uxzentrisch präsentiert und diskutiert User Experience mehr…

Die Hamburger-Navigation: Usability-Schwierigkeiten und Alternativen

hamburger navigation

Komplexe Navigationen auf kleinen Bildschirmen abzubilden stellen den ein oder anderen Informations-Architekten vor eine größere Herausforderung.

Eine Hamburger-Navigation, oder Off-Canvas-Navigation, welche sich seitlich einfährt und über den Inhalt legt, scheint vielen die beste Lösung zu sein – Schließlich wird dies bei Facebook und Google vorgelebt.

Jedoch birgt das Pattern Hamburger-Navigation Usability-Probleme, wenn es unreflektiert eingesetzt wird.

Schwächen der Hamburger-Navigation

Auffindbarkeit

Viele Nutzer kennen das Hamburger-Icon und dessen Funktionalität nicht und vermuten dahinter erst gar nicht die Navigation.

Zu dieser Erkenntnis kamen exis web und zeebox in A/B-Tests.

Warum die neugierige Kultur San Franciscos weltweit Innovation anzieht

Dies ist der 1. Teil meines 2. teiligen Artikels zum Thema: UX Design in San Francisco. Der erste Teil dreht sich um meine Erlebnisse in der Stadt, die für mich exemplarisch für die offene und neugierige Kultur der Stadt stehen.

»Hi, do you do startups?« So empfing mich Rob von einem der etlichen Hackerhomes in San Francisco, dem Mekka der Techwelt, in das ich für 10 Tage gereist war. Eigentlich wollte ich dieses Jahr zum SXSW in Texas / Austin fliegen. Als ich dann eine Reisekostenkalkulation gemacht hatte, war mir der Trip zum SXSW mit geschätzen 2500 EUR doch zu teuer. »Aber mit meinem Budget kann ich etwas anderes machen« dachte ich mir. z.B. einen Trip nach San Francisco organisieren und mir die UX Szene dort mal anschauen. San Francisco bot sich als Erkundungsort an, da die ganze Techwelt dort versammelt ist. Ich wollte Menschen aus der Techszene treffen, um herauszufinden wie UX Designer dort arbeiten, wie sie in Unternehmen positioniert sind und inwiefern sich das Skillset von den UX Designern hier unterscheidet. Damit die Gespräche vor Ort einen Rahmen bekommen, nahm ich mir vor einen Artikel zu schreiben. Der damalige Arbeitstitel: »The status of UX in San Franciscos companies – Is San Francisco leading the way to how UX should be seen in the world?«

Auf nach San Francisco bzw. in die Bay Area

Für die Reise fing ich 5 Wochen vorher mit der Planung an. Ich began damit mein Netzwerk anzupingen. Mein Ziel war es in den 10 Tagen so viele Gespräche wie möglich zu führen. Um ein möglichst breites Meinungsspektrum auszukundschaften, war es mir wichtig die Gespräche nicht nur auf UX Designer zu reduzieren. Den Kommunikationsaufwand, den ich mit meinen Pings losgetreten habe, hatte ich unterschätzt.

»Technikern bedeutet die Gestaltung von Räumen nichts. Sie kümmern sich nur ums Funktionale.«

Galina Balaschowa, Architektin des sowjetischen Raumfahrtprogramms, im ZEIT Magazin vom 13. November 2014. Arbeiten von ihr sind im Buch »Galina Balaschowa: Architektin des sowjetischen Raumfahrtprogramms« von Philipp Meuser und bis zum 22. Februar in der Ausstellung Outer Space in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen.

Guckguck – Ich guck mir dein Passwort nicht an

readmeio
Schönes Detail bei ReadMe.io. Danke an Simon Theis der uns auf den Tweet von Micho aufmerksam gemacht hat.

Das muss ich auch haben!

Artikel 4 von 4: Produktstarke Seiten

Im vierten und letzten Artikel in der Reihe zur kontextsensitiven Navigation betrachte ich produktstarke Websites, also klassische E-Commerce-Sites.
Die Kernfunktion auf produktstarken Websites ist die Produktsuche. Das Anbieten von passenden weiteren Produkten ist die zweitwichtigste Funktion. Die Vorstellung von passenden Produktkategorien steht an dritter Stelle. Und angenehmes, exploratives und inspirierendes Stöbern durch Themenbereiche ist schließlich die viertwichtigste Funktion.

Gut, genau das wollte ich noch erfahren.

