uxzentrisch präsentiert und diskutiert User Experience mehr…

Gmails Regenbogen Cursor

Gmail Cursor Farbe

Wenn ich die Farbe meines Textes im Gmail Editor ändere, bekommt der Cursor die Farbe des Textes. Eigentlich logisch oder?
Ein Problem ist wenn man mit hellem Text schreibt. Dann sieht man den Cursor nicht mehr. Das könnte das Gmail Team lösen in dem man die hellen Farben von der Veränderung ausnimmt. Vielleicht haben Sie sich aber auch gedacht: Wer schreibt schon mit hellen Farben?

Konvention vs. Innovation im UX Design

Fragt man Nutzer, wo sie bestimmte Elemente in einem Online-Shop erwarten, erhält man hohe Übereinstimmungen für die Positionierung zentraler Elemente wie Logo, Suche, Warenkorb oder Navigation. Aufbau und Funktionen vieler Interaktionsmuster und Seiten-Templates scheinen inzwischen fest in den Köpfen verankert zu sein. Als Konzepter/in und UX Designer/in sollte man sich also tunlichst an bewährte Lösungen halten. Hm … oder doch nicht immer? Wie entkommt man sonst der Gefahr, dass irgendwann alle Websites und Online-Shops ähnlich und austauschbar wirken?

Konventionen machen das Leben leichter

Es gibt einen guten Grund, auf Konventionen und Standards zu setzen, der in der menschlichen Biologie liegt: Die Vielfalt der auf uns einströmenden Eindrücke und Informationen beherrschen wir, indem wir nach bekannten Strukturen suchen. Was leicht zu erkennen und einzuordnen ist, wird schneller verarbeitet und als einfacher empfunden als das Unstrukturierte und Neue.

UX Munich 2015

UX Munich 2013

Die UX Munich ist eine Single Track Conference zu dem fast alles umspannenden Thema User Experience (am 19. bis 20 März in München). Im Besonderen richtet sie ihr Augenmerk darauf, wie diese durch das Zusammenspiel von Design, Entwicklung und Produktmanagement effizient und optimal zustande kommen kann.

Eine schlechte User Experience entsteht oft weil diese an manchen Stellen schlecht umgesetzt wird. Obwohl viel mit Kommunikation verbessert werden kann, ist es Ziel, dass jeder im Voraus mehr mitdenkt und sich einbringt. Wenn Designer auch an der Umsetzung beteiligt sind oder Entwickler die Wichtigkeit der Details verstehen, können gemeinsam bessere Ergebnisse erzielet werden.

UX Munich ist eine Konferenz für Menschen, die über ihren Tellerrand hinausblicken

UX Munich wird organisiert von Refresh Munich e.V., einem eingetragenen, gemeinnützigen Verein. Seit 2011 organisiert dieser Stammtische, Workshops und lokale Vorträge, um Designer und Entwickler zusammenzubringen. Refresh Munich ist die einzige User Group in München, die sowohl auf Designer wie auch auf Entwickler fokussiert ist.

Die diesjährige Konferenz ist die zweite ihrer Art. Die erste Konferenz in 2013 war ein voller Erfolg. Für 2015 soll alles noch ein wenig größer werden.

12 Tipps für produktiveres Arbeiten mit Axure 7

Tobias Artikel über 18 Tipps für schöne, lesbare Axure-Konzepte (inkl. Word-Makros) ist einer der meist gelesenen Artikel auf uxzentrisch, aber ist auch mittlerweile nunmehr fast 5 Jahre alt.

In der Zwischenzeit hat sich in Axure einiges getan. Aber auch die Arbeitsweise mit dem Tool hat sich geändert.

  • Axure nutze ich um responsive Wireframes zu erstellen.
  • Der Clickdummy wird auf einem FTP-Server abgelegt
  • In Confluence wird dokumentiert und spezifiziert

Dafür habe ich folgende Tipps aufbereitet. Fügt eure eigenen gerne in den Kommentaren ein!

  1. Wireframes: Ob Interne oder Externe bspw. der Kunde können auf den Clickdummy zugreifen, und diesen an Kollegen weiterreichen.
    Das Deckblatt muss daher auch Personen eine Orientierung geben, die den Clickdummy zuvor nicht von mir präsentiert  bekamen. Darauf sind die wesentlichen Informationen  zu finden:

    • Projektname
    • Kundenname
    • URL zur Spezifikation
    • Versionsnummer des Clickdummy
    • Autor des Clickdummy
    • CTA-Button zur ersten Seite des Clickdummy
  2. Wireframes: Ich reduziere mein Grundlinienraster immer auf 5 px. Wireframes müssen bei mir sauber ausgerichtet sein und die Standard-10-px-Abstände von Axure bieten mir nicht genug Gestaltungsspielraum. (Einstellung unter »Arrange« → »Grid and Guides« → »Guide Settings« → »Grid« → In Spacing »5px« eingeben)
  3. Wireframes: Konzipiere ich eine responsive Seite, lege ich in Axure dieselben Breakpoints an, wie sie auch später die Designer und Entwickler anwenden. Auch hier halte ich mich an die  4 Breakpoints, wie sie in bootstrap vorgegeben sind. Das macht es leichter Seiten und Elemente zu konzipieren, die dem späteren Design entsprechen.
    Wie die Breakpoints angelegt werden ist in dieser Galerie zu sehen:

Direkt einkaufen und Warenkorb einsehen

goodeggs

goodeggs, ein Bestell und Lieferdienst für lokale Lebensmittelerzeugnisse, hat einen schöne Lösung für das Einkaufen direkt aus der Produktübersicht entwickelt.

