Besuchte Hyperlinks: Ein Jahr danach
Vor rund einem Jahr hat Marian hier bei uxzentrisch den Artikel Besuchte Hyperlinks – Theorie vs. Praxis veröffentlicht und darin festgestellt, dass nur sehr wenige (deutsche) Websites besuchte Hyperlinks anders darstellen als nicht besuchte Links. Welche Probleme das mit sich bringt, wurde im ursprünglichen Artikel ausführlicher beleuchtet.
Vor einem Jahr war Yahoo! unter den 20 meistbesuchten Webseiten Deutschlands die einzige Ausnahme, bei der – zumindest in Teilen – besuchte Hyperlinks als solche zu erkennen waren. Nun, ein Jahr später, haben wir eine neue Bestandsaufnahme gemacht. Dabei haben wir die 50 deutschen Sites mit den meisten Besuchen (nach IVW-Ausweisung) und international die 50 meist besuchten Sites (nach Alexa) betrachtet.
Das Ergebnis: Unter den deutschen Sites hat sich nach einem weiteren Jahr praktisch nichts verändert. Gerade einmal 3 von 50 Sites nutzten die Möglichkeit, besuchte Links zu kennzeichnen. Das sind yahoo.de , heise.de und ciao.de.
Bei den internationalen TOP 50 sieht das schon anders aus. Die nachstehende Tabelle zeigt alle Sites, bei denen wir besuchte Hyperlinks von anderen Links unterscheiden konnten. Die komplette Liste ist als Google-Docs-Tabelle einsehbar.
Hier zeigt sich, dass auch ein weiteres Jahr später immer noch der Großteil die Vorteile von gekennzeichneten Links vernachlässigen.
Im Verhältnis zu internationalen Webseiten stehen die Deutschen wesentlich schlechter dar.
Die zweite Tabelle zeigt die 50 meistbesuchten internationalen Webseiten. Hierbei kristallisiert sich ein ganz anderes Bild heraus. Berücksichtigen wir die Doppelnennungen von google mit unterschiedlichen Domainendungen (google kommt 10. mal vor), und zählen diese nur einmal auf, so kennzeichnen immer noch 15 von 40 unterschiedlichen Webseiten besuchte Links aus.
| Rang | Site | Kennzeichnung besuchter Hyperlinks |
| 1. | google.com | ja |
| 3. | yahoo | ja |
| 5. | live.com | ja |
| 6. | wikipedia | ja |
| 8. | baidu | ja |
| 9. | msn | teilweise |
| 11. | yahoo.co.jp | ja |
| 13. | google.co.in | ja |
| 14. | google.cn | ja |
| 15. | sina.com.cn | ja |
| 16. | google.de | ja |
| 17. | wordpress | ja |
| 19. | microsoft | teilweise |
| 21. | google.co.uk | ja |
| 23. | bing | ja |
| 24. | ebay.com | ja |
| 25. | google.fr | ja |
| 27. | yandex.ru | ja |
| 28. | google.co.jp | ja |
| 30. | google.com.br | ja |
| 31. | flickr | ja |
| 34. | rapidshare.com | ja |
| 35.. | craigslist.org | ja |
| 36. | google.it | ja |
| 39. | google.es | ja |
| 40. | soso.com | ja |
| 43. | imdb.com | ja |
| 47. | bbc.co.uk | teilweise |
| 50. | google.com.mx | ja |
Hierbei kristallisiert sich ein ganz anderes Bild heraus. Zur Recherchezeit waren 2 Seiten offline. Berücksichtigen wir zudem die Doppelnennungen von google (11. mal) und yahoo (2. mal) mit unterschiedlichen Domainendungen, und zählen diese nur einmal auf, so kennzeichnen immer noch 16 von 35 unterschiedlichen Webseiten besuchte Links aus.
Jetzt stellt sich mir die Frage, warum der Unterschied zwischen deutschen und internationalen Seiten so groß ist? Hinken deutsche Seiten den internationalen hinterher? Oder sind deutsche Webseiten ein Vorreiter für diese Tendenz?
Auch nächstes Jahr werden wir wieder überprüfen, ob die Deutschen sich dann (zumindest bei diesem Detail) mehr um Usability bemühen. Es bleibt spannend!
Kommentieren (2 Kommentare)
IA Konferenz Programm als iCal-Kalender
Wie viele andere Teilnehmer freuen wir uns auf die IA-Konferenz hier in Köln, direkt vor unserer Haustür. Und wie viele andere auch stehen wir vor der Qual der Wahl, welche Sessions wir uns ansehen werden. Zwei parallele Tracks machen die Entscheidung in vielen Fällen schwer.
Um das Programm handlich mit uns herum tragen zu können, haben wir alle Termine von Freitag (14.5.) und Samstag (15.5.) in einen Google Kalender eingetragen. So können Nutzer von iPhones, Androiden und anderen mobilen Geräten auch zwischendurch mal eben die nächsten Termine einsehen.
Das beste daran: Der Kalender ist öffentlich.
Ihr könnt über die folgenden Links darauf zugreifen:
- Download im iCal-Format – z.B. zum Import aufs iPhone oder in Outlook
- Ansehen im Browser – dort gibt es auch eine Funktion »Hinzufügen zu Google Calendar«.
Wer Google Calendar in Verbindung mit Android nutzt, muss den Kalender nur zu Google Calendar hinzufügen.
Übrigens: uxzentrisch-Autor Niels Anhalt ist am ersten Konferenztag mit einem Vortrag vertreten. Der Titel: »UX+Agile – Low-Fi trifft Hi-Fi. Neue Chancen für optimierte User Experience.«
Wir freuen uns auf spannende Sessions und regen Austausch!
Der freundliche Tipp von Facebook für Dauernutzer
Eigentlich nutze ich Facebook nicht häufig. Zumindest nicht privat, aber beruflich treibt es mich aktuell mehrmals täglich zu Facebook. Das hat auch Facebook gemerkt und mir gerade folgenden Tipp auf meine Seite eingeblendet:

