ux·zentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Samstag, 16. Mai 2009 von Niels Anhalt

Eine Einführung in die Welt der Personas

Empfänger des nexum-Newsletters hatten schon vor knapp zwei Wochen die Gelegenheit, meine Einführung in die Welt der Personas zu lesen. uxzentrisch-Leser möchte ich diese nicht vorenthalten.

»Die meisten Betreiber von Websites haben nur vage Vorstellungen von ihren Besuchern. Denn klassische Marktforschung orientiert sich immer noch an den Maßstäben der gedruckten Werbewelt und wird den Besonderheiten des Netzmediums nicht gerecht. Zielgruppensegmente nach abstrakten Eigenschaften geben wenig konkrete Hilfe bei Funktionalitäts- und Designentscheidungen im Weballtag.«

Die Entwicklung von Personas – und seien es auch nur Ad-Hoc-Personas – ist eine sehr effektive Methode, um die Nutzer der Website genauer verstehen zu lernen und auf dieser Basis valide Designentscheidungen zu treffen. Noch wichtiger als die konzeptionelle Hilfestellung, die Personas leisten, ist die Vereinfachung der Argumentation und Kommunikation mit Auftraggebern und im gesamten Projektteam. Viele der Diskussionen über Sinn und Unsinn eines Konzeptdetails können konstruktiv und einvernehmlich gelöst werden, weil alle Beteiligten ein synchrones Verständnis über die Nutzer haben. Die beliebte Äußerungen »Wenn ich mir meine Frau vorstelle, die würde das nicht verstehen und zu unübersichtlich finden!« wird dann zu »Ernst Erdenberger, unser mittelständischer Stammkunde, fände diese Startseite zu verspielt“.

Die gesamte Einführung in die Welt der Personas gibt es als PDF zum Download.

Donnerstag, 14. Mai 2009 von Tobias Jordans

»My personal creative process is to construct a big, tall scaffold of theory and evidence, and then once that is built I get on my hang-glider-of-intuition and jump off the top of the scaffold. I seem to need to do a lot of thinking and testing before I let myself fly. But fly I do, eventually. And the scaffold is about the flying, actually.«

Ein tolles Zitat von Joan Vermette, das uns heute Andrew Crow von Adaptive Path in seinem Vortrag über Interaction Design auf der UX Intensive 2009 in Berlin aufmerksam gemacht hat.

Andrew wollte uns damit zeigen, dass wir uns für unser Interaktionsdesign auf gut zusammengefasstes Material aus unserer (Nutzer-)Recherche stützen müssen… der Schritt danach aber ein kreativer Prozess ist.

Donnerstag, 14. Mai 2009 von Konstantin Weiss

»Here is one of the few effective keys to the design problem – the ability of the designer to recognize as many of the constraints as possible – his (or her) willingness and enthusiasm for working within these constraints – the constraints of price, of size, of balance, of surface, of time, etc.; each problem has its own particular list.«

Charles Eames, 1967; entnommen aus den Unterlagen des Workshops »Interaction Design«, UX Intensive in Berlin.
Die Gültigkeit davon lässt sich ohne Weiteres auf UX-Design übertragen, wie ich finde.

Donnerstag, 14. Mai 2009 von Martin Gude

Warum Facebook und Twitter sich langfristig durchsetzen werden

Warum Facebook und Twitter sich langfristig durchsetzen werden erklärt Marcel Weiss auf netzwertig .com:

  1. Die Nutzung ist für viele User zu einem Bestandteil ihres Alltags geworden. […]
  2. Das Follower-Prinzip sorgt für eine Skalierbarkeit der Community […].
  3. Am wichtigsten aber sind die Programmierschnittstellen (APIs) […].

Twitter und Facebook haben die Kommunikation und deren Wahrnehmung grundsätzlich verändert. Ihre Nutzer kommunizieren wesentlich direkter und persönlicher als dies bisher im Internet der Fall war.

Unseren Twitter Feed findet ihr übrigens unter @uxzentrisch.

Montag, 11. Mai 2009 von Tobias Jordans

»Design a thing by considering it in its next larger context – a chair in a room, a room in a house, a house in an environment, environment in a city plan.«

Ein ziemlich verbreitetes (1800 Suchtreffer) Zitat von Architect Eliel Saarinen. Henning Fischer hat es heute in seiner Präsentation auf der UX Intensive 2009, Berlin verwendet um das Thema des heutigen Tages einzurahmen: Design Strategy.

