ux·zentrisch diskutierte vor einiger Zeit:

Dienstag, 17. August 2010 von Lutz Schmitt

In eigener Sache: Event Design for Conversion Cologne, 23.9.2010

Seit einiger Zeit bin ich nicht nur Blog-Autor, sondern auch Event-Veranstalter. Deswegen nutze ich die Gelegenheit ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen: Gemeinsam mit anderen Freiwilligen veranstalte ich als Better Experience e.V. in Kooperation mit CHI Nederland die 4. Design for Conversion am 23. September 2010 im Kölner Club Bahnhof Ehrenfeld. Dreimal fand die DfC schon mit großem Erfolg in Amsterdam statt und jetzt holen wir sie nach Deutschland. Tickets kosten 175 Euro (bis 23.8., danach 200) und sind auf 100 limitiert.

Freitag, 13. August 2010 von Lutz Schmitt

Dumme Sprüche gegen die Langeweile

Ab und zu muss unser Rechenknecht ein bisschen härter schuften – und wir müssen warten. In der Online-Malstube Muro von Deviant Art gilt das genauso wie in Photoshop. Zum Kaffeeholen reicht die Zeit nicht mehr, wenn ein Filter angewendet wird, aber trotzdem nervt es, auf das Ergebnis zu warten. Freundlicherweise füllt Muro diese Zeit mit dummen Kommentaren zur eigenen Arbeit – so vertreibt man sich die Zeit doch angehmer. Bleibt nur zu hoffen, dass sie viele dieser Kommentare eingebaut haben, denn denselben »witzigen Spruch« zum hundertsten Mal zu lesen macht auch keinen Spaß.

Donnerstag, 5. August 2010 von Marian Steinbach

Wie Dropbox unseren Sammler-Geist anspricht

Dropbox ist einer der großen Anbieter von Online-Speicherplatz mit Synchronisierung nicht nur für Windows und Mac, sondern auch für Systeme wie iPad, iPhone und Android.

Zum Einstieg bekommen Nutzer 2 Gigabyte Speicherplatz gratis. Das Geschäftsmodell von Dropbox besteht darin, möglichst viele Nutzer dahin zu bringen, dass ihnen diese 2 GB nicht mehr ausreichen und sie freiwillig Geld für mehr Speicher zahlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist am höchsten, wenn der Nutzer die Vorzüge des Dienstes kennen lernt. Also motiviert Dropbox seine Nutzer, nacheinander ein paar Schritte durchzuführen, bei denen jeweils ein Feature vorgeführt wird.

Das ist nicht sonderlich aufwändig gemacht, und trotzdem sehr wirkungsvoll. Wenn ich die oben gezeigte Dropbox Startseite nach dem Einloggen öffne, füllt sich die Box-Abbildung auf der linken Seite in einer Animation. Zu meinem Leidwesen hält der Füllprozess jedoch an, bevor der Umriss komplett ausgemalt ist. Auf der rechten Seite sehe ich eine Liste mit 6 offenbar recht einfachen Handlungen, von denen ich offenbar schon drei abgehakt habe. Aber tatsächlich stehe ich insgesamt irgendwo zwischen »begonnen« und »komplett«.

Und als wäre mein Bauchgefühl, dass ich unbedingt diese drei unerledigten Aufgaben durchstreichen möchte, nicht genug der Motivation, bietet mir Dropbox auch noch eine Belohnung an, wenn ich mindestens 5 der 6 Aufgaben erledige. 250 MB zusätzlicher Gratis-Speicherplatz winken mir. Die will ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Die sechste und letzte der Aufgaben ist noch mal besonders clever gewählt: Wenn ich nun alle Vorzüge von Dropbox kennengelernt habe, soll ich Freunde einladen, ebenfalls in deren Genuss zu kommen.

Wer sich genauer umsieht, findet heraus: Das kann man auch einfacher haben. Man überspringt die Schritte 1 bis 5 und lädt direkt Freunde zu Dropbox ein. Für jeden, der sich aufgrund einer Einladung registriert, erhält der einladende Nutzer 250 MB zusätzlichen Speicher.

