ux·zentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Mittwoch, 4. November 2009 von Marian Steinbach

In eigener Sache: uxzentrisch per E-Mail

Für unsere zahlreichen treuen Leserinnen und Leser, die keinen Artikel auf uxzentrisch verpassen möchten, gibt es nun – neben unserem RSS Feed – eine weitere Möglichkeit, Beiträge zu abonnieren.

Fast rechtzeitig zum 25. Jahrestag der E-Mail in Deutschland, kommt uxzentrisch nun auch in die Inbox.

Den Link zur Anmeldeseite findet Ihr überall hier im Blog in der rechten Spalte.

Kommentare zur User Experience des An-  und gerne auch des Abmeldeprozesses von Google/FeedBurner, die diesen Gratis-Service neben der RSS-Veröffentlichung anbieten, nehmen wir natürlich gerne entgegen.

Dienstag, 3. November 2009 Ein Feature von Tobias Jordans

Interface-Pattern: Anmelden und Registrieren über ein gemeinsames Formular

Tobias Jordans, Autor

Anmelden und Registrieren. Zwei Interface-Pattern, die täglich tausendfach genutzt werden. Aber müssen sie wirklich so aussehen, wie wir sie kennen? Dieser Artikel schlägt ein alternatives Pattern vor: Ein gemeinsames Formular für Anmeldung und Registrierung.

Wireframeausschnitt: Anmelden und Registrieren auf der Startseite in einem Formular

Donnerstag, 22. Oktober 2009 von Tobias Jordans

Contact form conversions increased 120% when the number of fields was reduced from 11 to 4 (a 64% decrease). Furthermore, the fields removed had no impact on the quality of the conversions.

Aus eine CaseStudy von Imaginary Landscape die LukeW zitiert. Imaginary Landscape hat die Conversion ihres alten Kontakt-Formulars mit 11 Feldern mit ihrem neuen mit 4 Feldern verglichen.

Vergleich der beiden Kontaktformulare von Imaginary Landscape
Vergrößern

Fazit: Wer eine gute Formular-Conversion erreichen möchte, muss den Dialog im Formular so kurz wie möglich halten. Alle zusätzlichen Fragen können gestellt werden – aber erst nachdem das erste Formular abgeschickt ist. Dieses Vorgehen ist aufwändiger, führt aber zu guten Ergebnissen, wie man sieht.

Donnerstag, 15. Oktober 2009 von Marian Steinbach

IE ist klüger, als wir geglaubt haben

Manche halten den Internet Explorer für blöd. Ist er nicht. Der Screenshot beweist es.

Auf www.edeka.de wird gewartet

(Bild klicken zum Vergrößern)

Freitag, 9. Oktober 2009 von Tobias Jordans

Wann können wir Bilder endlich in den Browser pasten?

Peldi Guilizzoni, der Gründer und Entwickler von Balsamiq, beschreibt in seinen letzten Release-Artikel, dass man bald Bilder direkt aus der Zwischenablage in Balsamiq einfügen können wird.

Der Workflow, den er dabei skizziert, ist einfach und gefällt mir gut: Beim Einfügen fragt Balsamiq nach dem Dateinamen, unter dem das Bild gespeichert werden soll und bindet es dann wie jedes andere Bild ein. Ein schneller, einfacher Prozess der normalerweise in Webapplikationen häufig ein weiteres Programm zum Speichern des Fotos oder aber ein Spezialprogramm zum Erstellen des Screenshots bedarf, mindestens aber vieler überflüssiger Klicks beim (meist temporären) Speichern und Löschen der Screenshot-Datei.

Aus Usability-, Protuktivitäts-, und User Experience-Sicht kann hier unstreitbar viel gewonnen werden.

Wie kommt es dann, dass es immer noch keine Lösungen zum Einfügen von Bildern in Webapplikationen gibt? Zum Beispiel beim Schreiben von Artikeln in einem Weblog-Editor, wie ich ihn gerade im WordPress-Backend nutze? Oder in Google Docs und Google Mail.

