uxzentrisch präsentiert und diskutiert User Experience mehr…

Das muss ich auch haben!

Artikel 4 von 4: Produktstarke Seiten

Im vierten und letzten Artikel in der Reihe zur kontextsensitiven Navigation betrachte ich produktstarke Websites, also klassische E-Commerce-Sites.
Die Kernfunktion auf produktstarken Websites ist die Produktsuche. Das Anbieten von passenden weiteren Produkten ist die zweitwichtigste Funktion. Die Vorstellung von passenden Produktkategorien steht an dritter Stelle. Und angenehmes, exploratives und inspirierendes Stöbern durch Themenbereiche ist schließlich die viertwichtigste Funktion.

Gut, genau das wollte ich noch erfahren.

Artikel 3 von 4: Inhaltsschwache Seiten

Im Rahmen der Serie zu kontextsensitiver Navigation beschäftigt sich dieser Beitrag mit dem Seitentyp der inhaltsschwachen Seiten. Was verstehe ich unter inhaltsschwachen Seiten? Dieser Seitentyp ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Inhalte gering ist, die Inhalte selten aktualisiert werden und weit verstreut sind. Verstreut, weil sie ganz kleine thematische Gruppen bilden oder sogar als einzelnes Content-Element ein Thema repräsentieren. Zusätzlich sind die Inhalte oft so spezifisch, dass sie kaum für jeden Besucher der Website relevant sein können. Typische Vertreter inhaltsschwacher Seiten sind Konzern- oder Markenauftritte.

Warum Facebook, Twitter und Yo nicht aus Deutschland kommen konnten

Es war Oktober 2008. Facebook hatte damals gerade mal 100 Millionen User und ich gerade mal 100 Facebook Freunde. Mein hauptsächliches Nutzungsszenario auf Facebook war Bandenkrieg spielen. Marc Zuckerberg, der damals noch keine 25 Jahre alt war, konnte vom WE Magazin bei seinem Deutschlandbesuch für ein Interview gewonnen werden. Wie man dem Screenshot meines Facebook Post entimmt, hatte ich Facebook damals nicht verstanden.

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Im Interview mit Zuckerberg, an dem ich online teilnahm, fragte ich Marc welchen Wert denn Facebook für die Menschen hat. Seine Antwort, an die ich mich in etwa erinnere, war: »Menschen kommunizieren über Facebook mit ihren Freunden. Sie teilen Bilder und Statusupdates. Dies hat einen Wert für Menschen.« Ich war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre älter als Marc Zuckerberg und habe seine Aussage um den Wert von Kommunkation erst einige Zeit später verstanden.

Seit einiger Zeit habe ich Yo! installiert. Ich nutze es kaum, finde es aber höchstspannend und schicke einigen Freunden hin und wieder ein Yo! Auf iTunes habe ich dann folgende Rezension gelesen.

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Oft stehen wir im deutschsprachigen Raum neuen Dingen sehr skeptisch gegenüber und trauen uns gar nicht sie richtig zu verwenden. Ich glaube diese Grundskepsis sind ein extrem schlechter Nährboden für neue Ideen und auch der Grund warum diese Innovationen der Kommunikation nicht bei uns in Deutschland entstehen konnten und in Zukunft auch nicht werden.

Videos in Hase- oder Schildkrötengeschwindigkeit

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Seit einiger Zeit kann man nun auch bei Online Video Playern die Geschwindigkeit des Videos einstellen. Wie hier z.B. bei Treehouse und YouTube. Sehr praktisch wenn man sich »Tipps, Anleitungen und Rezepte« in Zeitlupe anschauen möchte. Danke an Simon Theis für die Zusendung.

»Mit unseren Augen sehen wir die Welt. Aber wir sehen nicht das, was ist, sondern das, was wir durch Ergänzung eigener Hypothesen glauben, dass es vorhanden sei.«

– Robert-Benjamin-Illing, Neurobiologe, spricht in einem von DRadio Wissen veröffentlichten Vortrag über den Ursprung der Religionen sehr interessant über Grundzüge der menschlichen Kognition. Der Vortrag steht als MP3 zur  Verfügung.

