uxzentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Das gesamte Web mit zwei Unicode Zeichen referenzieren.

9m.no

Mit zwei Unicode Zeichen 3.748.990.441 URLs referenzieren. Mit drei Unicode Zeichen 229.546.935.711.989. Das ist was der URL Shortener http://9m.no macht. Schon mit zwei Unicode Zeichen sind das mehr Kombinationen, als die Anzahl der heute indexierten 2.21 Milliarden URLs.

Ob Menschen auch gerne auf Links klicken, deren Zeichen sie nicht lesen können, sei mal dahingestellt. Der Initiator @ehamberg sagt dazu auf der About Seite, dass das Konzept nicht »kugelsicher« ist. Aber der Ansatz ist pfiffig.

Sharing Trello makes Taco happy

Trello, eine Aufgabenverwaltung für Einzelpersonen und Teams mit Freemium-Modell, bringt mich mit seinem motivierenden Empfehlungsmarketing zum Schmunzeln. uxzentrisch-Leser der ersten Stunde wissen, dass ich für solche Winke mit dem Zaunpfahl anfällig bin.
keine Innovation an sich: Für jeden neuen Nutzer, den ich auf die Plattform hole, soll ich einen gratis-Monat im Premium-Modus bekommen. Um danach dann natürlich nicht mehr auf die Premium-Funktionen verzichten zu können. So hat es auch XING (seinerzeit
Dabei ist der eigentliche Mechanismus, mit dem Trello mich dazu bringen will, den Dienst weiter zu empfehlen, ganz einfach und noch Open Business Club) einst erfolgreich geschafft, mich dazu zu bringen, beinahe mein ganzes Adressbuch hochzuladen.

Das eigentlich netteste Detail gibt es ganz unten.

 

Trello Recommendation Screenshot

 

Ist das nicht niedlich? Wer könnte da widerstehen? Also, mach Taco glücklich und teste Trello :)

Das Gesetz der Nähe oder die UX-Schwäche meines DVD-Players

Das von der Gestaltpsychologie formulierte Gesetz der Nähe besagt: „Elemente mit geringen Abständen zueinander werden als zusammengehörig wahrgenommen.“

Dieses Gesetz fand ich eindrucksvoll bestätigt, als ich meinen DVD-Player zum fünften Mal versehentlich ausgeschaltet habe, anstatt die Schublade zum Wechseln der DVD zu öffnen. Der Grund für meine „Fehlleistung“: Der Hersteller hat den Power-Knopf direkt neben die Schublade gesetzt, während die Open/Close-Taste sich weitest möglich entfernt befindet.

dvd-player

Da tröstet es nur wenig, dass sich der DVD-Player beim Ausschalten freundlich mit einem „BYE“ auf dem Display verabschiedet …

 

Wie New York City mit Rapid Prototyping seine Straßen optimiert

»Rapid Prototyping« und »Data Driven« sind wichtige Schlagworte in unserem Konzeptalltag. Gleichzeitig ist ihr Vorteil nicht leicht zu vermitteln. Ich freue mich daher immer wieder, wenn ich gute Beispiele finde, die als Geschichte das Schlagwort mit Leben füllen.

Dieser TED Talk erzählt eine solche Geschichte: In New York City wurden in den letzten Jahren viele Straßen verändert. Mehr Fußgängerzonen (Times Square), mehr Fahrradwege, mehr Bus-Spuren. Erfolgreich ist das Programm, weil es mutig ausprobiert, ob eine Idee einen positiven Effekt hat und dann datenbasiert überprüft, ob die vermuteten Verbesserungen tatsächlich erzielt wurden.

So wurden beispielsweise Straßenabschnitte mit grüner Farbe überstrichen und mit Pflanzenkübeln abgegrenzt, um sie provisorisch als Fußgängerzone auszuzeichnen. Nachdem z.B. die Verkaufszahlen der lokalen Geschäfte bewiesen haben, dass die Maßnahme sinnvoll ist, kann dann in Ruhe eine langfristige Lösung umgesetzt werden.

