uxzentrisch erörtert:
Mailchimp veröffentlicht ihre Interface-Sprach-Guidelines

Mailchimp ist ein weit verbreiteter Dienst um Newsletter zu versenden. Kürzlich haben sie ihren »Sprach-Styleguide« veröffentlicht. Darin beschreiben sie verschiedene Situationen, in denen »die Applikation« mit ihrem Nutzer spricht. Für jede Situation wird aufgeschlüsselt: Welche Frage stellt sich der Nutzer? Wie fühlt er sich dabei? Wie antwortet Mailchimp (beispielhaft) und worauf ist bei einer Antwort zu achten (Tipps).

Zwei gegensätzliche Beispiele verdeutlichen das Konzept:

Beispiel 1: Erfolgsmeldungen

Beispiel 2: Fehlermeldung

Warum betreibt Mailchimp diesen Aufwand?

In ihrem Artikel »About Voice & Tone« geben sie einen Einblick die Motivation hinter der Seite.

You hear a lot about brand voices and personalities in content conversations. A brand’s voice doesn’t change much. A brand’s tone, on the other hand? It has to change, depending on both the situation and the person at the other end of the content. Our tone of voice not only affects the user’s emotional state, but it should also be informed by the user’s emotional state—that means our tone is constantly changing.

Our content has power. The right tone of voice can turn someone’s confusion into trust, skepticism into optimism, boredom into curiosity. The wrong tone of voice can turn someone’s interest into annoyance, anticipation into disappointment, frustration into full-on anger. That’s a big responsibility, and the best way we can handle that responsibility is to be empathetic writers. That’s why this guide exists.

Fazit:

Zuerst einmal ein herzliches Danke an Mailchimp für die Veröffentlichung dieser Guidelines. Es ist an der Zeit, das Konzepter und Startups mehr und strukturierter über die Sprache in ihren Interfaces nachdenken. Mailchimp gibt uns mit Voice & Tone hier eine Steilvorlage um ein Format zu entwickeln, dass in der Praxis der Konzeption, Beratung und Webapplikations-Entwicklung für hervorrangende Texte sorgen kann.

Was haltet ihr von dem Format? Für wie praxistauglich haltet ihr es?