uxzentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Kontextuelle Hilfe – Warum mag ich Thunderbird und hasse Clippy?

Ab einer gewissen Komplexität brauchen alle Software-Benutzer Hilfe. Ideal ist dann jemand, der sich auskennt, über die Schulter schaut und Fragen beantworten kann. Im Rahmen der Software selbst reicht das Spektrum vom hastig digitalisierten Handbuch bis zur Kontexthilfe, die algorithmisch Fehler voraussieht und die Benutzer passend unterstützt. Ein simples Beispiel dafür:

Wenn ich in Mozilla Thunderbird in einer E-Mail Schlüsselworte wie »Anhang« oder »angehängt« schreibe, ohne dass sie einen Anhang hat, blendet Thunderbird eine Erinnerung und eine Schaltfläche ein. Dieses kleine Detail verschafft Thunderbird bei mir einen unglaublichen Bonus. Bisher habe ich ab und zu den Anhang vergessen. Jetzt erspart mir das Programm die peinliche Nachlieferung. Ich habe das Gefühl, dass Thunderbird mitdenkt und mich unterstützt. Auch Gmail-Benutzer werden an vergessene Anhänge erinnert.

Detailverliebt: iTunes fokussiert die Download Leistung

iTunes – Downloaded man ein Album, werden bis zu drei Downloads parallel ausgeführt. Spielt man jedoch eines der Lieder ab, werden die übrigen zwei Downloads pausiert um die Download Leistung auf das ausgewählte Lied zu fokussieren. Ist das Lied fertig geladen, wechselt iTunes wieder zum parallelen Download.

Jobs may not have invented the mouse, or the graphical user interface, or the idea of a handheld mobile device. But he did show the world what can happen if a CEO commits his or her company, strategically and fully, to the customer experience. The trajectory of Apple over the past 15 years can be seen as one massive, controlled experiment of an experience-led organization. (I couldn’t have planned a better case study to demonstrate what I have been writing about for all these years.) Everyone knows the results: After a few rocky years, Apple’s strategy started to pay off. Then while other technology companies stumbled, faltered, or disappeared altogether, Apple went from success to success.

Mark Hurst über The real lesson of Steve Jobs’ career

Detailverliebt: Github belohnt uns mit Illustrationen

Github zeigt auf seiner neuen »Unread message« Seite eine zufällig ausgewählte Illustration ihres Maskotchens. Mehr Screenshots. Mehr Illustrationen.

Rabattkarten mit 12 statt 10 Punkten aktivieren Kunden schneller

Vor einigen Wochen war ich im Karlsruher Hauptbahnhof. Dort gibt es einen Ableger von immergrün, einem Frozen Yoghurt Franchiseunternehmen, der sehr zum empfehlendes Eis im Angebot hat. Zu meinem leckeren Frozen Yoghurt gab es damals eine Rabattkarte. Die Bedienung war so nett und stempelte auf die Karten nicht nur einen sondern zwei Stempel. Das empfand ich als sehr nett, denn es fehlten nur noch 10 der 12 Stempel. Bei den nächsten Stopps in Karlsruhe habe ich dann in der Regel ein Eis gekauft und natürlich meine Rabattkarte auf den Tisch gelegt.

Und heute stolpere ich über diesen Blogartikel: The illusion of progress lights a fire, der sich auf eine Studie »The Goal-Gradient Hypothesis Resurrected:
Purchase Acceleration, Illusionary Goal Progress, and Customer Retention
« aus dem Jahre 2006 bezieht.

»One was to see how quickly people with ‘coffee shop loyalty cards’ would fill up their cards as they got nearer to the ‘buy ten get one free’ goal. Sure enough, the last few stamps were acquired more quickly than the first ones.

But here’s the clever bit. They did an experiment where they gave some customers a ‘buy ten get one free’ card, while others got a ‘buy twelve get one free card’ but with the first two stamps already filled in.

In practical terms, the loyalty scheme was identical, but the customers bought coffees more quickly to full up the ‘buy twelve’ cards in less time – in line with ‘goal gradient hypothesis’ – despite the fact that the actual progress towards the goal was no different. »

Wenn der Gewinn also schon zum Beginn des Prozesses emotional erfahrbar gemacht wird, haben wir das Gefühl dem Ziel näher zu sein und so eher gewillt das Ziel wirklich abzuschließen.

Wo könnten man eurer Meinung nach diese Technik überall einsetzen?

Drei Modelle der Informationserkundung

Personen gehen recht unterschiedlich bei der Erkundung von Informationen vor. Einmal kann der Nutzer konkrete Vorstellungen haben, wonach er sucht. Ein anderes Mal hat er nur eine vage Vorstellung, was er eigentlich benötigt.

Gary Marchionini von der University of North Carolina hat sich mit diesem Thema genauer beschäftigt und versuchte im Buch Information Seeking in Electronic Environments die verschiedenen Vorgehensweisen der Informationserkundung  zu kategorisieren. Dabei entwickelte er drei Modelle.

