YouTube’s Website, die bessere App für Touch Devices
Wie man außer mit einer App, auf einem Touch Device, präsent sein kann zeigt unlängst YouTube mit dem Relaunch seiner mobilen Website. Es ist ein sehr ambitionierter Ansatz und das obwohl YouTube bereits auf allen Android und iPhones dieser Welt mit einer App vorinstalliert ist, die sich noch nicht mal löschen lässt.
Die neue mobile Website ist für Touch Devices optimiert und zeigt was eine auf Touch optimierte Website inzwischen alles leisten kann. Die Website ist meines Erachtens sogar besser als die auf dem iPhone vorinstallierte YouTube App. Zum Beispiel ist ein zentrales Element der User Experience bei YouTube das Weiterleiten eines Videos. Diese Funktion muss man in der iPhone App erst suchen. In der YouTube App ist dieser Button präsent unter dem Video zu finden.
Kopieren lässt sich der Video Link in der iPhone App im Prinzip gar nicht. Auf der YouTube Seite kann man diesen einfach aus der Adressleiste kopieren. In der iPhone App bewertet man immer noch mit Sternen obwohl YouTube diese Bewertung vor fünf Monaten aufgegeben hat und diese durch die »Daumen hoch« und »Daumen runter« Bewertung erstetzt hat. Diese ist auf der mobilen Website natürlich präsent zu sehen. Ein nicht unerheblicher Unterscheidungsfaktor, zwischen beiden Lösungen, ist das Design. Bei der mobilen Website hat man das Gefühl auf YouTube zu sein, wobei man hingegen in der App das Gefühl hat in einer reinen Apple App zu sein.
YouTube bewirbt seine mobile Website auf dem iPhone pfiffig, denn wenn man die Website das erste Mal besucht, wird man aufgefordert diese auf seinem Phone zu »installieren«.
Das Icon, das dann auf dem Home Screen erscheint, ziert das YouTube Logo, das eine deutlichere Sprache spricht als der Fernseher, den Apple für das YouTube Logo verwendet. Das Logo für die Website erscheint sogar in einer hohen Auflösung und wird dem iPhone 4 Retina Display gerecht.
Die mobile Website von YouTube ist auf der einen Seite eine Loslösung von den Apple Restriktionen und auf der anderen Seite die richtige Strategie für den immer größer werdenden Markt der Touch Devices. Die mobile Website bietet auf allen Touch Devices die gleiche Userexperience. Neuerungen müssen nicht erst durch einen Approval Prozess und erscheinen direkt auf allen Touch Devices. Es gibt keine Updates mehr, die der Anwender herunterladen muss. Die Auswertung der Nutzung liegt komplett in der Hand von YouTube. Das Schalten von Werbung ist möglich. Die Nutzerdaten werden nicht lokal auf dem Gerät gespeichert sondern direkt auf dem Server. Etc. etc.
Der Ansatz von YouTube zeigt das Apps nicht der einzige Weg sind um Inhalte auf ein Touch Device zu bringen. Für mich als Nutzer ist es einfacher eine Website, die ich nur vier mal im Monat brauche, über meinen Mobile Browser anzusteuern, als mir extra dafür eine App herunterzuladen, die mir meinen Homescreen zustellt. Denn ich brauche nicht 4 verschieden Apps um von jedem Paketlieferanten um meine Pakete zu tracken. Eine Website würde mir vollkommen reichen.
Das Web auf dem Sofa
Schon lange wird die Konvergenz zwischen Web und TV prophezeit. Mit Google TV kommt ein neuer Anlass, sich darüber Gedanken zu machen, wie das Web im Fullscreen-Modus und über die Tastatur gesteuert funktoniert. Hier werfen wir einen Blick auf den Status Quo des Sofa-Webs.
Während die gesamte UX-Welt derzeit auf das iPad und andere tablettartige Geräte blickt, entwickelt sich nebenbei auch eine andere Gattung der Web-Frontends weiter. Diese soll es möglich machen, das Web auf dem Sofa nicht nur in den Händen zu halten, sondern auf Wunsch auch auf dem meterweit entfernten Fernseher zu nutzen.
Natürlich gibt es das schon. Spielkonsolen wie die Playstation 3 (PS3) oder die Nintendo Wii bringen von Haus aus einen Browser mit. Aber macht es Spaß, damit im Web zu surfen? Was die PS3 betrifft, habe ich hier eine Meinung: Nicht so richtig. Schon während der Eingabe einer URL oder eines Suchbegriffs fragt man sich, ob man nicht doch besser den Laptop zur Hand genommen hätte.
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Welches Europa?
Und ich dachte immer ich sei in Erdkunde gut unterrichtet, aber HTC weiss viel mehr als ich. Es gibt zwei Europas!