Montag, 11. Mai 2009 Ein Feature von Marian Steinbach

Besuchte Hyperlinks – Theorie vs. Praxis

Autor

Der Hyperlink ist das ureigene Alleinstellungsmerkmal von Hypertextsystemen wie dem World Wide Web. Ein Text, auf den Nutzer klicken können, um zu einer anderen Seite zu navigieren oder eine Ressource zu laden. Ohne Hyperlinks wäre das Web nicht das Web.

Es müsste daher unstrittig sein, dass es für Nutzer des Web besonders wichtig ist, Hyperlinks als solche zu erkennen. Die ersten grafischen Web-Browser, allen voran NCSA Mosaic, haben hierzu einen Quasi-Standard etabliert: Hyperlinks wurden durch blaue Schrift und Unterstreichung gekennzeichnet (vgl. Abb. 1). Populäre Nachfolger von Mosaic wie der Netscape Navigator haben diese Konvention übernommen, und bis heute ist dies die Standard-Darstellung für nicht besuchte Hyperlinks.

Freitag, 8. Mai 2009 von Lutz Schmitt

Berlin wir kommen – UXcamp 2009 (Update)

Update: Marian wird nun auch einen Vortrag halten.

Am 23. und 24. Mai findet das UXcamp 2009 in Berlin statt. Wir werden zahlreich erscheinen und konnten unseren Brötchengeber nexum dafür gewinnen, das UXcamp als Sponsor zu unterstützen. Wir freuen uns schon auf kluge Beiträge, spannende Momente und selbstverständlich darauf, alle anderen User Experience-Begeisterten kennenzulernen.

uxcamp_logo

Von uns anwesend sein werden (Links führen zu unseren UXcamp-Profilen):

Konstantin Weiss
Lutz Schmitt (Vortrag: Usability vs. UX-Innovation)
Marian Steinbach (Vortrag: Besuchte Hyperlinks: Theorie vs Praxis – passend zum gleichnamigen Feature)
Martin Gude
Niels Anhalt
Tobias Jordans

Mittwoch, 6. Mai 2009 von Marian Steinbach

»In the technology industry we tend to focus a lot on the underlying computing model and how best to deliver functionality and value. That makes sense, because it’s core to what we do. But as an industry [we] need to move beyond this conversation. Ultimately User Experience is what matters.«

Cisco CTO Padmasree Warrior in 5 Predictions for the Future of Collaboration #2, via Putting People First

Freitag, 1. Mai 2009 von Marian Steinbach

Wenn wir alle in Hawaii lebten

Dann bräuchten wir keine Zeitzonen-Auswahl. Dann aber hätte ethnio.com uns in seinem Registrierungsformular nicht mit diesem netten kleinen Text erfreuen können.

ethnio_hawaii

Andere Nettigkeiten dieser Art:

Dienstag, 28. April 2009 von Marian Steinbach

EU-Kommission richtet bei der Innovation den Blick (auch) auf Design

Die EU-Kommission untersucht aktuell die Bedeutung von Design als Treiber für Innovation. Ziel der Untersuchung ist laut Website, herauszufinden, ob auf EU-Ebene mehr für die Förderung von Design getan werden sollte, und wenn ja, was.

Aus dem Arbeitspapier zur Untersuchung:

»The European Commission is currently assessing the EU innovation strategy, with a view to launching a new European innovation plan by 2010 […]. There is general political agreement that all forms of innovation need to be supported and that the progressive shift in emphasis of the broadbased innovation strategy from exclusive reliance on ‘technology push’ to more demand and user-driven innovation must continue.«

Meines erachtens ist es sehr erfreulich, dass sich die EU-Kommission diese Ansicht zueigen macht. Ebenfalls sehr erfreulich ist es, dass dazu »die Basis«, nämlich die Menschen in der EU, ihren Input beisteuern können.

Bis zum 26. Juni können Organisationen und Privatpersonen online oder per Post an der Befragung teilnehmen und ihre Meinung kund tun.

(via @IATV via Usernomics via Putting People First via Giselle Raulik Murphy of Design Wales)