uxzentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Detailverliebt: Niedliche Animation statt langweiligem Ladebalken

Es ist schön zu beobachten wie Axure seine Außendarstellung seit der Einführung von Axure RP 6.5 veressert hat. Der niedliche zeichnerische Stil zieht sich durch den gesamten Auftritt. Er ist ein zentrales Gestaltungselement, tritt aber nicht störend in den Vordergrund. Als ich gerade einen Prototyp auf AxShare hochlud, klickte ich vorzeitig schon auf den AxShare Link. Anstatt eines langweiligen Ladebalkens gab es eine nette Animation. Eine Überraschung die mich hat schmunzeln lassen.

Detailverliebt: Facebook vereinheitlicht Desktop, Tablet, Smartphone

Facebook präsentiert ihr neu gestalteten Newsfeed und die Vereinheitlichte Gestaltung und Navigation sieht – zumindest im Video – sehr vielversprechend aus. Es wird Zeit, dass sich Pattern und Lösungen für Multidevice Navigation und Gestaltung durchsetzen.

(Via @uxsux)

Detailverliebt: Die Suche unter dem oberen Rand …

usatoday.com suche zu 2013-02-01 um 11.26.52

Nach dem Klick auf das Such-Icon:
usatoday.com suche auf 2013-02-01 um 11.27.15

USAtoday.com verlinkt die Suche in der Hauptnavigation nur als kleines Lupen-Icon. Klickt man das Icon, fährt die Suchebox von oben in die Seite. Das Video zum Relaunch ist ebenfalls sehr sehenswert.

Implicit UX (2) – Warum Interfaces das Implizite berücksichtigen sollten

Für erfolgreiches UI-Design sind implizite Faktoren besonders wichtig. Denn wie Nutzer auf ein Interface reagieren, ist immer schon sehr weitgehend entschieden: Universelle Denk-Prinzipien bestimmen darüber mit, wie wir ein Design wahrnehmen und verarbeiten. Generell wirken diese Prinzipien implizit, Nutzer selber können sie nicht  beeinflussen. Solche impliziten Mechanismen gezielt einzusetzen, wird damit zu einem wichtigen Faktor für den Erfolg und das Nutzererleben jedes Produktes. – Im Folgenden führe ich den ersten Teils des Artikels fort und zeige an zwei weiteren Beispielen, wie Implicit UX funktioniert.

>> Zu Teil 1 des Artikels...

#2: Interferenz-Effekt – Weiterverarbeitung von Reizen

Visuelle Reize werden zunächst auf Basis universeller kognitiver Verarbeitungsprinzipien, wie etwa den Gestaltgesetzen, interpretiert. Über diese elementare Interpretation von Reizen hinaus bestimmen dann weitere psychologische Effekte auch darüber mit, ob das Wahrgenommene zum Beispiel auch erfolgreich und effizient weiterverarbeitet werden kann – oder eben nicht. Ein Beispiel sind Interferenz-Effekte, die auftreten, wenn die Verarbeitung eines Reizes mental mit der Verarbeitung eines anderen Reizes kollidiert.

Das heißt: Gerät die kognitive Verarbeitung verschiedener Designelement miteinander in Konflikt, so erhöht sich der Aufwand der Reizverarbeitung, während gleichzeitig die Verarbeitungsgeschwindigkeit sinkt und ein negatives Gesamterleben entsteht.

Implicit UX (1) – Warum Interfaces das Implizite berücksichtigen sollten

Wie Nutzer ein Interface wahrnehmen, wie sie es erleben und wie sie darauf reagieren, liegt kaum in ihrer Hand. Implizite Mechanismen im Gehirn bestimmen, was möglich ist, und wie ein Interface wahrgenommen wird. Was funktioniert (und was nicht), lässt sich in vielen Fällen schon heute voraussagen – und dabei steht die Forschung zum Impliziten erst am Anfang. – Im Folgenden stelle ich Ansatz und Idee von Implicit UX vor und zeige, wie einige ihrer grundlegenden  Mechanismen genutzt werden können, um Interfaces auch implizit optimal auf ihre User auszurichten.

Die Macht des Impliziten – und wie wir ihr begegnen können

90% unserer Hirnaktivität erfolgt vollständig unbewusst – und auch der »kleine« Rest, der als Bewusstsein übrig bleibt, ist keinesfalls selbstbestimmt: Auch all das, was wir bewusst wahrnehmen, denken oder entscheiden resultiert aus „vorbewusster (subliminaler) Informationsverarbeitung“ (Birbaumer/Schmidt 2000).

