Der Führer hat Geburtstag – und das wollt ihr feiern?
Da war ich ganz schön erschreckt, als ich diesen E-Mail Betreff des Shopping Clubs Private Outlet gelesen habe: »Geburtstag des Führers: KOSTENLOSE LIEFERUNG 4 Tage lang!« Ich kann mich nicht dagegen wehren, bei diesem Betreff an den 20. April (Hitlers Geburtstag) zu denken.
Die große Frage, die bei mir immer noch offen bleibt, ist: wer ist dieser »Führer« überhaupt. Ich habe leider weder in der E-Mail, noch auf der Private Outlet Website irgendeinen Hinweis dazu gefunden. Das einzige was die E-Mail bei mir erreicht hat, ist ein Unwohlsein in der Magengegend.
OK, Private Outlet ist ein französisches Unternehmen und betreibt seinen Shop aus Frankreich. Dieser Fauxpas zeigt aber sehr deutlich, wie wichtig es ist, beim Texten alle Konnotationen – und bestenfalls die Hauptbedeutung – eines Ausdrucks zu kennen. Dies kann eigentlich nur durch Muttersprachler – oder zumindest sehr sichere Sprecher – gewährleistet werden. Jemand, der einmal die Sprache gelernt hat, ganz zu schweigen von einem Dienst wie Google Translate reichen da in gar keinem Fall aus.
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Detailverliebt: Ups, falsches Medium eingelegt
Vor einigen Tagen wollte ich mit iTunes eine Audio-CD brennen. Statt des CD-Rohlings habe ich versehentlich einen DVD-Rohling eingelegt. Prompt kam diese Warnmeldung. Ich weiß nicht ob das Standard ist, jedenfalls ist es mir positiv aufgefallen. Also Danke iTunes :)
Szenarien und Featurematrix als Evaluationsmethode im User Centered Design
Wenn wir ein neues Websiteprojekt beginnen, stellt sich bald eine zentrale Frage: Welche neuen Funktionen und Inhalte soll die Website beinhalten?
Die Frage an sich ist scheinbar banal, ihre saubere Beantwortung aber entscheidend für ein erfolgreiches Projekt im Spannungsdreieck zwischen (a) Wünschen, Vorstellungen und politischen Notwendigkeiten einer Firma, (b) mehr oder minder bekannten Nutzerbedürfnissen und (c) technischen und budgetären Möglichkeiten.
Die Gefahr: Schnell erhällt man – beispielsweise durch Brainstormings – einen unüberschaubaren und nicht aufeinander abgestmmten Feature-Wusts. Um aus dieser Falle zu entkommen, brauchen wir Methoden, um Feature-Ideen zu bewerten und auszuwählen. Unter anderem der Besuch des UX-Intensive-Workshops regte mich an, eine einfache und greifbare Herleitung von Featurn zu entwickeln. Ich nenne diese Methode Featurematrix.
Welche Ziele hat diese User Experience Methode?
- Features sammeln
- Herausfinden, ob ein Feature Sinn macht für Nutzer und Firma
- Während der Aufwandsschätzung kontrollieren, ob weiterhin alle Nutzerbedürfnisse gedeckt sind
Schritt 1: Basis für Features: Empathie gewinnen durch Customer Life Cycle, Personas und Szenarios
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Detailverliebt: Suchfunktion in den Einstellungen von Google Chrome
Google Chrome 10 Beta ist da. Zu den Neuerungen gehört, dass die Einstellungen nun als Browser-Tab geöffnet werden. Und darin gibt es nun auch eine Suchfunktion, die unsere detailverliebte Herzen höher schlagen lässt. Denn die Suche reduziert nicht nur schon während der Eingabe die Funktionen auf alles, was zur Eingabe passt (Search As You Type). Treffer, die sich erst durch Klick auf einen Button finden lassen, werden durch gelbe Blasen an ebenjenen Buttons markiert.
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Detailverliebt: Minimalzeit statt Fehlermeldung am iPhone-Timer
Ändert man seinen Timer von einer Stunde zu 0 Stunden, welchselt die Minuten-Anzeige automatisch auf 1 Minute (Video). Mit diesem einfach und schön dargestellten Standardwert, spart sich die iPhone-Timer-App den Timer-Button auszugrauen, eine Fehlermeldung anzuzeigen oder sonst wie, diesen Mindestwert zu erklären.
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Detailverliebt: Facebook weiß welche Sprache ich spreche.
Soeben hatte ich Facebook auf Arabisch gestellt, um Konstantin zu zeigen wie eine Website auf Arabisch aussieht. Als ich dann wieder auf Deutsch stellen wollte, fiel mir auf dass die Sprache »Deutsch« Gelb hervorgehoben war. Ich nehme an das Facebook die Spracheinstellungen meines Browsers ausliest und mir diese Sprache dann hervorhebt. Dieses kleine Detail half mir jedenfalls dabei die gesuchte Sprache schneller zu finden.