Sehr freundlich von Facebook und für viele sicherlich nützlich. Jetzt möchte ich nur noch zu gerne wissen, wieviele tausende, millionen Menschen dem Tipp gefolgt sind – und welche Auswirkung das auf den von Facebook gerne zitierten Wert von etwa 50% der aktiven Nutzer hat, die sich täglich einloggen.
Kommentieren (4 Kommentare)
Effort and ingenuity invested in zero search results pages is the overall indicative factor for dedication to the customer’s success.
Greg Nudelman will damit sagen: Zeig mir dein Null-Treffer-Suchergebnis, und ich sage dir, wie kundenorientiert du wirklich bist. Ein plakatives Statement, das wie Musik in meinen Ohren klingt.
Das Zitat stammt aus Gregs Vortrag »Design Caffeine for Search and Browse UI« beim diesjährigen IA Summit. Eine Audio-Aufzeichnung davon gibt es bei Boxes and Arrows.
Interface-Sprache: »Kick Out«

Aus unserer Kategorie: Sprache im Interface.
Ein Fundstück aus dem Dropbox-Interface. »Kick out« heißt der Button, der damit treffend ausdrückt »Diesem Nutzer den Zugriff auf diesen gemeinsamen Ordner entziehen, alle Rechte und Dateien löschen.«
First and foremost, we believe that speed is more than a feature. Speed is the most important feature. If your application is slow, people won’t use it. I see this more with mainstream users than I do with power users. I think that power users sometimes have a bit of sympathetic eye to the challenges of building really fast web apps, and maybe they’re willing to live with it, but when I look at my wife and kids, they’re my mainstream view of the world. If something is slow, they’re just gone.
We think that the application has to be fast, and if it’s not, you can see what happens. We have every single one of our portfolio company services on Pingdom, and we take a look at that every week. When we see some of our portfolio company’s applications getting bogged down, we also note that they don’t grow as quickly. There is real empirical evidence that substantiates the fact that speed is more than a feature. It’s a requirement.
Fred Wilson in seinem Vortrag February 2010 auf der Future of Web Apps Miami Konferenz
Kommentieren (3 Kommentare)
Performance ist Ranking-Kriterium bei Google
Seit vergangenem Freitag hat die Performance, mit ein paar Einschränkungen, Einfluss auf die Positionierung im Google Suchergebnis. So steht es in einem Artikel im Google Webmaster Blog. Damit gibt Google den Spekulationen recht, die man selbst im letzten Jahr genährt hat.
Aus User-Experience-Sicht sind das hervorragende Neuigkeiten, denn nun gibt es ein gewichtiges Argument mehr für die Optimierung der Ladezeiten.
Zu den Einschränkungen gehört, dass die Änderungen am Ranking bisher nur bei der englischsprachigen Suche auf google.com wirksam sind.
Der Google Blogpost erwähnt auch ein paar Tools (unter anderem Webpagetest.org), über die wir hier bei uxzentrisch auch geschrieben haben. Mehr dazu hier:
Kommentieren (2 Kommentare)
Von einem Bär aufgefuttert… (Last.fm-Fehlermeldung)
Eine (Fehler)Meldung bei Last.fm für scheinbar inaktive Nutzer.
Die Geschäftssicht von Last.fm, dass man Traffikkosten sparen möchte bei ungehörten Radios kann ich ja verstehen. Und dass man diesen krassen Einschnitt in das Hörerlebnis der Nutzer (automatisches Pausieren) nett zu verpacken versucht, finde ich auch super.
Jetzt wäre es aber noch gut, wenn Last.fm auch die letzte Meile gegangen wäre und a) eine Metapher gewählt hätte, die auch trägt (Bis ich wieder zurück bin aus dem Magen des Bären? Naja…) und b) eine ordentliche deutsche Übersetzung genutzt worden wäre.
Trotzdem: Schön gemacht, Lastfm!
Kommentieren (1 Kommentar)





Letzte Kommentare
Zum Thema Apple TV: Für mich sieht es nach wie vor nicht so aus, als machte Apple den Versuch, so etwas wie einen Brow
Ein ganz interessanter Artikel steht bei Wired zum Thema Fernbedienung: http://www.wired.com/gadgetlab/2010/09/remot
Hui, das was Apple heute angekündigt hat sollte doch für deine Eltern Passend sein oder Tobias? http://www.apple.c
*Das Problem der Eingabegeräte...* Ich habe die Vermutung, das sich die 'Internet am TV'-Themen erst weiter entwick
Asien geht´s da auch nicht besser :-)