ux·zentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Mittwoch, 11. November 2009 von Martin Gude

»Die ist nämlich schon aufgeregt«

Echte User reagieren anders als man es erwartet. Fast immer. Beim Design eines Interfaces, ob jetzt visuell, auditiv oder taktil, versuchen wir den Benützer möglichst gut an die Hand zu nehmen. Aber wir können auch damit nerven.

Ein sehr schönes Bespiel, wie Menschen bei der Benützung von Navigationsgeräten reagieren, gibt es bei Spiegel Online.

Navi: »Biegen Sie rechts ab, dann biegen Sie die Zweite rechts ab.«

Proband: »Genau: rechts und rechts.«

Navi: »Biegen Sie rechts ab, dann biegen Sie die Zweite rechts ab.«

Proband: »Machen wir gleich – die ist nämlich schon aufgeregt.«

Besonders gut gefällt mir, dass auch hier wieder mal einem technischen Gerät menschliche Züge verliehen werden. Kein Wunder, das Navi redet ja auch.

Montag, 9. November 2009 von Tobias Jordans

So wichtig sind Visualisierungen:

A sketch, no matter how rough, can make the difference between important ideas getting buried in politics or going to production.

Matt Donovan in dem 404uxd-Artikel »Sketch The Right Problem«

The power that a single image has to convey an enormous amount of content is underappreciated in business today. However, the ability to create such a piece that is simple, clear and elegant is a real art.

Chip Saltsman, Vice President, Americas Leader, Capgemini Accelerated Solutions Environment in dem XPLANE-Artikel »Bringing greater value to clients through collaborative services«.

Freitag, 6. November 2009 von Tobias Jordans

Sneak Peek in die Prozessvisualisierung von xplane

Versucht man komplexe Prozesse zu visualisieren, braucht man dafür viele Skizzen und Iterationen. XPLANE zeigt uns zwei Skizzen (1, 2) die fertige Grafik (3) aus eine Visualisierungsprojekt für Capgemini:

xplane capgemini visualisierung - drei bilder von visualisierungsprozess

Sehr gerne würde ich jetzt noch Skizzen sehen, die vor dem ersten Bild entstanden sein müssten. Nämlich aus der Phase, in der man noch nicht wirklich weiß, welche visuelle Struktur die passende ist und verschiedene Metaphern durchprobiert.

Donnerstag, 5. November 2009 von Tobias Jordans

»Design is not just what it looks like and feels like.
Design is how it works.«

Steve Jobs, Gefunden in dem Kapitel »UI Design« (PDF) von »Dynamic Taxonomies and Faceted Search«. Via Moritz Stefaner.

Ein schönes Zitat. Einzig das alte Übersetzungproblem der Design-Vokabel im Deutschen bleibt.

Mittwoch, 4. November 2009 von Marian Steinbach

In eigener Sache: uxzentrisch per E-Mail

Für unsere zahlreichen treuen Leserinnen und Leser, die keinen Artikel auf uxzentrisch verpassen möchten, gibt es nun – neben unserem RSS Feed – eine weitere Möglichkeit, Beiträge zu abonnieren.

Fast rechtzeitig zum 25. Jahrestag der E-Mail in Deutschland, kommt uxzentrisch nun auch in die Inbox.

Den Link zur Anmeldeseite findet Ihr überall hier im Blog in der rechten Spalte.

Kommentare zur User Experience des An-  und gerne auch des Abmeldeprozesses von Google/FeedBurner, die diesen Gratis-Service neben der RSS-Veröffentlichung anbieten, nehmen wir natürlich gerne entgegen.

Dienstag, 3. November 2009 Ein Feature von Tobias Jordans

Interface-Pattern: Anmelden und Registrieren über ein gemeinsames Formular

Autor

Anmelden und Registrieren. Zwei Interface-Pattern, die täglich tausendfach genutzt werden. Aber müssen sie wirklich so aussehen, wie wir sie kennen? Dieser Artikel schlägt ein alternatives Pattern vor: Ein gemeinsames Formular für Anmeldung und Registrierung.

Wireframeausschnitt: Anmelden und Registrieren auf der Startseite in einem Formular

Donnerstag, 22. Oktober 2009 von Tobias Jordans

Contact form conversions increased 120% when the number of fields was reduced from 11 to 4 (a 64% decrease). Furthermore, the fields removed had no impact on the quality of the conversions.

Aus eine CaseStudy von Imaginary Landscape die LukeW zitiert. Imaginary Landscape hat die Conversion ihres alten Kontakt-Formulars mit 11 Feldern mit ihrem neuen mit 4 Feldern verglichen.

Vergleich der beiden Kontaktformulare von Imaginary Landscape
Vergrößern

Fazit: Wer eine gute Formular-Conversion erreichen möchte, muss den Dialog im Formular so kurz wie möglich halten. Alle zusätzlichen Fragen können gestellt werden – aber erst nachdem das erste Formular abgeschickt ist. Dieses Vorgehen ist aufwändiger, führt aber zu guten Ergebnissen, wie man sieht.

Donnerstag, 15. Oktober 2009 von Marian Steinbach

IE ist klüger, als wir geglaubt haben

Manche halten den Internet Explorer für blöd. Ist er nicht. Der Screenshot beweist es.

