daten zu erfassen. Die folgenden drei Beispiele zeigen exemplarisch Ideen, wie das Tool zur Verbesserung der User Experience genutzt werden kann.

Wonach suchen Ihre Benutzer?

Wenn Sie ein Suchfeld auf Ihrer Website anbieten, erfordert das Tracking dieser Suche in der Regel nur eine kleine Änderung in den Profileinstellungen,

Montag, 21. Oktober 2013 von Tamim Swaid

Nahtlose Registrierung bei Meetup

Bei Webdiensten kommen wir um die Registrierung per E-Mail nicht drum herum. Der Bestätigungsprozess bei »Meetup« wurde wunderbar gelöst.

Das pfiffige war die Erkennung des E-Mail Providers. Nach Eingabe der notwendigen Daten und ein paar optionaler Infos, wird man direkt zum eigenen E-Mail Provider geschickt. In meinem gescreenshoteten Fall »Gmail«. Die Erkennung wird sicher nur bei den großen E-Mail Providern funktionieren. Mit knapp 1 Mrd. Nutzern keine kleine Zahl von potentiellen Anwendern, die die Anmeldung so sicherlich schneller bestätigen.

 

Facebook oder E-Mail?

Die notwendigen Daten

Montag, 14. Oktober 2013 von Hendrik Gernert

Branded Interactions – Digitale Markenerlebnisse planen und gestalten

Lehrbuch, Schmöcker, Nachschlagewerk

Dieses Buch riecht gut. Und es ist schön. Marko Spieß tritt mit Ziel an, eine Lücke in der Fachliteratur zu schließen. Während Fachbücher über Marke das Interaction Design vernachlässigen, fehlt in der Literatur über Interaktive Medien das Bewusstsein für Markenkommunikation. Dass beides im Projektgeschäft mit Markenkunden unabdingbar ist, erlebte Marco Spieß als UX Designer und Berater. Trotz seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von think moto, einer Berliner Digital-Strategieberatung, fand er die Zeit, uns dieses Buch zu schenken.

Prozess

 

Quelle: Marco Spieß, Branded Interactions, Seite 9

 

Das Buch richtet sich an alle, die sich mit User Experience und Visual Design beschäftigen, sowohl Graphical- als auch Functional Designer, Profis und Einsteiger. Spieß stellt die neue Disziplin des Branded Interaction Designs vor, die sich der Leser Schritt für Schritt, Methode für Methode anlesen kann. Artefakte aus der Praxis, Case Studies und Interviews lockern das Buch auf und machen es interessant für Querleser. Auch als Nachschlagewerk passt das Buch in jede Agentur.

Methoden & Prozesse für das Markenerlebnis

Spieß streift und vertieft eine Vielzahl von Methoden aus diversen Disziplinen und stellt ihre Relevanz für die Entwicklung guter und markengerechter Websites heraus. Der Prozess des Branded Interaction Designs (BIxD) stellt sicher, dass zu jedem Zeitpunkt gute Argumente und Arbeitsgrundlagen vorliegen und eins im Fokus bleibt: die Marke! Die notwendigen Phasen bilden die Struktur des Buches:

Setup

Projekt richtig aufsetzen

Prozesse

Übersicht möglicher Vorgehensweisen

Discover

Business, Marke und Nutzer verstehen

Define

Ziele, Maßnahmen und Strategien zu Markenpositionierung festlegen

Design

Ideen, Konzept und Gestaltung entwickeln

Deliver

Produktion, Styleguides und Qualitätsbewertung

Distribute

Implementierung und Rollout

Im Idealfall durchläuft ein Projekt alle Schritte, da die Ergebnisse immer die Grundlage für darauffolgende Herausforderungen bilden. So entwickeln sich schrittweise messbare Kriterien.