Zehn Minuten, die gut investiert sind:

Data-driven UX–Erkenntnisse für eine bessere UX aus Web Analytics Daten ableiten

Nach Definition der Web Analytics Association umfasst Web Analytics die Messung, Sammlung, Analyse und das Reporting von Internetdaten zum Zweck des Verständnisses und der Optimierung der Web Nutzung. Ein Web Analytics Tool, das Daten misst und sammelt, wie das kostenlose Google Analytics, ist heutzutage fester Bestandteil fast aller Webprojekte. Meiner Erfahrung nach finden die beiden weiteren Punkte, die Analyse und das Reporting sowie eine Optimierung auf Basis dieser Daten weitaus weniger Beachtung. Web Analytics liegt in den meisten Unternehmen in der Verantwortung der Marketingabteilung und ist dort nur eine Aufgabe von vielen. Dabei lässt sich auf Basis der Daten nicht nur der Erfolg von Marketingmaßnahmen bewerten, sondern auch wichtige Erkenntnisse für eine bessere User Experience gewinnen.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich beide Disziplinen deutlich. Wie Louis Rosenfeld in dem Buch „Search Analytics for Your Site“ zusammenfasst, konzentriert sich Web Analytics auf quantitative Zahlen. Der Fokus liegt auf Unternehmenszielen, es werden Benchmarks gesetzt und die Entwicklung der Zahlen über die Zeit beobachtet. User Experience hingegen ist in der Regel an qualitativen Daten mit einem Fokus auf den tief verwurzelten Werten und der Motivation der Benutzer interessiert.

Über den Standard Tracking Code hinaus bietet Google Analytics zahlreiche Möglichkeiten, weitere Daten zu erfassen. Die folgenden drei Beispiele zeigen exemplarisch Ideen, wie das Tool zur Verbesserung der User Experience genutzt werden kann.

Wonach suchen Ihre Benutzer?

Wenn Sie ein Suchfeld auf Ihrer Website anbieten, erfordert das Tracking dieser Suche in der Regel nur eine kleine Änderung in den Profileinstellungen,

Nahtlose Registrierung bei Meetup

Bei Webdiensten kommen wir um die Registrierung per E-Mail nicht drum herum. Der Bestätigungsprozess bei »Meetup« wurde wunderbar gelöst.

Das pfiffige war die Erkennung des E-Mail Providers. Nach Eingabe der notwendigen Daten und ein paar optionaler Infos, wird man direkt zum eigenen E-Mail Provider geschickt. In meinem gescreenshoteten Fall »Gmail«. Die Erkennung wird sicher nur bei den großen E-Mail Providern funktionieren. Mit knapp 1 Mrd. Nutzern keine kleine Zahl von potentiellen Anwendern, die die Anmeldung so sicherlich schneller bestätigen.

 

Facebook oder E-Mail?

Die notwendigen Daten

Branded Interactions – Digitale Markenerlebnisse planen und gestalten

Lehrbuch, Schmöcker, Nachschlagewerk

Dieses Buch riecht gut. Und es ist schön. Marko Spieß tritt mit Ziel an, eine Lücke in der Fachliteratur zu schließen. Während Fachbücher über Marke das Interaction Design vernachlässigen, fehlt in der Literatur über Interaktive Medien das Bewusstsein für Markenkommunikation. Dass beides im Projektgeschäft mit Markenkunden unabdingbar ist, erlebte Marco Spieß als UX Designer und Berater. Trotz seiner Tätigkeit als Geschäftsführer von think moto, einer Berliner Digital-Strategieberatung, fand er die Zeit, uns dieses Buch zu schenken.

Prozess

 

Quelle: Marco Spieß, Branded Interactions, Seite 9

 

Das Buch richtet sich an alle, die sich mit User Experience und Visual Design beschäftigen, sowohl Graphical- als auch Functional Designer, Profis und Einsteiger. Spieß stellt die neue Disziplin des Branded Interaction Designs vor, die sich der Leser Schritt für Schritt, Methode für Methode anlesen kann. Artefakte aus der Praxis, Case Studies und Interviews lockern das Buch auf und machen es interessant für Querleser. Auch als Nachschlagewerk passt das Buch in jede Agentur.

Albert Einstein: “Any fool can make things bigger, more complex, and more violent. It takes a touch of genius – and a lot of courage – to move in the opposite direction.”

Tipps zur sicheren Passwortvergabe

Statt dem Nutzer vorzuschreiben, wie er sein Passwort sicher zu gestalten hat, gibt ebay lediglich nützliche Tipps. Diese erscheinen als Tooltip, sobald man in das Passwortfeld klickt.

Screenshot - 04.07

when neither their property nor their honor is touched, the majority of men live content – niccolò machiavelli

Machiavelli sagt: »Wenn man Eigentum oder Ehre der Menschen nicht antastet, sind die Menschen zufrieden und begehren nicht auf«. Daniel G. Siegel schließt daraus das Menschen bei Feature Änderungen aufbegehren, weil Ihr »Eigentum« angetastet wird. Gefunden in Daniel G. Siegel’s Artikel on why removing features makes people unhappy