Agiles Spam-Design
Michael Jackson ist tot. Die Nachricht ist noch nicht wirklich alt und erzeugt entsprechend viel Rummel und vor allem Interesse am Thema. Denn wie das bei solchen Celebrity-News üblich ist, erfährt man wenig Details und viele Spekulationen. Eine Lücke die sofort aufgefüllt wurde.
Eben erhielt ich folgenden Spam von »X-Files«:
Michael Jackson Was Killed…
But Who Killed Michael Jackson?
Visit X-Files to see the answer:http://MJackson.jillih.com/x-files
Den Link flugs in den Hochsicherheitsbrowser kopiert, erschien folgende Seite:

Was sich hinter der .exe verbirgt habe ich dann nicht mehr getestet. ;-)
Böse formuliert betreiben sie Social Engineering, um ihre dunklen Machenschaften voranzutreiben. Positiv formuliert schaffen sie es, schnell auf Bedürfnisse und Interessen ihrer Zielgruppe einzugehen und ihr »Angebot« schnell den veränderten Wünschen anzupassen – agile Prozesse und UCD!
Disclaimer: Ich rate dringend davon ab, die auf obiger Webseite angebotene .exe herunterzuladen und auszuführen. Sie enthält mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Schadsoftware.
XING-ShipIt = UCD + Agile
XING verfolgt seit wenigen Monaten eine neue Strategie: ShipIt. Hinter dem Buzzword versteckt sich, was Jason Goldberg, neuer Produktchef bei XING, bei seinem Startup Socialmedian ausprobiert und gelernt hat.
In einer neuen Präsentation, die er anlässlich des OpenSocial-Launches in der Türkei-Zentrale von XING gehalten hat, beschreibt Goldberg, was er unter ShipIt versteht.
Klang die erste Beschreibung von ShipIt im Einführungsblogpost vom März noch missverständlich nach öffenentlicher Beta auf Kosten der Nutzer, wird in dieser Präsentation besser deutlich, was Goldberg bei XING mit ShipIt erreichen möchte (Folie 14):
Ship it!
- Fast as possible
- Minimum required
- Embrace feedback
- Rapid iteration
Mit diesen vier Schlagworten schafft Goldberg es, zwei zentrale Themen/Bestandteile eines User-Experience-Prozesses zusammenzufassen:
- User Centered Design (UCD): Den Nutzer ins Zentrum stellen und so früh und intensiv wie möglich in die Produktentwicklung einbeziehen. Goldberg reduziert es auf einen Satz: »User knows better«
- Agile Methoden: Produktentwicklung in viele Teilpakete unterteilen die jeweils einen Kundennutzen haben. Lieber den Umfang eines Releases reduzieren als die Zeit bis zum Release verlängern. »Stop debating and analyzing and start shipping!« nennt Goldberg es.
Soviel zur Theorie. Doch hinter diesen griffigen Schlagwörtern liegt ein langer Weg des Umdenkens in einer Firma – sowohl kulturell als auch prozessual.
XING hat hierbei eine gute Startposition: Mit agilen Entwicklungsprozessen haben sie sich schon länger befasst, wie man in ihrem Blog lesen kann. Und als junges Web2.0-Community-Unternehmen sollten sie insgesamt weniger Probleme damit haben, die Illusion der Kontrolle über Ihr Produkt abzugeben, und andere Methoden auszuprobieren – insbesondere im Vergleich zu manchem Konzern.
Wenn sie es jetzt schaffen, die vielen neuen Prozesse aufzusetzen, die sowohl intern als auch im Dialog mit dem Kunden nötig sind, um UCD und Agilität in allen Phasen der Produktentwicklung zu leben, werden wir alle, Nutzer, Mitarbeiter und Unternehmen, Freude daran haben – am Mitarbeiten und am Nutzen.
Ramp Up bei Hunch.com
Eine Zeitung, von der man noch kein Exemplar in den Händen gehalten hat, würde man vermutlich kaum abonnieren. Man würde ebenfalls kaum auf die Idee kommen, eine Wohnung zu mieten, die man noch nie betreten hat.
Viele Dienste im Web 2.0, sei es die Community mit Foren und Fotoalben oder die Online-Videothek mit Empfehlungs-Service auf Basis von Nutzerbewertungen, haben das Problem, dass Ihre Funktionen erstens hochgradig personalisiert sind, und zweitens, dass diese Funktionen äußerst erklärungsbedürftig sind.
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Design for Conversion 2009 – Inspiration und Wettkampf in perfekter Harmonie
Am 12.Juni fand zum zweiten Mal die Design for Conversion Konferenz (DfC) in Amsterdam statt. Wir hatten die Gelegenheit teilzunehmen und da die nexum Sponsor war, auch das Meet & Greet am Vortag mitzunehmen.
Was ist die Design for Conversion?