Neben Balsamiq kenne ich nur Jira (Issue-Tracking-System) als Onlinetool, dass über ein Java-Plugin erlaubt, Bilder direkt aus der Zwischenablage einzufügen. Mich selbst treibt dieser Mangel immer wieder zurück zu Weblog-Editoren wie Blogdesk – Ein Workaround der zunehmend ungeeignet wird, da sich die Weblogsysteme schneller Weiterentwickeln als ihre Schnittstellen und die Software, die darauf aufbaut. Abgesehen davon, dass Tools wie Blogdesk immer nur für genau eine Webapplikation eine Lösung sind.

Es ist schon erstaunlich, dass wir inzwischen Webapplikationen haben, die mit zwei Klicks Screencapture unseres Desktops erstellen, aber Alltagsaufgaben wie »Copy & Paste« von Bildern noch nicht anwenderfreundlich gelöst sind.

Kennt ihr andere Tools, die das Einfügen von Bildern direkt in den Browser ermöglichen?

Wie müsste das Problem aus eurer Sicht gelöst werden? Browsersupport für Image-pasting?

Mittwoch, 7. Oktober 2009 von Marian Steinbach

Performance-Nachteile von No-WWW?

Es ist kein großer Glaubenskrieg, aber doch eine immer wiederkehrende Debatte: Sollten Websites auf die URL http://www.domain.de/ hören, oder sollten Betreiber auf das Präfix »www.« verzichten und einfach http://domain.de/ nutzen?

Bei uxzentrisch.de haben wir uns gegen das www.-Präfix entschieden. Unser Wunsch ist es, möglichst kurze und gut lesbare URLs zu haben. Wir sahen bislang auch keinen Grund, das www-Präfix im Namen der Site zu führen, solange man eine Weiterleitung anbietet, damit Nutzer, die www.uxzentrisch.de in die Adressleiste des Browsers eingeben, ebenfalls ans Ziel kommen.

Denjenigen, die sehr um die Performance (genauer: Ladezeiten) ihrer Website bemüht sind, liefert Yahoo! nun aber doch ein auf den ersten Blick schlüssiges Gegenargument, warum das www-Präfix in der URL geführt werden sollte. Oder sagen wir besser: Warum irgendein Präfix als Hostname geführt werden sollte. Während die Argumentation von Yahoo wie immer sauber ist, würde ich jedoch nicht sagen, dass als Konsequenz jede hochperformante Site das www-Präfix tragen muss.

Aber erst mal zu Yahoos Betrachtungen: Der Knackpunkt sind Cookies. Wer die Site domain.tld betreibt und das www. weglässt , dem bleibt nichts anderes übrig, als die Cookie-Gültigkeit für *.domain.tld einzustellen. Damit werden Cookies unnötigerweise auch an Server gesendet, die z.B. nur zum Ausliefern statischer Inhalte (Bilder, CSS, JavaScript) genutzt werden. Da Cookies mit jedem einzelnen HTTP-Request gesendet werden, kann das bei Sites mit vielen Requests und vielen Cookies schon einen wesentlichen Einfluss auf die Dauer der Requests haben. Ende der Yahoo-Argumentation.

Das gilt natürlich nur, wenn der Server für statische Inhalte den selben Domainnamen trägt wie die Site selbst (also z.B. static.uxzentrisch.de). Wer also auf www. verzichten möchte und einen Server für statische Inhalte betreibt, sollte diesen unter einer Domain betreiben, die nur für diesen Zweck besteht. Das erfordert zwar je Besuch einen zusätzlichen DNS-Lookup (wovon die oben verlinkte Yahoo-Site ebenfalls abrät), dessen Auswirkung dürfte aber in jedem Fall deutlich kleiner sein als die Verzögerung der HTTP-Requests durch unnötige Cookie-Übertragung.