Wie gesagt, das will ich mir nicht entgehen lassen. Wer von Euch noch keinen Dropbox-Account hat, darf sich als Belohnung für das Lesen dieses Artikels über diesen Link einen der äußerst knappen, nur für kurze Zeit erhältlichen Gratis-Accounts von Dropbox sichern:

https://www.dropbox.com/referrals/NTU2ODU3NTU5

Nebenbei unterstützt ihr meine eigennützige Challenge, bis zu 8 GB freien Speicher durch Einladungen zu erreichen. Und noch ein Hinweis für alle, die nicht zufällig auf einem User Experience Blog gelandet sind: Dropbox ist auch ansonsten in Sachen User Interface und User Experience beispielhaft. Also schnell ein paar Screenshots für die eigene UX-Sammlung machen!

So. Wer kann nun alle Motivationstechniken aufzählen, die hier auf engstem Raum zum Einsatz kommen?

Dienstag, 3. August 2010 von Tobias Jordans

Das schöne neue Kommentarfeld von UserVoice

Ich habe kürzlich mal wieder ein Formular zum Kommentieren konzipiert und das Design begleitet und ich war wieder einmal erstaunt, wie viel man doch an einem so einfachen Formular rumschieben und optimieren kann. Zumindest, wenn man zwei Sonderfunktionen berücksichtigt und den Anspruch hat, nicht das Standard Label-Textfeld-Pattern in Tabellen-Optik zu erstellen.

Vor diesem Hintergrund war ich angenehm überrascht vom neuen UserVoice Kommentar- und anmelden/registrieren Formular:

Das Formular im Ausgangszustand:

Die Kombination aus Label, Hilfetext und Eingabefeld habe ich so noch nicht gesehen und finde ich gelungen. Auch die »Remember me«-Funktion ist an der richtigen Stelle zu E-Mail und Namen zugeordnet.

Der Fehler-Zustand:

Auch hier ist das Design-Pattern der kombinierten Label-Textfeld-Hilfetext-Kombination gut verwendet und weitergedacht worden.

Anmeldung über externe Dienste:

Im Vergleich zu den sonst verwendeten riesigen OpenID-Button finde ich diese Lösung dezent und gut integriert. In diesem Zusammenhang lohnt sich übrigens sehr der Artikel "Preview: New UserVoice Sign-In System" aus dem UserVoice-Blog. Dort wird das neue Anmelde-Verfahren beschrieben, das versucht alle Zustände intelligent in einem Formular abzubilden. Schön gelöst!

Was haltet ihr von diesem Formular und dem neuen Anmelde-System von UserVoice (hier ein Link zum Rumklicken)?

Mein einziger Verbesserungsvorschlag ist, die Hilfetexte bei Fokus nicht zu verstecken.

Donnerstag, 29. Juli 2010 von Tamim Swaid

Bit.ly, bitte versteck nicht deine Kernfunktionen!

Bit.ly ist einer der vielen URL Shortener, die man im Web findet. Sie kürzen lange URLs, damit diese, in Stautsupdates von Social Networks und vor allem aber auch in Twitter, nicht zuviele kostbare Zeichen  einnehmen.

Funktionieren tun diese Seiten in der Regel so:

1. Man hat bereits eine lange URL in der Zwischenablage.
2. Man steuert die Website an und sollte ein großes Einfabefeld für die URL finden
3. Man fügt die URL ein und klickt auf einen Button wie »Shorten«.
4. Die URL wird gekürzt

Das Hauptziel ist nun eigentlich, dass die kurze URL in meine Zwischenablage wandert. Ein Button zum Kopieren der kurzen URL wäre jetzt von Vorteil. Bei Bit.ly gibt es diesen Button auch, jedoch sieht man ihn nicht. Erst wenn man mit dem Cursor in das Eingabefeld geht, erscheint der Button.

Bitly macht hier den Fehler, seine Kernfunktionalität zu verstecken. Statt dessen sollten sie es dem Nutzer nach dem Kürzen so einfach wie möglich machen, seine gekürzte URL zu bekommen. Und diese Funktion auch prominent visuell darstellen.

Ein weiterer Fauxpas ist Bit.ly bei dem Button »Sign in to Share or Customize« passiert: Das Einzige was in diesem Button anklickbar ist, ist der blaue Text »Sign in«. Der Rest des Buttons ist nur Show.

Montag, 26. Juli 2010 von Marian Steinbach

Firefox Tab Candy: Die nächste Generation der Browser Tabs

Seien wir ehrlich: Browser unterstützen den Umgang mit vielen Seiten nur rudimentär. Seit Opera das Prinzip der Tabs eingeführt hat, haben praktisch alle relevanten Browser es nach und nach übernommen. Aber kaum jemand hat sich sichtbar damit auseinandergesetzt und das Prinzip so weiterentwickelt, dass es uns auch bei intensiver Nutzung unterstützt.