Die DfC ist eine eintätige Mischung aus Konferenz und Workshop. Dieses Jahr wurden fünf verschiedene Fallbeispiele in Teams von je sechs Personen bearbeitet. Zu jedem Fall gab es mehrere Teams, die gegeneinander wetteiferten. Am Ende des Tages wurde innerhalb jedes Falls die beste Idee von einer Jury aus Case Owner, Keynote-Redner und Organisatoren gekürt. Die Gewinner jedes Falls traten dann im großen Finale gegeneinander an, um die beste Idee der Konferenz zu küren.
Magische Erlebnisse und keine Knalleffekte
Auf der Design for Conversion Konferenz 2009 in Amsterdam (Gesamt-Review hier) hat Hannah Donovan (Creative Director last.fm) einen Vortrag über Magie gehalten. Zusammengefasst ging es ihr darum, Nutzern ein magisches Erlebnis zu ermöglichen, dass so nachhaltig beeindruckt, dass der Nutzer gerne wiederkommt. Genauso wichtig wie dieses Erlebnis selber, sei es aber auch, dieses Erlebnis so früh wie möglich zu erzeugen – etwas an dem sie für last.fm die ganze Zeit arbeitet.
Was mir an diesem Begriff der Magical Experience aber besonders gut gefällt, ist der Unterschied zum Wow-Effekt. Während letzterer eher Assoziationen mit heftig und kurz hervorruft und oftmals mit visuellem Design in Verbindung gebracht wird, so ist die Magical Experience nicht nur ein einziger Moment der ästhetischen Reizung, sondern ein Prozess und der muss nicht laut und intensiv, sondern eben magisch sein – einfach funktionieren wie man es erwartet und gleichzeitig über das Erwartete hinaus gehen und positiv überraschen.
Danke Hannah, für diesen wundervollen Begriff.
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UXcamp Berlin 2009 – unser Rückblick
Das erste deutsche User Experience Barcamp liegt hinter uns, und damit zwei Tage voller inspirierender und bildender Sessions, bereichert durch Networking und Feiern. Nexum war nicht nur als Sponsor dabei, wir waren mit sechs Personen als Teilnehmer und – ganz nach Barcamp-Grundsätzen – Mitgestalter von Sessions mit von der Partie.
(Fast) jeder einzelne von uns hat versucht, seine Eindrücke auf wenige Sätze zu komprimieren und hier wieder zu geben. Ein Fazit vorweg: Es tut immer gut, so viele Menschen auf einem Fleck zu treffen, die nicht nur von ähnlichen Zielen und Motivationen beseelt sind, sondern die auch trotz geschäftlichen Wettbewerbs an einem Strang ziehen und in den Sessions andere offen an ihren Gedanken und Ideen teilhaben lassen. Wir haben nur gewonnen – Eindrücke, Einblicke und Follower.
Konstantin: »Meiner Meinung nach war es die richtige Zeit für das erste UXcamp in Deutschland – und es war gelungen. Ich war dankbar für Diskussionen und Austausch, z.B. zu der Frage, wie UX definiert ist und welche Felder ein UX-Designer abdeckt. Spannend fand ich das Aufeinandertreffen und die Annäherung von Interaction-Designern und Usability-Experten. Die beiden Berufsgruppen sind unterschiedlich verwurzelt, ihre Kompetenzen müssen abgedeckt sein, damit gute UX entstehen kann. Hier gilt es die Kommunikation zwischen den Gruppen zu verbessern und zu erweitern.«
Lutz: »Nach vielen verpassten Barcamps, endlich mal mit dabei – und dann gleich so eine gelungene Veranstaltung. Erfrischend waren die vielen unterschiedlichen Backgrounds der Teilnehmer. Wohltuend, dass alle bereit waren den anderen zuzuhören und kontruktiv zu diskutieren. Vergnüglich der Riesenspaß den alle dabei hatten. Nur Schade, dass es so viele lose Enden nach den zwei viel zu kurzen Tagen gibt – wir brauchen schnell wieder ein UXcamp, um den Dialog fortzuführen.«
Marian: »Das war mein erstes Barcamp und ich habe durchweg positive Eindrücke mitgenommen. Für mich besonders interessant war die Session ›Selling UX to the Boss/Customer‹, die mir mal wieder klarer vor Augen geführt hat, dass wir aktiv auf unsere Kunden zugehen müssen, um unsere User Experience Kompetenz zu erklären und zu vermarkten. Wertvoll war auch die weitere Diskussion zum Thema ›Besuchte Hyperlinks‹, das sich als Paradebeispiel für viele grundsätzliche Herausforderungen von UX-Leuten im Zusammenspiel mit anderen Disziplinen und letztlich Auftraggebern entpuppt hat.«
Martin: »Das UXCamp war ein grossartiges Barcamp. Es ist lange her, dass es auf einem Barcamp so viele für mich interessante und auch fundierte Sessions gab. Das hat bei mir dann zwar dazu geführt, dass der Socializing Aspekt etwas kurz gekommen ist. Nichtsdestotrotz habe ich viele sehr interessante Menschen kennengelernt und ich habe sehr interessante Gespräche zwischen den Sessions geführt. Ein besonderes Highlight war aber Lutz’s Session ›Innovation vs. Usability‹. Sehr toll war auch die extrem hohe Anzahl an Barcamp Neulingen. Insgesamt ein rundherum gelungenes Event von dem ich viel Inspiration zum Thema UX mitgenommen habe.«