Führt man sich diese Dimension des Impliziten vor Augen, wird klar: User Experience muss impliziten Einflussfaktoren berücksichtigen – und hat dazu bis heute kein systematisches Angebot. Bislang treiben daher andere Disziplinen den Ball voran und haben so bis heute bereits eine Reihe von Effekte identifiziert, die sich auch für erfolgreiches UX-Design nutzen lassen.

Gestalten für das Implizite heißt Konzipieren

Damit ist klar: Gutes UX-Design ist kein primär kreatives Gestalten (und auch weder eine Geschmacks- noch eine Kreativ„sache“). Sondern gutes UX-Design ist am Ende eine Gestaltung und Konzeptidee, die all die Prinzipien berücksichtigt, denen unsere Wahrnehmung und unser Denken unterworfen sind – und diese sind eben wesentlich implizit.

Jetzt kann man fragen: What’s the news? Die Formel, dass gutes UX-Design nicht nur schön sein darf, sondern auch funktional sein muss, ist schließlich auch schon nicht mehr ganz neu…

Wildes Tagging vermeiden – Klare Tagdefinitionen

UX-StackExchange, eine Unterseite des Frage & Antwort Networks
StackExchange, zeigt beim Eingeben eines Tags, eine Umschreibung der bereits vorhandenen Tags an. Eine klasse Möglichkeit genauer verschlagworten zu können.

Die alte Flimmerkiste YouTube

Wenn YouTube einen Fehler beim Abspielen hat, rauscht der Hintergrund des YouTube-Players wie bei einer alten Flimmerkiste. Auch wenn vielleicht einige junge YouTube Nutzer nichts damit anfangen können, bleibt es dennoch ein nettes Detail.

»Ich stand damals vor der Wahl, zur Wiederbelebung der Marke viel Geld in Werbung zu investieren oder unsere Verkaufsflächen zu erweitern. Für mich war klar: Wenn der Kunde auf schöne Esprit-Läden stößt, wird auch die Marke für ihn wieder interessant – und wenn er die erste gute Erfahrung gemacht hat, wird er wieder kommen.»

Aus einem Interview von DB mobil, Ausgabe 12/2006, mit Heinz Krogner (63) in seiner Rolle als Vizepräsident der Esprit-Gruppe. Er antwortet auf die Frage »Welche Rolle spielte die Eröffnung neuer Esprit-Läden für den Erfolg?«

Stecker raus Musik aus

Stecker ziehen als Interaktion

Spielt man Musik auf dem iPhone  ab und zieht währenddessen den Kopfhörer raus, stoppt der Musikplayer. Das Ziehen des Steckers ist eine häufige Interaktion mit dem Gerät. Die Kopfhörer zieht man in der Regel raus, weil man jetzt keine Musik mehr hören möchte. Man muss also nicht erst die Displaysperre entriegeln, um den Pause-Button zu drücken.

 

Automatischer Wechsel der Lautstärkeprofile

Das iPhone bietet zwei Lautstärkeprofile an. Das erste Profil regelt die Lautstärke für die Ohrmuschel. Im zweiten Profil wird die Lautstärke für Kopfhörer festgelegt. Die unterschiedlichen Profile sind sehr nützlich und sinnvoll. Zum Beispiel ist die Lautstärke auf dem Kopfhörer laut eingestellt, um die Umgebungsgeräusche zu übertönen. Währenddessen der interne Lautsprecher leiser eingestellt ist, um die nähere Umgebung nicht zu stören. Steckt man den Kopfhörer nun in das iPhone ein oder aus, wechselt es automatisch zwischen den Lautstärke-Profilen.

Vorschau bei Hover & Videohilfe beim Maßnehmen

Indochino bietet Maßhemden und Maßanzüge an. Die Angaben der Statur und die korrekten Maße sind hierbei die wichtigsten Informationen, die der User übermittelt. Beim Auswählen der Statur lösen die Labels der Radiobuttons, durch einen Hover-Effekt, eine Voransicht für die Auswahl aus. Für diesen Usecase finde ich dies sehr passend, da man vor dem Klick schon sieht, wie die anderen Optionen aussehen würden.
Auch der weitere Prozess des Maßnehmens ist sehr gut gelöst. Der Ansatz hier gefällt mir persönlich mehr als der in einem früheren Detailverliebt-Post vorgestellte bei Tailor Store. Bei Indochino wird jedes Maßnehmen einzeln mit einem kurzen Video gezeigt. Ein blauer Indikator auf dem virtuellen Maßband zeigt auch welche Maße man vermutlich hat. Diese vermuteten Maße werden anhand der zum Start eingegeben Körpermaße Größe, Gewicht und dem Alter bestimmt.

P.S. Die Website & der Shop sind Responsive.