uxzentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

The first thing we ask is, what do we want people to feel?

Apple hat dieses Video zu Beginn ihrer iOS7-Keynote vorgespielt. Ein Statement für ihre Marke, ihre Post-Steve-Zeit, ihren neuen-alten Designstil. Und genauso war es bei mir auch gedanklich abgelegt. Das ändert sich gerade: Immer häufiger denke ich an diesen Satz, wenn ich einen Konzeptscreen erstelle. Welche Emotion soll unsere Login-Seite auslösen? – Eine spannende Frage, die mir hilft meine Überlegungen gleichmäßiger zwischen Usability/Basisfunktionen und Ästhetik/Interaktion/Emotion zu verteilen.

Es schadet natürlich auch nicht, dass das Video extrem schön gemacht ist :-).

CharlieZap – Sympathische Maintenance Grafik

DownforMaintenance_CharlieZap
Atlassian hatte vor einigen Tagen eine Wartung der Server. Die Maintenance-Grafik ist klasse. Ich finde es beispielhaft wie Atlassian es schafft, in seinen mittlerweile zahlreichen Tools, eine derart konsistente Designsprache durchzusetzen. In ihrem Blogpost »Making Atlasian Design Guidelines« kann man einen Einblick gewinnen.

Barrierefreiheit für alle!

Barrierefreiheit im Web ist nicht nur ein Thema für Menschen mit Behinderungen. Im Gegenteil, Barrieren beeinträchtigen das Nutzungserlebnis aller Webnutzer. Es ist also eine zentrale Aufgabe für uns UX-Leute, Barrieren zu beseitigen. Dieser Artikel gibt Tipps, wie man Barrieren erkennt. Zum Beispiel einfach die Perspektive von Menschen mit Behinderungen einnehmen.

User Centered Design und Barrierefreiheit

Viele Personas gleichen Models aus der Werbung. Sie repräsentieren eine Zielgruppe und sehen dabei gut aus. Personas mit Behinderungen kommen in der Regel nicht vor, da Menschen mit Behinderungen selten explizit als Zielgruppe definiert sind. Eigentlich seltsam, denn nur ca. 40% (!) der Deutschen werden als normalsichtig eingestuft. Dennoch taucht das Thema Barrierefreiheit in Konzepten meist nur als allgemeine oder technische Anforderung auf. Barrierefreiheit ist jedoch keine zusätzliche Funktionalität, sondern vielmehr die Königsklasse der UX. Ich behaupte, dass sehr gute Websites automatisch barrierearm sind – und umgekehrt.

Nutzen wir also die Chance und schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe. Eine Fokussierung auf Menschen mit Behinderungen schärft den Blick für grundlegende Qualitäten einer Website. Nichts anderes beschreiben die vier Grundprinzipien der »Web Content Accessibility Guidelines« WCAG, die seit 2008 die Maßstäbe für Barrierefreiheit wie folgt definieren:

  • Prinzip 1: Wahrnehmbar
    Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.
  • Prinzip 2: Bedienbar
    Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.

Map Marker Madness – How to put 10.000 Pins on a Map (UX Camp Europe 2013-Talk)

This is the talk I gave on this years' UX Camp Europe. If you visited my talk, this will probably be helpful to remember what we discussed. For everyone else: Sorry, the content is not optimized for you :-).

Some Context: At betterplace.org we have to show more than 10.000 Elements on our maps – desktop, mobile and iOS. This talk discusses some of the solutions that we implemented and some that were not the right fit for us (but might be for you).

Here are the most important links:

Im Gespräch mit dem Interface

Täglich kommunizieren wir mit Interfaces. Wir klicken Buttons, folgen Links, nehmen Informationen auf, geben Texte ein. Die Benutzeroberflächen der Geräte sind die „Gesichter“ der abstrakten technischen Systeme, mit denen wir uns unterhalten.
Doch wie sehr gleicht die Interaktion zwischen Nutzer und Interfaces von Websites, Apps und Software, die wir nutzen und konzipieren, tatsächlich einem Gespräch? Viel zu selten, meint UX-Berater Stephen P. Anderson.

Unterhaltung mit einem Formular

Anderson transkribiert seinen Versuch, eine Eingabe in ein Formularfeld zu machen, in einen Dialog, und führt so die Schwierigkeiten dieser Unterhaltung vor. Inhaltlich geht es dabei um die scheinbar einfache Frage, wie viele Teilnehmer zu einem Workshop zu erwarten sind:

Transkription der "Unterhaltung" mit einem Formular
Quelle: http://uxmas.com/2012/ux-design-role-playing-and-micromoments

Das Beispiel zeigt zum einen, dass Formulare auf der textlichen Ebene häufig ausgesprochen unhöflich sind.

Chrome weiß dass du was verbergen willst

Bildschirmfoto 2013-05-19 um 17.51.28Ich hatte letztes Mal Probleme mit Cache und Cookies und musste diese mehrmals löschen. Beim dritten oder vierten Mal erschien dann dieser Geheimtipp in den Chrome Einstellungen. Sehr pfiffig.

Macht und Verantwortung der visuellen Überzeugungskraft

»Hier fehlt noch so eine Zweipixellinie … und dieses Element sollte eher wie eingestanzt aussehen … an dieser Stelle stimmen die Proportionen nicht …«

… – so, oder so ähnlich hat fast jeder Gestalter, Konzepter und Entwickler schon Gespräche erleben dürfen. Wir diskutieren über Details, vertiefen uns in visuelle Sprachwelten – deren Bedeutungen sicherlich kontrovers diskutabel sind – während der Enthusiasmus für Funktionalitäten, Nutzerbedürfnisse und mentale Modelle auf der Strecke bleibt. Aber warum stellt uns die visuelle Überzeugungskraft eher zufrieden, als der Blick auf eine abstrakte, aber gute Idee? Und, sofern sich diese Annahme bewahrheitet, warum liegt in ihr zugleich eine Gefahr?