Niels: »Ich war im Vorfeld gespannt und zugegeben auch ein wenig skeptisch wie geordnet und wie interessant eine Un-Konferenz denn sein würde. Tatsächlich war das UXcamp sehr gut organisiert. Die Sessions, an denen ich teilgenommen habe, waren zudem durchweg interessant und konnten sich durchaus mit denen kommerzieller Konferenzen messen. Mehr noch: Durch den offenen Charakter und die Diskussionen waren sie inspirierender und praxisnäher als manche Keynote auf z.B. der next09, die vor einigen Wochen stattfand. Was ist bei mir hängen geblieben? Der Begriff User Experience ist noch nicht ausreichend definiert, die Szene rund um User Experience ist vielfältig und kommt aus den verschiedensten Bereichen. Das macht das Thema gerade so spannend und definiert unsere gemeinsamen Aufgaben für dieses und nächstes Jahr. Bei den Produktmanagern und Marketingmanagern scheint User Experience als Thema allerdings noch nicht angekommen zu sein. Aus diesen Disziplinen waren relativ wenige vertreten. Um ein gemeinsames Verständnis und den Nutzen von guter User Experience für Marketing und Produktmanagement müssen wir uns noch kümmern. Es gibt noch viel zu tun. In der Zwischenzeit bis zum nächsten UXcamp bleiben wir am Ball.«
Mehr Feedback zum UXcamp 2009 von Teilnehmern gibt es auf der UXcamp Website.
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Was der UX Designer vom Graffiti-Künstler lernen kann
Schnell mal einen Gedanken visualisieren und mit der Hand zu skizzieren ist eine wichtige Fähigkeit für einen Konzepter.
Das denkt offentlichtlich auch Aza Raksin, Head of User Experience bei Mozilla, denn seit kurzem übt er öffentlich Zeichnen »I am starting to learn how to sketch.«
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Und Lea Burhley von Adaptive Path sieht das genauso. Sie geht noch einen Schritt weiter und beschreibt in ihrem Artikel »Our Favorite Tools for Sketching«, mit welchen Tools sie und ihre Kollegen bei Adaptive Path am liebsten skizzieren. Dort heißt es »Here’s something that should be obvious, but isn’t: sketching is much, much easier if you have the right tools. (This is) what’s in my sketching toolkit, and how each of the tools helps me be a better user experience designer.«
Trotzdem nehme ich mir außerhalb der Arbeit viel zu selten die Zeit, an meinen Skizzierfähigkeiten zu arbeiten. Doch am Rande des User Experience Barcamps in Berlin letzten Wochenende habe ich aber ein Motiv gefunden, das mich motiviert hat, nocheinmal etwas zu üben:
Zwei sehr hübsche Graffitis nicht nur durch ihre Niedlichkeit, sondern auch durch ihre Einfachheit bestechen: Mit nur einem Strich ist die Kopfform inklusive Haare entstanden, ein weiterer zeichnet den ganzen Körper.
Mein Selbstversuch hat dabei wieder bestätigt, was wir alle wissen: Übung macht den Meister. Zuerst ist es unerwartet schwer, Haar und Gesicht richtig zusammenzubringen und die Füße nicht nach einem Stern mit Gesicht aussehen zu lassen. Doch ein Blatt später klappt es schon unerwartet gut. Jetzt noch drei Blätter weiter, und ich könnte mich in der Liga der Kloh-Graffiti-Künstler versuchen… oder vielleicht doch einfach das nächste Konzeptblatt verschönern :-).
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Live vom UXcamp
Das uxzentrisch Team ist beim UXcamp in Berlin dabei und twittert live. Hier könnt Ihr die Tweets zum Thema verfolgen. Alternativ folgt Ihr einfach @uxzentrisch.
Hier wurden unsere Twitter-Beiträge zum UXCamp 2009 gezeigt. Da die Twitter-Suche Beiträge nur für eine begrenzte Zeit vorhält, können wir diese hier nicht mehr ausgeben. Tut uns leid!
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Heute hat Zappos begonnen sein visuelles Design zu verbessern. Die Primärnavi ist schon neu. Über alle anderen Themen
OK, hilf mir bitte mal auf die Sprünge. Wie müsste es richtig heißen?
"Den eigentlichen Zweck, mir eine Anfahrtbeschreibung zu liefern, leistet die Darstellung aber nicht" - du hast hier ne
Ein weiteres Beispiel von davidhellmann.com
Hi Marian, nein, eigentlich ich meinte das Canonical Tag von Google und Co. Der kopierte Code-Schnipsel wurde aber a