MouseOver > Startseite (Best Practice)
Der Link zur Startseite. Es ist inzwischen allgemein anerkannt und bekannt, dass Nutzer den Link zur Startseite aka Homepage auf dem Firmenlogo oben links in der Website erwarten.
Diese Regel wurde schon 2001 in einer Studie anschaulich visualisiert.
Trotzdem ist es aus Usabilitysicht sinnvoll, in der Nähe des Logos noch einen textlichen Indikator zu platzieren, der die Funktion des Logos als Startseitenlink bestätigt.
Auf der anderen Seite möchte man das aus gestalterischen Gründen ungerne machen.
Amazon, Facebook und Zappos haben eine sehr gute Lösung gefunden um beide Ziele zu vereinen: Sie zeigen die Zusatzinformation nur, solange die Maus über dem Logo ist:
Ein besonderes Lob muss man dabei Amazon und Zappos aussprechen: Sie zeigen diese Effekt auch nur an, wenn man sich auf einer Detailseite befindet. Facebook dagegen lässt den Nutzer auch auf der Homepage zurück auf die Homepage gehen…
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Pageviews vs. the User Experience
Marco Arment ist leitender Entwickler bei tumblr. In seinem Blog hat er eine nette, kleine Polemik (gefunden über Twitter via @se) veröffentlicht. Darin wettert er über die auf News-Seiten gängige Praxis, Artikel auf mehrere Seiten aufzuteilen.
Arment präsentiert dazu ein Beispiel von politico.com, das die Unsinnigkeit dieser Praxis aus Nutzersicht sehr schön darstellt. Den eigentlichen Artikel-Inhalt haben wir eingerahmt, damit man ihn erkennen kann.
Warum wird ein solcher Artikel auf mehrere Seiten aufgeteilt? An der Seitenlänge kann es nicht liegen, und wir wissen, dass Nutzer damit auch kein Problem hätten. Marco Arment schreibt dazu:
»I know you’re double-charging your advertisers for the same story by artificially inflating your pageview count.«
Also ein zusätzlicher Umsatz-Generator für die Online-Medien? Aber auf wessen Kosten?
»But it doesn’t really work as well as you had hoped because only a tiny percentage of viewers will actually read page two. You know that, but you don’t care, because you won’t give up a chance to make a few extra cents. Who cares if it annoys the crap out of that tiny slice of your audience? Who are they, anyway? The people who actually read your content thoroughly instead of skimming the headline and moving on? That can’t possibly be your most important audience segment — they’re just the most involved and attentive. Repeat customers.«
Aus eigener Erfahrung kann ich Arments These bestätigen. Die Notwendigkeit, zum Weiterlesen eines Artikels Blättern zu müssen, ist eine Schwelle. Diese Schwelle übertrete ich in einigen Fällen aus Bequemlichkeit nicht.
Als ZEIT Online im September neu gelauncht wurde, haben – neben mir – zahlreiche Nutzer Feedback gegeben. Was hierbei offenbar häufig gefordert wurde, war die Möglichkeit, Artikel nicht über mehrere Seiten blättern zu müssen, sondern sie auf einer Seite lesen zu können. ZEIT Online ist dieser Bitte nachgekommen, indem eine Funktion »Auf einer Seite lesen« auf jeder Seite oben angeboten wird.
In der Konsequenz werden die Nutzer, die den Artikel ohne Blätter-Klicks bis zum Ende lesen wollen, nun trotzdem gezwungen, einen weiteren Link anzuklicken. Und dieser befindet sich nicht etwa am Ende des Texts (wo man als Leser automatisch landet, wenn man liest), sondern oben (wo man erst wieder hinscrollen muss).
Die Kernfrage, die Marco Arment stellt, ist die: Kann sich eine solche Benachteiligung von Nutzern, die das Angebot nutzen möchten, das der Anbieter so gerne an den Mann bringen möchte, langfristig rechnen?
Aus Sicht der Anzeigenkunden stellt sich noch eine andere Frage: Warum sollten sie für Pageviews zahlen, die von Nutzern nur mit der einen Absicht generiert werden, einen Artikel zuende zu lesen? Wie groß kann die Wahrscheinlichkeit sein, dass genau diese Nutzer sich stattdessen mit einer Anzeige beschäftigen werden?
Solange aber Anzeigenkunden weiter nach Pageviews bezahlen, werden wir Nutzer weiter dazu beitragen müssen, die Zahl derselben künstlich zu maximieren.