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Detailverliebt: Dropdown mit Vorschau »Dat Waser vun Kölle…«
Diese kleine Software für den Mac entpackt Archive (ZIP, RAR,…). Wenn Sie dabei auf Zeichenkodierungen im Dateinamen stößt, die sie nicht erkennen kann, fragt sie den Nutzer, welche Kodierung angewedet werden soll. Statt aber nur den Kodierungsnamen aufzulisten, zeigt sie auch an, wie der fragliche Dateiname unter Anwendung dieser Kodierung aussehen würde.
Ein tolles Beispiel für Hilfe im Context – genau dann, wenn man sie braucht um die richtige Entscheidung zu treffen.
PS: Da der Screenshot schon älter ist, weiß ich leider den Namen des Entpackers nicht mehr.
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Detailverliebt: »Sie haben diesen Artikel am 18.2.2008 gekauft«
Amazon zeigt auf der Produktdetailseite eines Produkts, das man bereits gekauft hat an, wann es gekauft wurde. – Ein für mich überraschendes und sehr nützliches Interfacedetail.
Update 2011-04-13: Amazon weist auf ähnliche Art darauf hin, wenn es zu einem Produkt ein neues Produkt gibt. (via @uxsux)
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Detailverliebt – Liebe zum Interfacedetail bei uxzentrisch
Heute führen wir einen neuen Artikel-Typ bei uxzentrisch ein. Zu Zitat, Feature und allgemeinen Beiträgen gesellt sich Detailverliebt – schnelle, kleine und schöne UX-Details mit Screenshots oder Videos demonstriert und in wenigen Worten erklärt.
Eines unserer Ziele bei uxzentrisch war schon immer, schöne Interfacedetails vorzustellen, denen bisher zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde oder die im Alltag einfach unterzugehen drohen.
Da es aber genau diese Interfaces mit Liebe zum Detail sind, über die wir so gerne und ausfürlich sprechen, wird meist auch aus einer kleinen Beobachtung ein langer Artikel (Beispiel)… Und da wir für großen Aufwand nur selten Zeit haben, wächst die Liste an Artikel-Entwürfen und -Ideen kontinuierlich an.
Das englischsprachige Blog Litte Big Details macht uns jetzt vor, wie es auch anders geht: Ein Screenshot, ein Satz, ein tolles Interfacedetail. Super! Diese schnelle, einfache Kommunikation mit Liebe zum Detail wollen wir jetzt auch probieren.
PS: Hier meine 6 liebsten Litte Big Details seit Gründung des Blogs vor 3 Monaten:
- Intelligentes Verhalten der iOS-Mailbox bei Ankunft neuer Mails (mit guten Hintergrundartikel)
- Intelligentes Verhalten der Google-Chrome-Tabs beim Schließen mit der Maus (ebenfalls)
- Intelligente Anzeige des Datums in OS X Mail
- Intelligente Hilfe bei der Kreditkarteneingabe
- Bessere MouseOver-Zustände für Teaser
- Details zum Animationsverhalten des iPhone-App-Headers
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Thomas Link hat sich in einem interessanten, kleinen Test mit der Frage befasst, wie die ideal Gestaltung und Interaktion von sortierbaren Tabellen im Web-Tabellen aussehen sollte.
Sein Fazit zu den beiden Testkandidaten: Sie schnitten sehr ähnlich ab, die Version B ist aber zu bevorzugen, da sie Nutzern die Interaktion einfacher macht.
Das ist gut zu wissen und sollten wir in unseren Konzept- und Designbaukasten aufnehmen.
Ich frage mich dabei aber, warum wir im Web, wo ich die von Thomas getesten »Designs« für Standard halte, eigentlich ein so anderes Tabellen-Design haben als in Applikationen. Dort stellt sich diese Frage der Sortierung ja nicht – wir wissen und erwarten, dass man sortieren kann. Und das Interface muss entsprechend auch nicht so offensiv (überall Pfeile) daran erinnern.
Das Tablesorter Plugin (als Vertreter der Web-Tabellen) zeigt genau dieses Pfeile-Design: Demo.
Der OS X Finder (Screenshot) dagegen zeigt nur die aktive Sortierung+Pfeil, Ext JS handhabt es auch so (Demo), Windows auch.
Der klare Unterschied: Vergleicht man diese Varianten, liegt der Unterschied für mich in der klaren Click-Affordance/dem Click-Signifier, die die Beispielen aus der OS-Welt mitbringen. Diese zeigen, dass man die gesamte Tabellen-Spalte wie einen Link/Button klicken kann.
Gewinner wäre für mich dann also eine Variante B.2:
Quick&dirty visualisiert könnte das so aussehen:
Was meint ihr?
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