Für die Konzeption können die Modelle in der Szenario-Entwicklung hilfreich sein und Auswirkungen auf die Konzeption der Informations-Architektur und die Auswahl verschiedener Navigationsformen haben.

Im Folgenden möchte ich die drei Modelle kurz vorstellen und zeige anhand einiger Beispiele, wie Webseiten versuchen die jeweiligen Modelle aufzufangen.

Diskettensymbol für Speichern – noch zeitgemäß?

Als ich neulich in MindManager eine Mindmap speichern wollte, sprang mir eine Diskette ins Auge. Mein Kollege Mirko hatte mich schon vor einiger Zeit auf das Disketten-Speichern-Symbol angesprochen: Ist dieses Icon noch zeitgemäß? Wissen unsere Kinder eigentlich noch was eine Diskette ist?

MindManager steht da als Applikation nicht alleine. Auch in Microsoft Office 2010 ist die Diskette das Symbol für das Speichern. Ein Datenträger, dessen Ende 1998 mit der Einführung des iMac begann.

Apple selber setzt das Symbol konsequenter Weise nicht mehr ein. Man hat sich vielmehr vorgenommen durch Autosave das manuelle Speichern obsolet zu machen. Über das Menü oder das Tastaturkürzel CMD+S ist die die Funktion aber immer noch ausführbar.

Meiner Meinung nach ist das Disketten-Symbol längst überholt. Es sollte daher nicht mehr eingesetzt werden. Das Speichern hat nichts mehr mit der Diskette zu tun. Wir speichern auf Festplatten, in der Cloud oder manchmal noch auf USB-Sticks. Aber kaum ein Mensch speichert noch auf Disketten.

Was ist eure Meinung? Nutzt ihr die Diskette noch in euren Interface Designs? Oder fallen euch vielleicht noch andere Symbole ein, die veraltet sind?

Detailverliebt: Google Mail informiert über aktive Abwesenheitsnachrichten

Google Mail – Solange eine Abwesenheitsnachricht aktiviert ist, zeigt Google Mail einen Hinweis-Balken. Er enthält den Nachrichtentitel sowie einen Link zum deaktivieren und konfigurieren.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Beinahe jeden Tag nutze ich Photoshop. Immer nur mal für Kleinigkeiten, und dann schließe ich es wieder. Wie alle Anwendungen, starte ich auch Photoshop über Spotlight (Mac OS 10.7). Einmal Cmd und die Leertaste gedrückt, und schon kann ich die ersten paar Buchstaben eintippen und mit Enter den Programmstart auslösen. Bei vielen Programmen brauche ich so nicht mehr als zwei Zeichen, selten mehr als drei. »sa« und Enter öffnet Safari, »sk« und Enter startet Skype. Super!

Nur für Photoshop muss ich seltsamerweise 6 Zeichen eingeben, bis Adobe Photoshop an erster Stelle in der Liste auftaucht. Solange ich nur »photo« oder »phot« eingebe, stehen andere Programme weiter oben.

 

Woran liegt es, das Photo Booth und iPhoto so lange in der Liste über Photoshop stehen, bis sie letztlich mit Eingabe des sechsten Buchstabens aus der Liste fliegen?

Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Photoshop ist von den drei Applikationen mit Abstand die von mir am häufigsten gestartete. Photo Booth habe ich vielleicht dreimal gestartet, und das auch nur aus Versehen, weil ich eigentlich Photoshop starten wollte und zu schnell war. iPhoto habe ich vor längerer Zeit gelegentlich genutzt, nun seit längerem nicht mehr. Daraus lässt sich folgern, dass die Häufigkeit der Nutzung auf die Reihenfolge – zumindest bei diesem Beispiel – keinen Einfluss hat.

Ist vielleicht die Übereinstimmung mit dem gesuchten Begriff (also z.B. »photo«) bei den beiden Erstplatzierten höher als bei Adobe Photoshop? Das wäre eine mögliche Erklärung. Allerdings würde ich Apple dann empfehlen, den Algorithmus anzupassen. Denn bei iPhoto handelt es sich um einen Treffer in der Wortmitte, was ich in jedem Fall einem Treffer am Wortanfang unterordnen würde.

Bleibt noch, als Verschwörungstheorie, die Erklärung, dass es sich bei Photo Booth und iPhoto um Produkte von Apple handelt. Bevorzugt etwa Apple in Spotlight die Software aus dem eigenen Haus? Ist das Apple zuzutrauen? Und wenn ja, wäre das legitim?

Detailverliebt: Ajax-Checkbox mit Spinner

monoqi.com verwendet bei ihren Newsletter-Abmeldung ein interessantes Pattern.

Der Nutzer aktiviert/deaktiviert bestimmte Newsletter-Themen mittels einer Checkbox.

Per Ajax werden die Einstellungen auch unmittelbar wirksam. Während der nötigen Ladezeit, bis der Server die Einstellungen gespeichert hat, bekommt der Nutzer einen Lade-Spinner in der Checkbox angezeigt.