Jaja, die Feinheiten der Sprache…
Gefunden bei HTC: http://www.htc.com/www/SupportDownload.aspx?p_id=312&cat=3&dl_id=933
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In eigener Sache: Event Design for Conversion Cologne, 23.9.2010
Seit einiger Zeit bin ich nicht nur Blog-Autor, sondern auch Event-Veranstalter. Deswegen nutze ich die Gelegenheit ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen: Gemeinsam mit anderen Freiwilligen veranstalte ich als Better Experience e.V. in Kooperation mit CHI Nederland die 4. Design for Conversion am 23. September 2010 im Kölner Club Bahnhof Ehrenfeld. Dreimal fand die DfC schon mit großem Erfolg in Amsterdam statt und jetzt holen wir sie nach Deutschland. Tickets kosten 175 Euro (bis 23.8., danach 200) und sind auf 100 limitiert.
Zum Einstieg eine kleine Präsentation:
Dumme Sprüche gegen die Langeweile
Ab und zu muss unser Rechenknecht ein bisschen härter schuften – und wir müssen warten. In der Online-Malstube Muro von Deviant Art gilt das genauso wie in Photoshop. Zum Kaffeeholen reicht die Zeit nicht mehr, wenn ein Filter angewendet wird, aber trotzdem nervt es, auf das Ergebnis zu warten. Freundlicherweise füllt Muro diese Zeit mit dummen Kommentaren zur eigenen Arbeit – so vertreibt man sich die Zeit doch angehmer. Bleibt nur zu hoffen, dass sie viele dieser Kommentare eingebaut haben, denn denselben »witzigen Spruch« zum hundertsten Mal zu lesen macht auch keinen Spaß.
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Wie Dropbox unseren Sammler-Geist anspricht
Dropbox ist einer der großen Anbieter von Online-Speicherplatz mit Synchronisierung nicht nur für Windows und Mac, sondern auch für Systeme wie iPad, iPhone und Android.
Zum Einstieg bekommen Nutzer 2 Gigabyte Speicherplatz gratis. Das Geschäftsmodell von Dropbox besteht darin, möglichst viele Nutzer dahin zu bringen, dass ihnen diese 2 GB nicht mehr ausreichen und sie freiwillig Geld für mehr Speicher zahlen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist am höchsten, wenn der Nutzer die Vorzüge des Dienstes kennen lernt. Also motiviert Dropbox seine Nutzer, nacheinander ein paar Schritte durchzuführen, bei denen jeweils ein Feature vorgeführt wird.
Das ist nicht sonderlich aufwändig gemacht, und trotzdem sehr wirkungsvoll. Wenn ich die oben gezeigte Dropbox Startseite nach dem Einloggen öffne, füllt sich die Box-Abbildung auf der linken Seite in einer Animation. Zu meinem Leidwesen hält der Füllprozess jedoch an, bevor der Umriss komplett ausgemalt ist. Auf der rechten Seite sehe ich eine Liste mit 6 offenbar recht einfachen Handlungen, von denen ich offenbar schon drei abgehakt habe. Aber tatsächlich stehe ich insgesamt irgendwo zwischen »begonnen« und »komplett«.
Und als wäre mein Bauchgefühl, dass ich unbedingt diese drei unerledigten Aufgaben durchstreichen möchte, nicht genug der Motivation, bietet mir Dropbox auch noch eine Belohnung an, wenn ich mindestens 5 der 6 Aufgaben erledige. 250 MB zusätzlicher Gratis-Speicherplatz winken mir. Die will ich mir natürlich nicht entgehen lassen!
Die sechste und letzte der Aufgaben ist noch mal besonders clever gewählt: Wenn ich nun alle Vorzüge von Dropbox kennengelernt habe, soll ich Freunde einladen, ebenfalls in deren Genuss zu kommen.
Wer sich genauer umsieht, findet heraus: Das kann man auch einfacher haben. Man überspringt die Schritte 1 bis 5 und lädt direkt Freunde zu Dropbox ein. Für jeden, der sich aufgrund einer Einladung registriert, erhält der einladende Nutzer 250 MB zusätzlichen Speicher.
Wie gesagt, das will ich mir nicht entgehen lassen. Wer von Euch noch keinen Dropbox-Account hat, darf sich als Belohnung für das Lesen dieses Artikels über diesen Link einen der äußerst knappen, nur für kurze Zeit erhältlichen Gratis-Accounts von Dropbox sichern:
https://www.dropbox.com/referrals/NTU2ODU3NTU5
Nebenbei unterstützt ihr meine eigennützige Challenge, bis zu 8 GB freien Speicher durch Einladungen zu erreichen. Und noch ein Hinweis für alle, die nicht zufällig auf einem User Experience Blog gelandet sind: Dropbox ist auch ansonsten in Sachen User Interface und User Experience beispielhaft. Also schnell ein paar Screenshots für die eigene UX-Sammlung machen!
So. Wer kann nun alle Motivationstechniken aufzählen, die hier auf engstem Raum zum Einsatz kommen?
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Das schöne neue Kommentarfeld von UserVoice
Ich habe kürzlich mal wieder ein Formular zum Kommentieren konzipiert und das Design begleitet und ich war wieder einmal erstaunt, wie viel man doch an einem so einfachen Formular rumschieben und optimieren kann. Zumindest, wenn man zwei Sonderfunktionen berücksichtigt und den Anspruch hat, nicht das Standard Label-Textfeld-Pattern in Tabellen-Optik zu erstellen.
Vor diesem Hintergrund war ich angenehm überrascht vom neuen UserVoice Kommentar- und anmelden/registrieren Formular:
Das Formular im Ausgangszustand:
Die Kombination aus Label, Hilfetext und Eingabefeld habe ich so noch nicht gesehen und finde ich gelungen. Auch die »Remember me«-Funktion ist an der richtigen Stelle zu E-Mail und Namen zugeordnet.

