Auch eine Art der Motivation
Warum den Nutzer immer nur mit Lob motivieren? Man kann ja auch mal Fehlverhalten bemängeln und zur Besserung aufforden.
Schön, wenn es dann auch noch in den Gesamtkontext passt, wie hier nachzuempfinden:
www.sowaswillichauch.de
Kommentare-Widget als Balkendiagramm
Ryan Carson auf Twitter:
I really love the design of the ›Most Commented‹ widget on Engadget:
Checkboxen und Radio-Buttons bequem klickbar machen – auch mobil
Ein Klassiker bei Formularen im Web ist es, dass Nutzer gezwungen werden, zur Auswahl einer Checkbox oder eines Radio-Buttons exakt auf die kleine Fläche des Kontrollelements (in der Abbildung rot markiert) zu klicken.
Dabei ist es von vielen Plattformen bekannt, dass bei dieser Anordnung auch die Beschriftung der Checkbox oder des Radio-Buttons anklickbar ist.
Auch HTML gibt uns die Möglichkeit, das entsprechend umzusetzen. Alle modernen Browser interpretieren das <label>-Tag so, dass der Inhalt dieses Tags als Klickfläche dient. Dadurch reicht es meist schon, eine Checkbox bzw. einen Radiobutton einfach in ein Label-Tag zu »verpacken«.
Der Vorteil durch die vergrößerte Klickfläche vergrößert sich, je länger die Beschriftung wird. Das gilt insbesondere dann, wenn Beschriftungen mehrzeilig sind und sich dadurch nicht nur die Breite, sondern auch die Höhe des Klickziels vergrößert.
Wer es noch nicht kennt und gerne auf die wissenschaftliche Ebene wechseln möchte: Hier geht es um Fitt’s Law.
Auf mobilen Geräten mit Touchscreen ist die Größe des Klickziels besonders wichtig, denn dort zeigt der Nutzer nicht mit einem kleinen, spitzen Mauszeiger auf das Kontrollelement, sondern mit dem Finger. Und der ist in der Regel größer als die eigentliche Checkbox bzw. der Radio-Button (»fat finger problem«).
iPhone und Android sehen daher standardmäßig in vor, dass in Formularen genau ein Formularelement pro Zeile steht. Der Nutzer kann die gesamte Zeile antippen und damit ein Element auswählen bzw. aktivieren/deaktivieren. Die nachstehende Abbildung zeigt einen Screenshot von Android 2.1. Links ist der am Gerät angezeigte Zustand zu sehen. Rechts ist die gesamte klickbare Fläsche des Checkbox-Elements hervorgehoben.
Diese Anordnung ist beim iPhone und bei Android – anders als in den Weiten des Web – ziemlich konsequent umgesetzt worden, so dass Ausnahmen hier besonders unerwartet sind.
Eine solche Ausnahme ist die Einstellungen-Seite von Foursquare, die ausgerechnet direkt über den Einstellungen-Dialog aus der Android-Applikation verlinkt wird (foursquare.com/settings).
Wer hier eine Option aktivieren oder deaktivieren möchte, muss – je nach aktuellem Zoom im Browser – ziemlich geschickt sein oder viel Glück haben. Denn die Beschriftungen sind leider nicht als <label> anklickbar. Und um die Schwierigkeit noch etwas zu erhöhen hat man noch zusätzliche Hyperlinks direkt unter die Checkboxen gesetzt (Hype-Thema »Game-Design« in der Formulargestaltung?).
Also: <label> nicht vergessen!
Klickbare Tooltips am Karten-Zoom-Slider
Ein schönes und gut realisiertes Interface-Detail bei maps.ovi.com.
PS: Die langsame Ladezeit ist mein Rechner schuld, der mit Screenr.com ausgelastet war. Und dass man England statt Deutschland sieht beim Zoom aufs Land, liegt daran, dass ich nur einen Teil der sichbaren Karte aufgenommen habe.
Vorher/Nachher: Besseres Blank Slate-Design bei Basecamp
Links der alte, rechts der neue Blank Slate für die Seite »Milestones« in Basecamp. Sehr konsequent aufgeräumt und vereinfacht. Schön.
Via Design Decisions: New Basecamp blank slates.
Und wer mehr über die Idee des Blank-Slates (übersetzt das weiße Blatt Papier) wissen möchte, sollte zu Einen das Kapitel »Blank Slate« im kostenlosen 37signals-Buch »Getting Real« lesen und zum Anderen die beiden uralten Artikel (2003 und 2004) aus ihrem Blog.
Motivation durch Verknappung

Wer hätte das gedacht? Scarcity ist nicht etwa der Titel eines B-Movies über eine Stadt voller Menschen mit Narben. Nein, das Wort bedeutet tatsächlich etwas, nämlich »Mangel« oder »Verknappung«.
Das und mehr kann man erfahren, wenn man sich die aktuelle SpoolCast-Episode mit einem Auszug aus Stephen Andersons Vortrag Designing Seductive Business Apps anhört.