Github überspringt einen Ordner

GitHub hat sich für sein Webinterface etwas neues einfallen lassen, um Nutzern das Navigieren von Ordner-Hierarchien zu erleichtern. Ordner, die nur einen einzigen Unterordner haben, werden dafür in der Ordnerliste zusammengefasst. Nutzer bekommen eine Abkürzung, um direkt in den tieferen Unterordner zu springen und sparen sich somit auf dem Weg in die Tiefe einen Klick.

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Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Der grau eingefärbte Teil des jeweiligen Ordnernamens ist der Ordner, der auf der aktuell angezeigten Ebene liegt. Dahinter steht nach einem Trennzeichen in blau, der Linkfarbe, der Name des Unterordners. Ein Klick auf die gesamte Zeile führt natürlich direkt in diesen Unterordner.

Die Navigation von Ordnern und Unterordnern ist ein uraltes Interaktionspattern. Gerade deswegen finde ich diese Optimierung bemerkenswert, so einfach sie auch erscheinen mag. Wer weiß, vielleicht wird sie ja in einer der nächsten Versionen von Mac OS oder Windows aufgegriffen.

Passwortstärke mittels Gamification verbessern

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Toller Einsatz von Micro-Gamification bei Armorgames für die Incentivierung der Erstellung eines starken Passwortes. Das musste ja von einem Spieleentwickler kommen ;) Habt ihr schon einmal etwas ähnliches gesehen?

Danke an @SimonTheis für den Tipp.

Sehen und gesehen werden. UX-Design für unsere Wahrnehmung (2)

Die menschliche Wahrnehmung ist darauf spezialisiert, Muster und Strukturen aus der Flut von Umweltreizen herauszulesen, die ständig auf Augen und Hirn einströmen. Teil 1 dieses Beitrags hat die kognitionswissenschaftlichen Grundlagen der visuellen Wahrnehmung umrissen und nach der Bedeutung für das UX-Design gefragt.

Für Anwendungen und Websites, die den Nutzer führen möchten, reicht es jedoch nicht, die Mustererkennung zu unterstützen und grafische Elemente gut unterscheidbar und verstehbar zu machen. Die Aufmerksamkeit des Betrachters muss vielmehr gelenkt werden.

It was bigger than any design project we’ve ever had.” And all for a font. But that’s perhaps not surprising, as type has become one of the hardest working elements in today’s interfaces, which have been stripped of ornamentation in order to create breathing room for the increasingly complex functions they have to perform.

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Matias Duarte im Wired Magazin über den neuen Roboto Font.

Enterprise UX – Warum der Endnutzer gerne ausgeklammert wird

Das Thema Enterprise UX wird im Bereich der Unternehmenssoftware in der jüngsten Vergangenheit mehr und mehr diskutiert und man spürt deutlich, wie Bewegung in diesem Bereich kommt. Wir alle sind es inzwischen gewohnt, dass viele Apps und Websites intuitiv bedienbar und optisch ansprechend sind. Ob wir uns für oder gegen die Nutzung eines digitalen Produkts entscheiden, hängt maßgeblich davon ab, was für eine User Experience wir damit haben. Haben wir kein allzu positives Erlebnis, ist es durchaus selbstverständlich, dass wir zu einem anderen Anbieter wechseln. Die Hersteller von consumer-basierten Produkten und Diensten wissen das natürlich. Dementsprechend sind die Bemühungen groß, Kunden aufgrund negativer Nutzungserlebnisse nicht zu verlieren.

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Leider sieht der Arbeitsalltag oftmals anders aus. So manche Software, mit der wir dort konfrontiert werden, erscheint uns wie eine Zeitkapsel aus vergangenen Jahrzehnten mit dazu passendem Nutzungserlebnis.