Physische Attraktivität

Physische Attraktivität und die Zuordnung von Attributen

Welcher Peson ordnen Sie positivere Attribute zu? (Quelle: complex.com)

Ja, wir lassen uns leicht von Visuellem beeindrucken. Warum sonst schauen wir attraktiven Menschen hinterher?

The type of work you make, is the work you’ll get hired to do. Good idea to love the work you’re making.

Joshua Davis am 3.4.2013 auf Instagram (@praystation) – Auf der Typo 2012 präsentiert Joshua eine Stunde lang Beispiele dafür, wie er dieses Mantra in seinem Alltag verwirklicht.

Vier Standard Flow-Charts: Registrierung, Login, Passwort & Newsletter

Immer wieder konzipiere ich Projekte, für die ein nutzerspezifischer Bereich oder ein Newsletter-Abonnement vorgesehen sind. Beim nutzerspezifischen Bereich gehen Funktionen wie Registrieren, Anmelden und Passwort zurücksetzten einher. Beim Newsletter-Abonnement gibt es die Funktion sich an- und wieder abzumelden. All diese Funktionen haben eines gemeinsam – Die Abfrage der E-Mail-Adresse.
Während den Klickstrecken können unterschiedlichste Fehlerzustände auftreten.
Die Prozesse, die hinter den einzelnen Funktionen stecken, unterscheiden sich meistens kaum zwischen den unterschiedlichen Projekten. So muss beispielsweise das Double-Opt-In-Verfahren bei der Newsletter-Anmeldung immer angewendet werden.

Einmal angelegt und immer wieder verwendet spart man viel Zeit und übersieht keine möglichen Use Cases, die Fehler verursachen könnten. Wie die Flow-Charts aussehen, seht ihr im unteren Bild, welches ihr gerne teilen dürft.

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Passt eine Schreibmaschinentastatur in ein Smartphone?

Mit den Touch Geräten haben wir die Möglichkeit das Konzept der Tastatur neu zu denken sind bisher aber bei der altbewährten Schreibmaschinentastatur geblieben bzw. zu ihr zurückgekehrt. Minuum hinterfragt diesen Standard und präsentiert ein durchaus interessantes Konzept. Die »Tastatur« von Miniuum ist nur noch eine einzige Zeile von Buchstaben, bei der man die Buchstaben beim Tippen nicht ganz so präzise treffen muss.

Die Tastatur in der Historie

Die Tastatur am Computer ist zwar alt, funktioniert aber immer noch gut. In der Vergangenheit gab es immer wieder Versuche die Tastatur zu verbessern. Angefangen beim Dworak Tastaturlayout, das das Ziel hatte schneller und weniger fehleranfällig zu sein, bis hin zum ergonomisch gebauten Microsoft Natural Keyboard. Die genannten Ansätze, auch wenn Sie verschiedenartige Problem lösen wollten, konnten sich nie gegen das alte QWERTY Tastaturlayout durchsetzen. Zu verbreitet, zu gelernt war die alte Schreibmaschine. Und zu klein waren die Vorteile, als dass sie sich in der Masse durchsetzen konnten.

Die Tastatur der Handys

Mit der Verbreitung der Handys in den 90er Jahren wurde mit der Telefontastatur ein neues Tastenlayout Teil eines Massenproduktes. Für das Schreiben von Kurznachrichten reichte die 12-Tasten-Tastatur erstmal aus. Später erfand man dann T9 – Text on 9 keys. Die Technologie brachte gegenüber der alten Eingabe auf Handys einen solchen Vorteil, dass es nicht lange auf sich warten lies, bis die Technologie zur Handystandardausstattung gehörte.
Mit der Einführung der Touch-Smartphones wurde die 12-Tasten-Tastatur aber wieder abgeschafft. Man behielt zwar den Ansatz von T9 durch Autocomplete aufrecht, klammerte sich aber wieder an die Schreibmaschine.

Mehr Screen auf dem Smartphone

Minuums hinterfragt das Full-Feature-Keyboard und reduziert es auf eine einzige Zeile. Im Prinzip ist es die T9-Technologie gepaart mit einem auf eine Zeile geschrumpften QWERTY Keyboard. Der klare Vorteil ist hier: Viel mehr Platz auf dem Screen. Die Ansätze von Swype, Swiftkey oder BlackBerry sind sicher Verbesserungen für das Tippen an sich, basieren aber auf dem alten dreizeiligen Schreibmaschinenlayout. Minuum schafft es sich von diesem Konzept zu lösen und präsentiert einen neuartigen Ansatz. Ich bin wirklich darauf gespannt Minuums Tastatur live zu erleben. Aus der Ferne betrachtet ist es jedenfalls ein starkes Konzept. Wenn das Eingabeergebnis stimmt kann diese Tastatur zu einem neuen Standard werden. Unterstützen kann man Miniuum auf der Crowdsourcing Plattform Indiegogo.

Es ist immer wieder erfrischend wenn man Menschen sieht die Standards hinterfragen und neuartige Lösungen präsentieren. Think Different sollte unsere Devise sein.

Was meint ihr? Kann sich solch eine »Tastatur« durchsetzen oder kennt ihr andere ebenso radikale Ansätze?