Auf www.edeka.de wird gewartet

(Bild klicken zum Vergrößern)

Freitag, 9. Oktober 2009 von Tobias Jordans

Wann können wir Bilder endlich in den Browser pasten?

Peldi Guilizzoni, der Gründer und Entwickler von Balsamiq, beschreibt in seinen letzten Release-Artikel, dass man bald Bilder direkt aus der Zwischenablage in Balsamiq einfügen können wird.

Der Workflow, den er dabei skizziert, ist einfach und gefällt mir gut: Beim Einfügen fragt Balsamiq nach dem Dateinamen, unter dem das Bild gespeichert werden soll und bindet es dann wie jedes andere Bild ein. Ein schneller, einfacher Prozess der normalerweise in Webapplikationen häufig ein weiteres Programm zum Speichern des Fotos oder aber ein Spezialprogramm zum Erstellen des Screenshots bedarf, mindestens aber vieler überflüssiger Klicks beim (meist temporären) Speichern und Löschen der Screenshot-Datei.

Aus Usability-, Protuktivitäts-, und User Experience-Sicht kann hier unstreitbar viel gewonnen werden.

Wie kommt es dann, dass es immer noch keine Lösungen zum Einfügen von Bildern in Webapplikationen gibt? Zum Beispiel beim Schreiben von Artikeln in einem Weblog-Editor, wie ich ihn gerade im WordPress-Backend nutze? Oder in Google Docs und Google Mail.

Neben Balsamiq kenne ich nur Jira (Issue-Tracking-System) als Onlinetool, dass über ein Java-Plugin erlaubt, Bilder direkt aus der Zwischenablage einzufügen. Mich selbst treibt dieser Mangel immer wieder zurück zu Weblog-Editoren wie Blogdesk – Ein Workaround der zunehmend ungeeignet wird, da sich die Weblogsysteme schneller Weiterentwickeln als ihre Schnittstellen und die Software, die darauf aufbaut. Abgesehen davon, dass Tools wie Blogdesk immer nur für genau eine Webapplikation eine Lösung sind.

Es ist schon erstaunlich, dass wir inzwischen Webapplikationen haben, die mit zwei Klicks Screencapture unseres Desktops erstellen, aber Alltagsaufgaben wie »Copy & Paste« von Bildern noch nicht anwenderfreundlich gelöst sind.

Kennt ihr andere Tools, die das Einfügen von Bildern direkt in den Browser ermöglichen?

Wie müsste das Problem aus eurer Sicht gelöst werden? Browsersupport für Image-pasting?

Mittwoch, 7. Oktober 2009 von Marian Steinbach

Performance-Nachteile von No-WWW?

Es ist kein großer Glaubenskrieg, aber doch eine immer wiederkehrende Debatte: Sollten Websites auf die URL http://www.domain.de/ hören, oder sollten Betreiber auf das Präfix »www.« verzichten und einfach http://domain.de/ nutzen?

Bei uxzentrisch.de haben wir uns gegen das www.-Präfix entschieden. Unser Wunsch ist es, möglichst kurze und gut lesbare URLs zu haben. Wir sahen bislang auch keinen Grund, das www-Präfix im Namen der Site zu führen, solange man eine Weiterleitung anbietet, damit Nutzer, die www.uxzentrisch.de in die Adressleiste des Browsers eingeben, ebenfalls ans Ziel kommen.

Denjenigen, die sehr um die Performance (genauer: Ladezeiten) ihrer Website bemüht sind, liefert Yahoo! nun aber doch ein auf den ersten Blick schlüssiges Gegenargument, warum das www-Präfix in der URL geführt werden sollte. Oder sagen wir besser: Warum irgendein Präfix als Hostname geführt werden sollte. Während die Argumentation von Yahoo wie immer sauber ist, würde ich jedoch nicht sagen, dass als Konsequenz jede hochperformante Site das www-Präfix tragen muss.

Aber erst mal zu Yahoos Betrachtungen: Der Knackpunkt sind Cookies. Wer die Site domain.tld betreibt und das www. weglässt , dem bleibt nichts anderes übrig, als die Cookie-Gültigkeit für *.domain.tld einzustellen. Damit werden Cookies unnötigerweise auch an Server gesendet, die z.B. nur zum Ausliefern statischer Inhalte (Bilder, CSS, JavaScript) genutzt werden. Da Cookies mit jedem einzelnen HTTP-Request gesendet werden, kann das bei Sites mit vielen Requests und vielen Cookies schon einen wesentlichen Einfluss auf die Dauer der Requests haben. Ende der Yahoo-Argumentation.

Das gilt natürlich nur, wenn der Server für statische Inhalte den selben Domainnamen trägt wie die Site selbst (also z.B. static.uxzentrisch.de). Wer also auf www. verzichten möchte und einen Server für statische Inhalte betreibt, sollte diesen unter einer Domain betreiben, die nur für diesen Zweck besteht. Das erfordert zwar je Besuch einen zusätzlichen DNS-Lookup (wovon die oben verlinkte Yahoo-Site ebenfalls abrät), dessen Auswirkung dürfte aber in jedem Fall deutlich kleiner sein als die Verzögerung der HTTP-Requests durch unnötige Cookie-Übertragung.

Schön, dass wir uns darüber mal austauschen konnten. :)