Aza Raskin stellt in seinem Blog nun einen neuen Ansatz vor, wie Firefox (und andere Browser) zukünftig mit mehreren geöffneten Seiten umgehen könnten. Der Arbeitstitel: Tab Candy. Dahinter stecken viele Ideen, die sich lohnen, näher betrachtet und ausprobiert zu werden. Mehr darüber im Video.


Video bei Vimeo öffnen

Was denkt ihr? Welche der Ansätze sind brauchbar? Und müssen wir uns zukünftig mehr mit dem Ordnen von Tabs beschäftigen, als mit unseren eigentlichen Vorhaben auf den Websites?

Mittwoch, 7. Juli 2010 von Marian Steinbach

Emotion follows form

Je nachdem, wen man fragt, folgt die Form der Funktion. Oder umgekehrt. Oder die Funktion der Emotion.

Dieser Beitrag von IDEO Labs zeigt offensichtlich, dass die Form eines Telefonhörers Einfluss darauf hat, wie wir telefonieren und was wir dabei fühlen. Denn die IDEO-Entwickler haben einen klassischen Telefonhörer zum Bluetooth-Headset umgebaut.

Das Ergebnis:

»Everyone who gives the phone a try immediately cracks a smile. The nostalgia is fun but there are also functional benefits. First, the proximity of the microphone to your mouth and the large speaker make it drastically better at capturing and outputting audio. Secondly, the face enveloping form creates a more focused and intimate conversation. Somehow this small change in device shape causes the user to stop multitasking and focus on the conversation.«

In der nächsten Iteration soll der Hörer auch noch mit einem Accellerometer ausgerüstet werden. Damit merkt der Hörer selbst, wenn er hochgehoben wird und muss nicht manuell eingeschaltet werden. Spätestens dann hätte ich gerne eine detaillierte Bauanleitung. :)

Freitag, 2. Juli 2010 von Marian Steinbach

Unter $50 mach ich’s nicht! Upselling emotional bei Threadless.

Die Gegenüberstellung mehrerer Preis-Optionen ist eine wichtige Aufgabe vieler E-Commerce-Angebote, bei der sich Conversion-Optimierer schon auf vielfältige Art und Weise verwirklichen durften.

Der T-Shirt-Shop Threadless bietet den Kunden bei der Übersicht der Geschenkgutscheine eine besondere Hilfestellung:

Wer, abgesehen von einem herzlosen Roboter mit der Gefühlswärme eines Gefrierschranks, könnte sich da noch für einen mickrigen 25-Dollar-Gutschein entscheiden?

Donnerstag, 24. Juni 2010 von Marian Steinbach

Flickr erklärt den Nutzern die neue Foto-Seite

Flickr hat die wohl wichtigste Seite des gesamten Dienstes, die Foto-Detailseite, überarbeitet. Die Änderungen wären sicherlich einen eigenen Beitrag wert. Interessant ist aber auch, wie Flickr die Neuigkeiten einführt.

  • Die Nutzer dürfen selbst entscheiden, ob sie das neue Layout haben wollen, oder ob sie weiter das alte Layout behalten.
  • Die Entscheidung für das neue Layout ist umkehrbar. Wer im Nachhinein feststellt, dass ihm das alte Layout doch besser gefallen hat, kann zum alten Layout zurück wechseln.
  • Das neue Layout wird im Detail erklärt.

Hier ist die interaktive Erläuterung der Neuerungen als Screencast (Tipp: das beste kommt zum Schluss):


(Video bei YouTube)

So viel Nutzerorientierung bei der Veränderung von User Interfaces habe ich selten gesehen. Hätte Youtube möglicherweise gut daran getan, die letzte große UI-Veränderung in ähnlicher Form zu vermitteln?

Donnerstag, 24. Juni 2010 von Martin Gude

Die Vuvuzela Experience – Jetzt auch zum Nachrüsten

Die Vuvuzela spaltet die Nation. Oder eher mittlerweile auch nicht mehr – die Fernsehsender haben ja mittlerweile Bandstopfilter über den Audiokanal gelegt.

Bei Youtube geht man einen anderen Weg und beweist viel Humor: Man führt ein neues Interfaceelement ein, mit dem man den Vuvuzela Sound auch bei älteren Spielen nachrüsten kann. Um die echte Vuvuzela Experience zu haben, genügt es, bei einem Youtube Video auf den Ball zu klicken.