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»Die ist nämlich schon aufgeregt«
Echte User reagieren anders als man es erwartet. Fast immer. Beim Design eines Interfaces, ob jetzt visuell, auditiv oder taktil, versuchen wir den Benützer möglichst gut an die Hand zu nehmen. Aber wir können auch damit nerven.
Ein sehr schönes Bespiel, wie Menschen bei der Benützung von Navigationsgeräten reagieren, gibt es bei Spiegel Online.
Navi: »Biegen Sie rechts ab, dann biegen Sie die Zweite rechts ab.«
Proband: »Genau: rechts und rechts.«
Navi: »Biegen Sie rechts ab, dann biegen Sie die Zweite rechts ab.«
Proband: »Machen wir gleich – die ist nämlich schon aufgeregt.«
Besonders gut gefällt mir, dass auch hier wieder mal einem technischen Gerät menschliche Züge verliehen werden. Kein Wunder, das Navi redet ja auch.
So wichtig sind Visualisierungen:
A sketch, no matter how rough, can make the difference between important ideas getting buried in politics or going to production.
Matt Donovan in dem 404uxd-Artikel »Sketch The Right Problem«
The power that a single image has to convey an enormous amount of content is underappreciated in business today. However, the ability to create such a piece that is simple, clear and elegant is a real art.
Chip Saltsman, Vice President, Americas Leader, Capgemini Accelerated Solutions Environment in dem XPLANE-Artikel »Bringing greater value to clients through collaborative services«.
Sneak Peek in die Prozessvisualisierung von xplane
Versucht man komplexe Prozesse zu visualisieren, braucht man dafür viele Skizzen und Iterationen. XPLANE zeigt uns zwei Skizzen (1, 2) die fertige Grafik (3) aus eine Visualisierungsprojekt für Capgemini:
Sehr gerne würde ich jetzt noch Skizzen sehen, die vor dem ersten Bild entstanden sein müssten. Nämlich aus der Phase, in der man noch nicht wirklich weiß, welche visuelle Struktur die passende ist und verschiedene Metaphern durchprobiert.
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»Design is not just what it looks like and feels like.
Design is how it works.«
Steve Jobs, Gefunden in dem Kapitel »UI Design« (PDF) von »Dynamic Taxonomies and Faceted Search«. Via Moritz Stefaner.
Ein schönes Zitat. Einzig das alte Übersetzungproblem der Design-Vokabel im Deutschen bleibt.
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Interface-Pattern: Anmelden und Registrieren über ein gemeinsames Formular
Anmelden und Registrieren. Zwei Interface-Pattern, die täglich tausendfach genutzt werden. Aber müssen sie wirklich so aussehen, wie wir sie kennen? Dieser Artikel schlägt ein alternatives Pattern vor: Ein gemeinsames Formular für Anmeldung und Registrierung.
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Contact form conversions increased 120% when the number of fields was reduced from 11 to 4 (a 64% decrease). Furthermore, the fields removed had no impact on the quality of the conversions.
Aus eine CaseStudy von Imaginary Landscape die LukeW zitiert. Imaginary Landscape hat die Conversion ihres alten Kontakt-Formulars mit 11 Feldern mit ihrem neuen mit 4 Feldern verglichen.
Fazit: Wer eine gute Formular-Conversion erreichen möchte, muss den Dialog im Formular so kurz wie möglich halten. Alle zusätzlichen Fragen können gestellt werden – aber erst nachdem das erste Formular abgeschickt ist. Dieses Vorgehen ist aufwändiger, führt aber zu guten Ergebnissen, wie man sieht.
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IE ist klüger, als wir geglaubt haben
Manche halten den Internet Explorer für blöd. Ist er nicht. Der Screenshot beweist es.
(Bild klicken zum Vergrößern)













Letzte Kommentare
Bei Youtube müsste man eigentlich jede Woche Screenshots machen, so schnell wie sich da das Interface verändert. Wem
Und schon wieder hat sich etwas getan. Zwar nicht direkt am Player, aber an den Funktionen rund um den Player. So sin
Heute hat Zappos begonnen sein visuelles Design zu verbessern. Die Primärnavi ist schon neu. Über alle anderen Themen
OK, hilf mir bitte mal auf die Sprünge. Wie müsste es richtig heißen?
"Den eigentlichen Zweck, mir eine Anfahrtbeschreibung zu liefern, leistet die Darstellung aber nicht" - du hast hier ne