uxzentrisch erörtert:
Dieter Rams über die wichtigen unspektakulären Dinge und den gelben Druckknopf

Zur Zeit (und noch bis 9.3.2010) gibt es in London eine Ausstellung von Dieter Rams, die sehr vielversprechend aussieht und in derem Fahrwasser einige tolle Fotos und Videos zu Rams veröffentlicht werden.

So zum Beispiel das folgende Videointerview. Darin beschreibt Rams seine Passion für Produkte, deren Design der Funktionalität des Produkts folgt; dass seine Aufgabe damals war, den Produktentwicklungsprozess zu begleiten und zu managen, nicht nur geniale Designs zu entwerfen; dass sein Ziel sei, besseres Design zu schaffen, nicht herausragendes Design und das Design, Dinge und darüber Menschen nicht dominieren soll, sondern ihnen helfen, Dinge zu benutzen. Zum Beispiel durch die richtige Farbwahl.

We have enough things. (But) we can improve some things.
But this is not spectacular.
To improve a television or a computer – to make it more self-explanatory, to make it more usable, is always a very important thing. But its not a spectacular thing.
And the media has to lern a little bit, that its not spectacutlar things are the important things, the unspectacular things are the important things.

Übrigens, wer Dieter Rams nicht weiter einordnen kann, das schreibt die Wikipedia über ihn: Dieter Rams (* 20. Mai 1932 in Wiesbaden) gehört zu den einflussreichsten Industriedesignern der Moderne. Ziel seiner Entwürfe ist die Klarheit der Form, Materialgerechtigkeit und einfache Bedienbarkeit. Er steht gestalterisch der Ulmer Hochschule für Gestaltung nahe. Sein Credo ist „Weniger, aber besser“.

(via gestalten, tamimat)

2 Kommentare

Peter Scheidt vor 6 Jahren

Ein bißchen off topic, aber auf den Post bezogen, in gewissem Sinne:

Das Video in dem Post startet ungefragt beim Anzeigen der Seite. Mal abgesehen von Perfomancefragen des Client-Rechners/der Online-Verbindung ist es bestenfalls schlechter Stil, wenn man die Seite aufruft und ungefragt Bild und Ton starten. Insbesondere letzteres kann ärgerlich sein, wenn gleichzeitig jemand anderes im Raum gerade telefoniert (bspw., andere Situationen kann sich jeder gemäß seiner Phantasie ausdenken ;-). Zum Glück habe ich meinen Ton pratkisch immer auf 0 stehen …

Das Problem ist aber natürlich grundsätzlicher: Die meisten Multimedia-Inhalte sind recht gedankenlos eingebunden, finde ich.

Nicht nur, dass Streams oder Ton-Dateien ungefragt starten, auch normale Videos werden in der Regel ungefragt im Hintergrund geladen beim Anzeigen der Seite, selbst wenn sie nicht automatisch starten. Auch das halte ich für schlechten Stil, denn vielleicht bin ich überhaupt nicht an dem Multimedia-Inhalt interessiert, sondern an was anderem. Die Verlangsamung der DSL-Leitung muss ich dennoch in Kauf nehmen, obwohl ich vielleicht gerade ein 4,4 GB großes ISO-Image einer Linux-Distribution herunterlade.

Aus meiner – zugegeben sehr persönlichen – Usability-Sicht wäre es gut, derartige Aktionen dem Nutzer zu überlassen. Also immer den User selbst »play« drücken lassen, und bei non-streaming-content auch erst dann anfangen, die Daten herunterzuladen.

Oder was meint Ihr?

Tobias Jordans Autor vor 6 Jahren

Ich meine: Ja, offtopic. Und ansonsten: Das kommt drauf an… :-).
Wenn ich eine YouTube-Seite öffne, finde ich es meist gut, dass das Video direkt startet. Wie in diesem Fall jedoch nicht.