Der Fehler-Zustand:
Auch hier ist das Design-Pattern der kombinierten Label-Textfeld-Hilfetext-Kombination gut verwendet und weitergedacht worden.

Anmeldung über externe Dienste:
Im Vergleich zu den sonst verwendeten riesigen OpenID-Button finde ich diese Lösung dezent und gut integriert. In diesem Zusammenhang lohnt sich übrigens sehr der Artikel »Preview: New UserVoice Sign-In System« aus dem UserVoice-Blog. Dort wird das neue Anmelde-Verfahren beschrieben, das versucht alle Zustände intelligent in einem Formular abzubilden. Schön gelöst!

Was haltet ihr von diesem Formular und dem neuen Anmelde-System von UserVoice (hier ein Link zum Rumklicken)?
Mein einziger Verbesserungsvorschlag ist, die Hilfetexte bei Fokus nicht zu verstecken.
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Firefox Tab Candy: Die nächste Generation der Browser Tabs
Seien wir ehrlich: Browser unterstützen den Umgang mit vielen Seiten nur rudimentär. Seit Opera das Prinzip der Tabs eingeführt hat, haben praktisch alle relevanten Browser es nach und nach übernommen. Aber kaum jemand hat sich sichtbar damit auseinandergesetzt und das Prinzip so weiterentwickelt, dass es uns auch bei intensiver Nutzung unterstützt.
Aza Raskin stellt in seinem Blog nun einen neuen Ansatz vor, wie Firefox (und andere Browser) zukünftig mit mehreren geöffneten Seiten umgehen könnten. Der Arbeitstitel: Tab Candy. Dahinter stecken viele Ideen, die sich lohnen, näher betrachtet und ausprobiert zu werden. Mehr darüber im Video.
Was denkt ihr? Welche der Ansätze sind brauchbar? Und müssen wir uns zukünftig mehr mit dem Ordnen von Tabs beschäftigen, als mit unseren eigentlichen Vorhaben auf den Websites?
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Emotion follows form
Je nachdem, wen man fragt, folgt die Form der Funktion. Oder umgekehrt. Oder die Funktion der Emotion.
Dieser Beitrag von IDEO Labs zeigt offensichtlich, dass die Form eines Telefonhörers Einfluss darauf hat, wie wir telefonieren und was wir dabei fühlen. Denn die IDEO-Entwickler haben einen klassischen Telefonhörer zum Bluetooth-Headset umgebaut.

Das Ergebnis:
»Everyone who gives the phone a try immediately cracks a smile. The nostalgia is fun but there are also functional benefits. First, the proximity of the microphone to your mouth and the large speaker make it drastically better at capturing and outputting audio. Secondly, the face enveloping form creates a more focused and intimate conversation. Somehow this small change in device shape causes the user to stop multitasking and focus on the conversation.«
In der nächsten Iteration soll der Hörer auch noch mit einem Accellerometer ausgerüstet werden. Damit merkt der Hörer selbst, wenn er hochgehoben wird und muss nicht manuell eingeschaltet werden. Spätestens dann hätte ich gerne eine detaillierte Bauanleitung. :)
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Zum Thema Apple TV: Für mich sieht es nach wie vor nicht so aus, als machte Apple den Versuch, so etwas wie einen Brow
Ein ganz interessanter Artikel steht bei Wired zum Thema Fernbedienung: http://www.wired.com/gadgetlab/2010/09/remot
Hui, das was Apple heute angekündigt hat sollte doch für deine Eltern Passend sein oder Tobias? http://www.apple.c
*Das Problem der Eingabegeräte...* Ich habe die Vermutung, das sich die 'Internet am TV'-Themen erst weiter entwick
Asien geht´s da auch nicht besser :-)