    1. Der Plus Button erscheint erst beim Hover.
    2. Eine Animation und Transformation, fügt den Minus Button hinzu, wenn bereits ein Produkt im Korb ist.
    3. Wenn ein Produkt bereits im Korb ist, wird die Anzahl auf dem Bild angezeigt.

„The first rule of user research: never ask anyone what they want.“

Aus: Erika Hall, Just enough Research, e-Book, New York 2013, Pos. 1168.

 

Warum?

1) Menschen wollen gemocht werden. Daher versuchen sie das zu sagen, von dem sie glauben, dass es der Fragesteller hören möchte.

2) Es ist unmöglich, etwas zu wollen, das man sich nicht vorstellen kann. Oder wie es Henry Ford (angeblich) gesagt hat: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere Pferde.“

Piera und Ihre Sneaker – Eine Product Reviewerin im Gespräch

piera

Über Twitter bin ich auf Piera gestoßen und habe ihren Blog Pieras Kicks und Vlog gesehen, auf denen sie über Sneaker berichtet. Ich fand das ein Interview mit einer Produkt Reviewerin gut zum Artikel „Bling Bling Marketing vs. Product Experience“ passte und konnte Piera dafür gewinnen.

Hi Piera, also du schreibst über… Sneakers, Kicks oder darf ich auch Schuhe sagen?
Du darst gerne auch Schuhe sagen. :)

Wann und wie bist du darauf gekommen über Sneaker zu schreiben? Woher die Motivation dazu?
Ich habe schon seit langer Zeit eine Affinität für Sneaker. Als ich dann nach dem Studium arbeitssuchend war, habe ich mit dem Bloggen begonnen. Da ich für meine unübliche Schuhwahl bekannt bin und ich mich für Sneakers interessiere, lag das Thema nahe. Ein weiterer Grund dafür war die Tatsache, dass es weniger weibliche als männliche Sneaker-Blogger gibt. Wenn ich über Schminke gebloggt hätte, wäre es nicht wirklich individuell gewesen.

Bling Bling Marketing vs. Product Experience

Lindt hat mit seiner Marke »Hello« eine erfolgreiche Schokoladen-Eigenmarke generiert. Die Verpackung ist innovativ und verleiht der Schokolade einen eigenen Charkter. Und die Schokolade ist wirklich gut. Kostet aber auch :)

Wie aber stellt Lindt nun diese Schokolade im Netz vor?

Live your Dream   Lindt HELLO

Das Design der Seite ist mäßig und erreicht definitiv nicht die Designqualität der Verpackung. Mein Favorit der »Hello Reihe« ist die »Crunchy Nougat« Sorte. Draufgeklickt. Was sehe ich?

Die Hamburger-Navigation: Usability-Schwierigkeiten und Alternativen

hamburger navigation

Komplexe Navigationen auf kleinen Bildschirmen abzubilden stellen den ein oder anderen Informations-Architekten vor eine größere Herausforderung.

Eine Hamburger-Navigation, oder Off-Canvas-Navigation, welche sich seitlich einfährt und über den Inhalt legt, scheint vielen die beste Lösung zu sein – Schließlich wird dies bei Facebook und Google vorgelebt.

Jedoch birgt das Pattern Hamburger-Navigation Usability-Probleme, wenn es unreflektiert eingesetzt wird.

Schwächen der Hamburger-Navigation

Auffindbarkeit

Viele Nutzer kennen das Hamburger-Icon und dessen Funktionalität nicht und vermuten dahinter erst gar nicht die Navigation.

Zu dieser Erkenntnis kamen exis web und zeebox in A/B-Tests.

Warum die neugierige Kultur San Franciscos weltweit Innovation anzieht

Dies ist der 1. Teil meines 2. teiligen Artikels zum Thema: UX Design in San Francisco. Der erste Teil dreht sich um meine Erlebnisse in der Stadt, die für mich exemplarisch für die offene und neugierige Kultur der Stadt stehen.

»Hi, do you do startups?« So empfing mich Rob von einem der etlichen Hackerhomes in San Francisco, dem Mekka der Techwelt, in das ich für 10 Tage gereist war. Eigentlich wollte ich dieses Jahr zum SXSW in Texas / Austin fliegen. Als ich dann eine Reisekostenkalkulation gemacht hatte, war mir der Trip zum SXSW mit geschätzen 2500 EUR doch zu teuer. »Aber mit meinem Budget kann ich etwas anderes machen« dachte ich mir. z.B. einen Trip nach San Francisco organisieren und mir die UX Szene dort mal anschauen. San Francisco bot sich als Erkundungsort an, da die ganze Techwelt dort versammelt ist. Ich wollte Menschen aus der Techszene treffen, um herauszufinden wie UX Designer dort arbeiten, wie sie in Unternehmen positioniert sind und inwiefern sich das Skillset von den UX Designern hier unterscheidet. Damit die Gespräche vor Ort einen Rahmen bekommen, nahm ich mir vor einen Artikel zu schreiben. Der damalige Arbeitstitel: »The status of UX in San Franciscos companies – Is San Francisco leading the way to how UX should be seen in the world?«

Auf nach San Francisco bzw. in die Bay Area

Für die Reise fing ich 5 Wochen vorher mit der Planung an. Ich began damit mein Netzwerk anzupingen. Mein Ziel war es in den 10 Tagen so viele Gespräche wie möglich zu führen. Um ein möglichst breites Meinungsspektrum auszukundschaften, war es mir wichtig die Gespräche nicht nur auf UX Designer zu reduzieren. Den Kommunikationsaufwand, den ich mit meinen Pings losgetreten habe, hatte ich unterschätzt.