Ein schönes Beispiel ist die Methode Brand Filter. Markenwerte werden in der Define-Phase auf das digitale Markenerlebnis übertragen. Einmal definiert kann der Designer im weiteren Verlauf dieses Tool heraus kramen um die markengerechte Umsetzung zu überprüfen.

Bild Brandfilter

Quelle: Marco Spieß, Branded Interactions, Seite 138

Ein Buch für die Praxis

Als Lehrbuch von vorne bis hinten gelesen verschafft das Buch einen umfassenden Überblick über gängige Methoden im UX Design und der Markenkommunikation. Für  BIxD besonders relevante Methoden werden anhand von Praxisbeispielen schön ausgeführt.

Marko Spieß gibt wertvolle Hinweise für die praktische Arbeit. Die Fokussierung auf den BIxD Prozess und der Anspruch auf Vollständigkeit vermitteln das notwendige Methodenwissen. Die wichtigste Frage muss jedoch der Leser dann selbst beantworten: Was ist das Richtige für mein Projekt?

Hier gibt es klitzekleine Abzüge in der B Note. Leider bleibt im Buch der gängige Fall außen vor, dass ein Projekt nach einem gewonnen Pitch an den Start geht. Hier ist einen Kunden kaum vermittelbar, dass ein Design-Team alle Schritte des BIxD Prozesses sorgfältig durchläuft, die vorher bereits im Schnelldurchlauf bearbeitet wurden.

Aus Sicht des Content Strategen unterschätzt Spieß die Wichtigkeit der Inhalte für ein optimales Markenerlebnis. Hier kommen Methoden zu kurz, die von Beginn an sicher stellen, dass bei Launch Qualitätsinhalte bereit stehen.

Dennoch. Tausend Dank für dieses Buch! Nach dem kurzweiligen Selbststudium dient es als wertvolles Nachschlagewerk und Inspirationsquelle. Der strukturierte BIxD Prozess macht Lust auf das nächste Projekt. Mit BIxD hinterlässt Marco Spieß eine wohlriechende Duftmarke im Agentur-Bücherregal.

Links

http://www.brandedinteractions.de

Mittwoch, 25. September 2013 von Tamim Swaid

Albert Einstein: “Any fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius – and a lot of courage – to move in the opposite direction.”

Donnerstag, 5. September 2013 von Nikolai Merk

Tipps zur sicheren Passwortvergabe

Statt dem Nutzer vorzuschreiben, wie er sein Passwort sicher zu gestalten hat, gibt ebay lediglich nützliche Tipps. Diese erscheinen als Tooltip, sobald man in das Passwortfeld klickt.

Screenshot - 04.07

Montag, 29. Juli 2013 von Tamim Swaid

when neither their property nor their honor is touched, the majority of men live content – niccolò machiavelli

Machiavelli sagt: »Wenn man Eigentum oder Ehre der Menschen nicht antastet, sind die Menschen zufrieden und begehren nicht auf«. Daniel G. Siegel schließt daraus das Menschen bei Feature Änderungen aufbegehren, weil Ihr »Eigentum« angetastet wird. Gefunden in Daniel G. Siegel’s Artikel on why removing features makes people unhappy

Montag, 22. Juli 2013 von Tobias Jordans

The first thing we ask is, what do we want people to feel?

Apple hat dieses Video zu Beginn ihrer iOS7-Keynote vorgespielt. Ein Statement für ihre Marke, ihre Post-Steve-Zeit, ihren neuen-alten Designstil. Und genauso war es bei mir auch gedanklich abgelegt. Das ändert sich gerade: Immer häufiger denke ich an diesen Satz, wenn ich einen Konzeptscreen erstelle. Welche Emotion soll unsere Login-Seite auslösen? – Eine spannende Frage, die mir hilft meine Überlegungen gleichmäßiger zwischen Usability/Basisfunktionen und Ästhetik/Interaktion/Emotion zu verteilen.

Es schadet natürlich auch nicht, dass das Video extrem schön gemacht ist :-).