Schön, dass wir uns darüber mal austauschen konnten. :)

Montag, 5. Oktober 2009 von Lutz Schmitt

Archivieren statt einfach nur ein Bookmark setzen

Mein bevorzugter Bookmark-Dienst Diigo hat sich am Wochenende komplett redesignt – und ganz nebenbei dem klassischen Bookmark eine völlig neue Qualität hinzugefügt.

Ab sofort nimmt Diigo eine URL, die man bookmarked, automatisch in den eigenen Cache auf. Obendrein gibt es die Funktion »Snapshot« – Diigo macht auf Wunsch direkt noch einen Screenshot der Webseite und heftet diesen an den Bookmark.

Snapshot-Feature im Bookmarklet

All diese zusätzliche Meta-Daten und Archiv-Quellen stellt Diigo auf einer Meta-Page zur Verfügung. Mit dieser Dienstergänzung bekommen unsere Bookmark-Sammlungen plötzlich eine neue Qualität. Sie sind nicht mehr nur vergängliche Momentaufnahmen, sondern können so wirklich als verlässliche Quellen dienen.

Diigo Meta-Page

Besonders freut mich, dass Diigo es geschafft hat, nicht einfach wie bisher Funktion um Funktion hinzuzufügen und wild aufzutürmen, sondern offensichtlich grundlegend über Sinn und Zweck von Bookmarks nachzudenken – und sinnvoll weiterzuentwickeln.

Freitag, 18. September 2009 von Tobias Jordans

»Not everything that can be counted counts, and not everything that counts can be counted.«

Ein tolles Zitat von Albert Einstein (via Signal-vs-Noise) auf das Brian in den Kommentaren gekonnt mit der Management-Regel »If you can’t measure it, you can’t manage it.« kontert. Ein gutes Gegenargument? Nein, denn wie Martial sehr richtig antwortet, darf man zählen nicht mit messen verwechseln. Man kann vieles messen, wenn man möchte. Auch die Dinge, die zu zählen laut Einstein keinen Sinn machen – welche auch immer das sind :-).

Donnerstag, 17. September 2009 Ein Feature von Lutz Schmitt

Das Web-Duell der Bundeskanzlerkandidaten-Websites

Lutz Schmitt, Autor

Auch uxzentrisch kann sich dem Medien-Duell der Bundeskanzlerkandidaten nicht entziehen und nach dem großen TV-Duell Merkel vs. Steinmeier folgt hier nun das Web-Duell. Welche Website kann überzeugen, was wird geboten, sind Nutzerführung und Inhalte Zielgruppengerecht – kurz, wie sieht die VX (Voter Experience) aus?

Hier geht es also nicht um Inhalte oder Politik und wer die bessere macht, sondern um den natürlichen Anspruch der Websites, die Bundeskanlzlerkandidaten zu repräsentieren und die Frage wie gut sie die Zielgruppe »Deutsche Wahlberechtigte«  addressieren. Immerhin 62,2 Millionen Menschen oder zumindest der Anteil, der im Internet surft.

Mittwoch, 16. September 2009 von Tobias Jordans

»Prämisse heißt in der Logik eine Voraussetzung oder Annahme. Sie ist eine Aussage, aus der eine logische Schlussfolgerung gezogen wird.

Beispiel: Aus „Alle Menschen sind sterblich“ und „Sokrates ist ein Mensch“ folgt „Sokrates ist sterblich“. Die beiden erstgenannten Aussagen sind dabei die Prämissen, die letztgenannte Aussage ist die Konklusion oder Schlussfolgerung."

Wikipedia »Prämisse«. Lateinisch praemissum »das Vorausgeschickte«.

Ein passendes Wort, um strategische Voraussetzungen und Annahmen über Nutzer festzuhalten, anhand derer später ein Konzept überprüft werden kann.  Im Gegensatz beispielsweise zu »Axiom« (Wikipedia), bei dem eine statistische oder mathematische Grundlage als Beweis vorhanden sein muss.