uxzentrisch erörtert:
Donald Norman definiert User Experience

Was ist eigentlich User Experience? – Eine Frage, die immer noch und auch immer wieder gerne in der UX-Community diskutiert wird. Eine einfache Antwort gibt es nicht; erst Recht nicht, da der Begriff in den letzten Jahren stark an Popularität und damit Verbreitung gewonnen hat und immer mehr Gruppen die User Experience für sich entdecken und definieren.

Donald Norman (Bild aus verlinktem Adaptive Path Artikel) Um so hellhöriger wurde ich, als ich ein Interview zwischen Peter Merholz von Adaptive Path und Donald Norman gehört habe (als Audio-Podcast verfügbar, 2). Darin beschreibt Donald Norman, warum er damals den Begriff User Experience »erfunden« hat und wie er ihn aus heutiger Sicht sieht.

Die interessantesten Stellen habe ich hier als (fast) Transscript aufgeschrieben. Eine sehr wertvolle Quelle für jeden, der versucht, UX zu definieren.

»Donald Norman created the word “User Experience” to address more completely what he thought he needed to be working on with regard to design for Apple.«

Aus einer E-Mail von Donald Norman, vorgelesen von Peter Merholz von Adaptive Path:

»I invented the term because I thought human interface and usability were to narrow. I wanted to cover all aspects of the persons experience with the system including industrial design, graphics, the interface, the physical interaction and the manual. Since then (and this was in 1998 and you are talking about 1993) the term has spread widely. So much, so that it is starting to lose its meaning.«

Alle Begriffe durchlaufen eine Evolution und verändern sich. Wenn sie dabei ihre Definition behalten und erweitern, ist das ein positiver Prozess.

»The problem with the evolution in user experince is, that it has lost its meaning. So, what we are about in design for user experince is a positive, pleasureable userexperience and there are many principels we use from the field of usability, design, human computer interaction, emotional design — all of the designfields actually and all of the social sciences for that matter. But the people who use that term seem clueless about this, they just use it with things we you say woooo, that’s a horrible user experience.«

UX ist inzwischen zu einem allgemein verwendeten Begriff geworden. Das ist toll, weil sich damit die Bedeutung der Idee von UX weiter steigert. Gleichzeitig bedeutet es aber auch: Es gibt kein gemeinsames Verständnis, keine Definition, von ›User Experience‹. Man sollte sich daher in einem Gespräch nicht blind darauf verlassen, dass man von der gleichen Ausprägung der UX spricht… :-).

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