Interessant sind vor allem die Beispiele, die Anderson aufführt, um zu verdeutlichen, wie Verknappung als Motivator eingesetzt werden kann. Dabei mag ein Anwendungsbeispiel aus dem E-Commerce noch sehr naheliegend sein. Dort zeigt Anderson ein Beispiel, wo die Angabe der noch verbleibenden Stückzahl (bzw. ein gelegentliches »Ausverkauft« bei der einen oder anderen Variante) eines Produkts dazu beiträgt, den Nutzer zum Kauf anzuregen.
Weniger naheliegend fand ich allerdings die künstliche Verknappung bei einem Eingabefeld für einen Feedback-Text. Die Macher einer Site (Anderson nennt hier als Namen »Ripple« oder etwas ähnliches) wollen durch Experimente herausgefunden haben, dass sie bei einer Maximallänge von 200 Zeichen qualitativ das beste Feedback bekommen.
So werden Nutzer offenbar dazu angeregt, sich so kurz zu fassen wie möglich (aber nicht kürzer). Anderson stellt in diesem Zusammenhang auch die Behauptung auf, dass bei Twitter gerade die Verknappung auf 140 Zeichen als Motivator funktioniert.
Die gesamte Episode des PodCasts ist nur etwas über 15 Minuten lang. Dazu kann man sich Andersons Beispiele als PDF ansehen.
@rbates: This is the age of CSS3 Gradient Buttons.
http://bit.ly/bZSNge
http://bit.ly/aol7Zn
http://bit.ly/azqdQi
http://bit.ly/cWKdGK
Ryan Bates auf Twitter hat so recht: CSS3 bietet tolle neue Gestaltungsmöglichkeiten. Für mein Freizeitprojekt StayScout nutzen wir die Awesome Buttons. Ich weiß daher aus eigener Erfahrung: Während der ersten Sprints schon mit so einfachen Mitteln hübsche Interfaces bauen zu können, steigert das Nutzerungserlebnis erheblich. So macht agile Konzeption und Entwicklung noch mehr Spaß.
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Letztens meiner Schwester gesagt:
Hey Google hat ein neues Design.
Sie: Seh ich nicht.
Ich: Das Logo und die Buttons.
Sie: Seh ich nicht.
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Gute »Mega Tooltipp« beim Mozilla Testpiloten
Übergroße Primärmenüs kennen wir, übergroße Flyout Menüs auch, und spätestens seit Office 2007 kennt auch jeder übergroße Tooltipps – von Jensen Harris »Super Tooltipps« genannt.
Auch das Mozilla Projekt »Testpilot« macht sich solch übergroße Tooltipps zu Nutze – als Informations-, aber auch als Interaktionsfläche mit Checkboxen und Button.
Diese Form von Tooltipps gibt es erst seit der letzten Version von Testpilot und als Testpilot der ersten Stunde kann ich bestätigen, dass sie die UX des Plugins erheblich verbessern: Die Gestaltung ist reicher und etwas verspielter, was gut zu einer Software für Nutzertests passt, die Interaktion ist auf ein Minimun an Interface reduziert, was ebenfalls gut ins Softwarekonzept eines Browserplugins passt, dass eigentlich gar keine Arbeit machen soll und nicht in Erscheinung treten möchte.


Übrigens: Unabhängig von diesen UI-Details ist Testpilot (@moztestpilot) an sich einen Blick wert! Die Idee von Mozilla, über ein Plugin und freiwillige Nutzer automatisiert Testdaten über die Browsernutzung zusammeln, ist spitze. Und die Ergebnisse, wie beispielweise die Nutzungsstatistik der Verwendung von Menüpunkten im Firefox wirklich interessant. Ein tolles Beispiel für quantiative Forschung zur Interfaceverbesserung. Fazit: Installieren :)
Vortrag »UX+Agile: Low-Fi trifft Hi-Fi« auf der IA Konferenz 2010
Die IA Konferenz 2010 fand diesmal in Köln am 14./15. Mai unter dem Motto »Service.Design.Thinking« statt.
Ich hatte dort die Gelegenheit, über unsere Praxiserfahrungen bei der Entwicklung einer iPhone-Entwicklung zu berichten, bei der wir User-Experience-Methoden mit agiler Softwareentwicklung kombiniert haben. Auch wenn die Folien des Vortrags nicht selbsterklärend sind, will ich sie Euch nicht vorenthalten.
Präsentation bei Slideshare: UX+Agile: Low-Fi trifft Hi-Fi – IA Konferenz 2010
Übrigens: Ich überlege, den Vortrag noch einmal auf dem UXcamp in Berlin Ende Mai anzubieten. Sehen wir uns dort?
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Zum Thema Apple TV: Für mich sieht es nach wie vor nicht so aus, als machte Apple den Versuch, so etwas wie einen Brow
Ein ganz interessanter Artikel steht bei Wired zum Thema Fernbedienung: http://www.wired.com/gadgetlab/2010/09/remot
Hui, das was Apple heute angekündigt hat sollte doch für deine Eltern Passend sein oder Tobias? http://www.apple.c
*Das Problem der Eingabegeräte...* Ich habe die Vermutung, das sich die 'Internet am TV'-Themen erst weiter entwick
Asien geht´s da auch nicht besser :-)