uxzentrisch erörtert:
Performance Testing mit Webpagetest.org

Wer unseren letzten Beitrag über Website Performance gelesen hat, hat schon mitbekommen, dass das Thema in diesem Jahr an Bedeutung gewinnen dürfte. Denn die Spekulationen, dass Google die Ladezeit einer Website in die Liste der Ranking-Kriterien aufnimmt, gewinnen an Substanz.

Matt Cutts, bekannt aus den Google Webmaster Central Videos, hat in seinem kürzlich veröffentlichten Wrap-Up eines Konferenzbeitrags neben dem ebenfalls oben schon gezeigten Google Page Speed ein weiteres nützliches Werkzeug vorgestellt, ausnahmsweise mal nicht aus dem Hause Google:

Der Dienst Webpagetest.org erlaubt die detaillierte Auswertung der Ladezeiten einer Webseite, ähnlich wie es Google Page Speed und Yahoo! YSlow machen. Allerdings sind die Optimierungs-Tipps, die Webpagetest.org liefert, nicht mit diesen Tools deckungsgleich, sondern ergänzen diese sehr gut. Man muss dafür auch keinen bestimmten Browser mit diversen Add-Ons installieren, sondern geht einfach auf die Website und gibt seine eigene URL ein. Dann wählt man auf Wunsch noch den Standort des Test-Clients (für Europäer ist momentan ein Standort in Großbritannien sinnvoll) und wartet etwa eine Minute auf das Ergebnis.

Der Report ist öffentlich unter einer URL abrufbar und kann somit problemlos an Dritte weitergegeben werden. Wer will, kann sich als Beispiel den Report für uxzentrisch.de ansehen.

Der obige Screenshot (Klick zum Vergrößern) zeigt einen Ausschnit aus dem »Waterfall« Diagramm. Dieses stellt dar, wann der Browser welche Ressourcen vom Server geladen hat und wie lange er dafür gebraucht hat.

An dieser Darstellung kann man beispielsweise sehen, dass zwei eingebundene Bilder in Artikeln, ein Gravatar-Bild (daher kommen unsere Autoren-Bildchen) und ein Video von Screenr recht lange brauchen, bis sie geladen werden (Zeile 5 bis 8). Weil der Browser (im Test ein IE7) maximal 4 parallele Downloads durchführt, vergeht sehr viel Zeit, bis der nächste Download (Zeile 9) starten kann. Grund genug, sich die betreffenden Ressourcen mal genauer anzusehen.