Artikel 3 von 4: Inhaltsschwache Seiten

Im Rahmen der Serie zu kontextsensitiver Navigation beschäftigt sich dieser Beitrag mit dem Seitentyp der inhaltsschwachen Seiten. Was verstehe ich unter inhaltsschwachen Seiten? Dieser Seitentyp ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Inhalte gering ist, die Inhalte selten aktualisiert werden und weit verstreut sind. Verstreut, weil sie ganz kleine thematische Gruppen bilden oder sogar als einzelnes Content-Element ein Thema repräsentieren. Zusätzlich sind die Inhalte oft so spezifisch, dass sie kaum für jeden Besucher der Website relevant sein können. Typische Vertreter inhaltsschwacher Seiten sind Konzern- oder Markenauftritte.

Warum Facebook, Twitter und Yo nicht aus Deutschland kommen konnten

Es war Oktober 2008. Facebook hatte damals gerade mal 100 Millionen User und ich gerade mal 100 Facebook Freunde. Mein hauptsächliches Nutzungsszenario auf Facebook war Bandenkrieg spielen. Marc Zuckerberg, der damals noch keine 25 Jahre alt war, konnte vom WE Magazin bei seinem Deutschlandbesuch für ein Interview gewonnen werden. Wie man dem Screenshot meines Facebook Post entimmt, hatte ich Facebook damals nicht verstanden.

2014-09-25_153224

Im Interview mit Zuckerberg, an dem ich online teilnahm, fragte ich Marc welchen Wert denn Facebook für die Menschen hat. Seine Antwort, an die ich mich in etwa erinnere, war: »Menschen kommunizieren über Facebook mit ihren Freunden. Sie teilen Bilder und Statusupdates. Dies hat einen Wert für Menschen.« Ich war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre älter als Marc Zuckerberg und habe seine Aussage um den Wert von Kommunkation erst einige Zeit später verstanden.

Seit einiger Zeit habe ich Yo! installiert. Ich nutze es kaum, finde es aber höchstspannend und schicke einigen Freunden hin und wieder ein Yo! Auf iTunes habe ich dann folgende Rezension gelesen.

Foto 25.09.14 15 14 25

Oft stehen wir im deutschsprachigen Raum neuen Dingen sehr skeptisch gegenüber und trauen uns gar nicht sie richtig zu verwenden. Ich glaube diese Grundskepsis sind ein extrem schlechter Nährboden für neue Ideen und auch der Grund warum diese Innovationen der Kommunikation nicht bei uns in Deutschland entstehen konnten und in Zukunft auch nicht werden.

Videos in Hase- oder Schildkrötengeschwindigkeit

Bildschirmfoto-2014-09-18-um-08.21.47

2014-09-24_142040

Seit einiger Zeit kann man nun auch bei Online Video Playern die Geschwindigkeit des Videos einstellen. Wie hier z.B. bei Treehouse und YouTube. Sehr praktisch wenn man sich »Tipps, Anleitungen und Rezepte« in Zeitlupe anschauen möchte. Danke an Simon Theis für die Zusendung.

»Mit unseren Augen sehen wir die Welt. Aber wir sehen nicht das, was ist, sondern das, was wir durch Ergänzung eigener Hypothesen glauben, dass es vorhanden sei.«

– Robert-Benjamin-Illing, Neurobiologe, spricht in einem von DRadio Wissen veröffentlichten Vortrag über den Ursprung der Religionen sehr interessant über Grundzüge der menschlichen Kognition. Der Vortrag steht als MP3 zur  Verfügung.

Github überspringt einen Ordner

GitHub hat sich für sein Webinterface etwas neues einfallen lassen, um Nutzern das Navigieren von Ordner-Hierarchien zu erleichtern. Ordner, die nur einen einzigen Unterordner haben, werden dafür in der Ordnerliste zusammengefasst. Nutzer bekommen eine Abkürzung, um direkt in den tieferen Unterordner zu springen und sparen sich somit auf dem Weg in die Tiefe einen Klick.

Github Ordner überspringen

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Der grau eingefärbte Teil des jeweiligen Ordnernamens ist der Ordner, der auf der aktuell angezeigten Ebene liegt. Dahinter steht nach einem Trennzeichen in blau, der Linkfarbe, der Name des Unterordners. Ein Klick auf die gesamte Zeile führt natürlich direkt in diesen Unterordner.

Die Navigation von Ordnern und Unterordnern ist ein uraltes Interaktionspattern. Gerade deswegen finde ich diese Optimierung bemerkenswert, so einfach sie auch erscheinen mag. Wer weiß, vielleicht wird sie ja in einer der nächsten Versionen von Mac OS oder Windows aufgegriffen.