uxzentrisch erörtert:
18 Tipps für schöne, lesbare Axure-Konzepte (inkl. Word-Makros)

In den letzten Monaten habe ich viel, sehr viel Zeit in Axure verbracht. Wir sind direkt in der Basiskonzept/Grobkonzept-Phase mit Axure gestartet und habe das Dokument kontinuierlich ausgebaut im Feinkonzept. Inzwischen stecken wir mitten in der Template/HTML-Entwicklung und ich ergänze das Konzept noch immer durch kleine Spezifikationen, deren Notwendigkeit erst jetzt auffallen. Und auch danach wird sich das Konzept noch weiter wandeln, wenn wir es für die Übersetzung von Funktionstexten vorbereiten – dazu dann vielleicht später mehr.

Meine Erfahrungen mit Axure in diesem Projekt sind sehr gut!

Hier findet ihr eine bunte Sammlung an Tipps und Gedanken zur Arbeit in Axure. Fügt eure eigenen gerne in den Kommentaren ein!

  1. Wireframes: Ich reduziere mein Grundlinienraster immer auf 5 px. Wireframes müssen bei mir sauber ausgerichtet sein und die Standard-10-px-Abstände von Axure bieten mir nicht genug Gestaltungsspielraum. Das kommt besonders zum tragen, wenn man – wie ich nach dem ersten Viertel des Feinkonzepts – beginnt das abgenommene Basisdesign in seinen Wireframes nachzubauen/einzubauen. Mehr dazu weiter unten. (Einstellung unter »Wireframe« → »Grid« → »5px« eingeben)
  2. Wireframes: Das Axure Platzhalter-Widget (Placeholder-Shape) ist leider nicht sehr schön programmiert. Es müsste natürlich den Text mit einer weißen Fläche unterlegen… Statt das für jeden Platzhalter manuell zu machen, drücke ich einfach ein paar Mal Enter vor oder nach der eigentlichen Beschreibung…

  1. Wireframes: Ich erstelle mir schon im Basiskonzept einen Spalten-Raster-Master an dem ich meine Content-Elemente ausrichte. Höchstwahrscheinlich muss man diesen Master später anpassen, wenn das Basisdesign abgenommen ist… trotzdem spart er mir Arbeit, weil die Wireframes so schneller erstellt sind und direkt sauberer aussehen.
  2. Wireframes: Ich verwendet soweit möglich nur leichte Grautöne und nur sehr gezielt schwarze Rahmenlinien für meine Wireframes. Diese Empfehlung muss man sicherlich je nach Projekt überprüfen… aber für mich ist es wichtiger, grundlegende Gestaltungsregeln zum Lenken der Aufmerksamkeit zu beachten als das Wireframe wireframehaft aussehen zu lassen. Dunkelgraue Blöcke mit Schwarzer Schrift sind einfach meistens häßlich. Sanfte Hintergrundflächen und Einzellinien sind viel besser!
  3. Wireframes: Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, konsequent mit Mastern zu arbeiten. Jedes Element, das 2x in der Site vorkommt, ist ein Master. Alles andere ist viel zu fehleranfällig und später auch im Worddokument nicht mehr verständlich. Für jemand, der schonmal entwickelt hat, ist diese Vorgehen besonders gewohnt und entsprechend ist die deutliche Zerschneidung des Konzepts in Kapitel, die man einzeln bearbeiten kann, später für die Entwicklung klasse.
  4. Workflow: Ich halte sehr viel davon, bei Gelegenheit das Design in Axure nachzubauen. Begonnen habe ich damit irgendwann zu Beginn des Feindesigns bei der Startseite. Die Startseite hatten wir zwar exemplarisch schon im Basiskonzept als Wireframe erstellt. Im Feinkonzept musste ich aber ohnehin nochmal jedes Element anfassen um all die Feinkonzept-Details (Textlängen, Varianten, …) zu definieren. Zu dieser Zeit hatte es den Vorteil, dass ich in der weiteren Konzeption meine neuen Elemente/Widgets/Master direkt auf Schriftgrößen und Elementen basieren konnte, die es im Basisdesign schon gab. Der Prototyp fühlt sich dann realistischer an und man spart sich etwas Abstimmung. Aber auch jetzt im späteren Verlauf des Projektes positioniere ich die Elemente in einzelnen Mastern wo nötig nochmal um, um sie dem Design näher zu bringen, um beispielsweise besser dokumentieren zu können, wie sich ein Element verhalten soll, wenn es ungewöhnlich langen Text enthält (hart abschneiden?, weich ausfaden?, mehrzeilig werden durch Zeilenumbruch?).
  5. Workflow: Wie die meisten Dinge hier, ist auch dieser Punkt wieder sehr vom Projekt abhängig. Für mein aktuelles Projekt war es genau das Richtige! Ich habe schon mein Basiskonzept in Axure erstellt und daraus später mein Feinkonzept entwickelt. Es ist sogar so, dass ich immer noch mit der gleichen (versionierten) Datei arbeite, seit Projektbeginn. Bisher hatten wir häufig eine Aufteilung wie diese: Basiskonzept in Word, Feinkonzept in Visio. Oder aber Feinkonzept in Word mit Visio-Elementen… aber immernoch als neue Datei. In diesem Projekt konnte ich zum Glück einen anderen Weg gehen.
    Natürlich ist es immer noch so, dass die Aufgaben eines Basis- und Feinkonzeptes sehr unterschiedlich sind. Entsprechend sind auch die Texte im Feinkonzept fast alle komplett überarbeitet. Trotzdem gibt es aber Überschneidungen, die sich vor allem in der Struktur wiederfinden. Ich bin folgendermaßen vorgegangen:

    • Ich verwende den Axure-Word-Master nicht nur als Lieferant für Formatvorlagen, sondern schreibe darin auch alle Kapitel, die nichts direkt mit dem Wireframe zu tun haben. Darin findet sich also etwas zur Projektstrategie, Zielen, beteiligten Personen, Technik, Domaindesign, Rechte/Rollen und so weiter.
    • Es ist in Axure etwas lästig, so zu arbeiten, da man entweder im Master (Word) oder in Axure selbst arbeiten kann und die Schritte zum Bearbeiten (»Generate« → »Specification« → »Word Template« → »Edit«) nicht gerade wenige sind, es lohnt sich aber sehr, alle Informationen an einer zentralen Stelle zu verwalten.
    • Innerhalb des Basiskonzepts habe ich die meisten Wireframe-Seiten, die wir später anlegen werden, bereits erstellt. In einigen Seiten habe ich wirklich schon mit Shapes/Widgets gearbeitet (mehr dazu gleich), in den meisten aber nur innerhalb der Seitenbeschreibung beschrieben, welche Informationen uns zu diesem Thema vorliegen und was innerhalb der Feinkonzeption geschen muss. Zum Teil war das Copy-Paste aus der Anforderungsanalyse. Trotzdem: Alles an einer Stelle zu haben und im Basiskonzept zu sehen, wie sich das Konzept später entwickeln wird, war genau das richtige in diesem Projekt!
    • Zu den Seiten, die mit Widgets/Shapes ausgestattet wurden: Ich spreche hierbei beispielsweise von einem Kasten mit dem Text »Teaser« und einer Annotation, die beschreibt, welchen Sinn dieser Teaser hat und welche Anforderungen zur Zeit bekannt sind. Auf diese Weise gliedert man sein Konzept automatisch in logische Kapitel. Und im Feinkonzept kann man dann genau diesen Shape zu einem detaillierten Wireframe umbauen.
    • Da dieses Vorgehen für erfahrene Kunden neu sein könnte (für unerfahrene ohnehin…), halte ich es für sehr sinnvoll, in einem dieser Einleitungskapitel den Konzeptionsprozess zu beschreiben. In Stichworten: Konzept in Axure, Basiskonzept wird in Feinkonzept überführt, das Word-Dokument enthält alle Spezifikationen, der Clickdummy/Prototyp auch, abgesehen von den Einführungskapiteln, alle Module sind mit einem Code ausgestattet, etc. – Zusätzlich habe ich den Inhalt dieses Kapitels in verschiedenen Meetings noch einmal zusammengefasst. Es ist zu wichtig, als dass man erst in der dritten Review herausfinden dürfte, dass bisher das Konzept missverstanden wurde…
  6. Workflow: Bei einem Konzept wie meinem, das über Monate läuft, ist die Änderungshistorie schnell sehr lang. Vor einem Monat habe ich hier den Modus gewechselt: Da ab diesem Zeitpunkt eine Aufwandsschätzung der Entwicklung vorlag, musste die Änderungshistorie atomarer werden. Mein Tipp: Lagert sie in eine eigene Excel-Tabelle aus mit den Spalten »Datum«, »Kapitel«, »Kurzbeschreibung der Änderung«, »Neuer Spezifikationstext (optional)«. In Word referenziere ich nur noch auf diese Tabelle. Wenn ich jetzt eine Beschreibung ändere, kopiere ich das neue Textfeld anschließen in die Excel-Tabelle. So habe ich ohne großen Zeitaufwand ein detailliertes Changelog.
  7. Word-Spezifikation: Das ist eines der Themen, die mich an Axure sehr nerven: Es kann Annoationen nur in Spalten, nicht in Zeilen ausgeben. Das ist bei kurzen Texten kein Problem. Schreibt man aber lange Texte – und das kam in diesem Projekt häufiger vor – verliert man einfach zu viel Platz in Word. Der Screenshot zeigt ansatzweise, was ich meine (linke Tabelle).
    Mein Workaround: Nur ein Annotationsfeld »Spezifikation« verwenden, und darin mit textuellen Kapiteln arbeiten. Das spart viel Platz und steigert die Übersichtlichkeit enorm!
    Vergleich: Eine Spalte nimmt weniger Platz weg als drei (Axure).
  8. Word-Spezifikation: Apropos lange Annotationstexte: Hier gibt es einen extrem nervigen Axure-Bug: Die Texte innerhalb einer Zelle brechen am Ende einer Seite nicht um (mehr dazu im Axure-Forum). Zum Glück habe ich jetzt einen Workaround dafür gefunden. Mit diesem Word-Makro, wird automatisch allen Tabellen im Worddokument die Axure-Tabellenvorlage erneut zugewiesen.
    Vorgehen:

    • Makro in Word hinzufügen: In Word Alt + F8 drücken Name → »ApplyTableStyle« eintragen → »Erstellen« → Den Code aus dem Gist einfügen. Das Macro sollte in der Standard-Word-Dokumentenvorlage Normal.dot gespeichert werden, dann könnt ihr immer darauf zugreifen.
    • Makro anwenden: Konzeptdatei öffnen: Alt+F8 → »ApplyTableStyle« auswählen → »Ausführen«. Ich habe mir diesen Dialog »Makros« in die Word-Schnellzugriffsleiste gelegt.
    • Vorbereitung: Zuvor müsst ihr natürlich in eurer Axure-Vorlagendatei den »AxureTableStyle« so formatieren, dass Seitenumbrüche innerhalb von Zellen zugelassen werden.
  9. Word-Spezifikation: Eine weitere Krankheit von Axure sind die tausenden Seitenumbrüche, die überall im Worddokument eingefügt werden. Anfangs habe ich diese manuell gelöscht (Strg+H für Suchen/Ersetzten, »^m« sucht nach Seitenumbrüchen). Mit einem weiteren Macro, kann man auch das jetzt schön automatisiert. Noch zwei Tipps dazu: Natürlich gibt es Situationen, in denen Seitenumbrüche sinnvoll sind. Zum Beispiel auf dem Titelblatt. Damit dieser Umbruch nicht vom Macro (oder manuellen ersetzten) gelöscht wird, ersetzt ihn einfach durch einen Spaltenumbruch (Strg+Shift+Enter – im Gegensatz zum Seitenumbruch Strg+Enter). Und wenn ihr im Konzept trotzdem größere Abstände zwischen Kapiteln braucht, verwendet statt dessen besser die Kapitel-Formatvorlagen (Abstand oberhalb der Überschrift 1,2 oder aber  »Absatz« > »Seitenumbruch oberhalb«).
  10. Clickdummy/Prototyp: Zwar haben Master auch eine Seitenbeschreibung die sich als Ort für Spezifikationen geradezu anbietet… leider gibt es aber keine Möglichkeit, diese auch im Clickdummy/Prototypen anzeigen zu lassen. Ich habe mir daher angewöhnt, so viele Informationen wie möglich in Annotationen unterzubringen. Mein Ziel ist, dass man das Konzept (abgesehen von den Einleitungskapiteln) so vollständig wie möglich auch im Clickdummy/Prototypen nachlesen kann.
  11. Word-Spezifikation: Axure ist toll für Clickdummys. Aber wer früher schöne, print-optimierte A3/4-Seiten in Visio mit Wireframes und Beschreibungstexten »gestaltet« hat, muss sich in Axure damit abfinden, viel Kontrolle über die Darstellung der Spezifikation abzugeben. Das fällt mir besonders beim Zusammenspiel zwischen den Zahlen im Word-Wireframe-Screenshot und der Annotations-Tabelle auf. Um hier den Schmerz zu lindern, leite ich die meisten meiner Annotationen mit einer »Überschrift« ein, die das Element beschreibt:
    Ȇberschrift:
    ===
    Lorem ipsum…«
    Auf diese ist die Beschreibung nicht völlig aus dem Context gerissen bzw. man ist nicht mehr allein von den Annotations-Zahlen im Screenshot abhängig. Wenn euch die zusätzliche Label-Spalte nicht zu viel Platz klaut, könnt ihr natürlich auch dieses Feld dafür verwenden…
  12. Word-Spezifikation: Die Standard-Einstellungen der Axure-Spezifikation finde ich ziemlich unbrauchbar. Vor allem die Namen der Überschriften. Versetzen wir uns einmal in unsere Kunden: Sie müssen den Zusammenhang erkennen zwischen einer Seite, die in Kapitel 2.10 steht und den Modulen, die in Kapitel 3.21 ff. folgen.
    Ich verwende daher diese (noch nicht perfekten, aber besseren) Einstellungen und Bezeichnungen:

    • Pages → Section Header: »Prototyp (Seiten)«
    • Masters → Section Header: »Prototyp (Module)«
    • Screenshot → Section Header: »Wireframe der Seite/des Moduls«
    • Annotation → Section Header: »Spezifikation der Elemente«
    • Widgets → Section Header: »Module, die im Kapitel »Prototyp (Module)« spezifiziert sind«
    • Die übrigen Einstellungen:
  13. Word-Spezifikation und Clickdummy/Prototyp: Gute Erfahrungen habe ich auch damit gemacht, die Kapitel-, Seiten- und Modul-Überschriften mit einem Status zu versehen wie »[Lieferung 1]«, »[Abnahme]«, »[Freigegeben]«. So konnte ich immer das vollständige Konzept generieren lassen, an meinen Kapiteln weiter arbeiten und das Word-Dokument war trotzdem noch übersichtlich für den Kunden.
  14. Workflow: Dateiablage: Über den gesamten Projektverlauf habe ich bisher um die 30 Konzept-Versionen generiert. Den letzten Clickdummy konnte unser Kunde dabei immer unter der gleichen URL »nexum.de/kunden/kundenname/projekt_clickdummy_latest« finden. Und wenn er einen Ordner hoch surfte (Directory-Listing aktiv), waren die alten Versionen »projekt_clickdummy_2010-12-12″ direkt archiviert im Zugriff.
    Für die Worddokumente lasse ich mir auch immer das gleiche _latest-Worddokument generieren und benenne es dann um in »projekt_konzept-und-clickdummy_2010-12-12_ZentraleÄnderung«.
  15. Workflow: Als sehr hilfreich hat es sich erwiesen, jeder Seite, jedem Modul und jedem Zustand eine fortlaufende Nummer zu geben. Beispiel-Muster <Thema(A-Z)>.<Nummer(01-n)>.<Zustand(a-z)>_<Beschreibung(Text)>
    Beispiel: Die 0-Treffer-Ansicht der Suche könnte lauten »S.03_Suche-0-Treffer«, das Dynamic Panel dann »S.03.a-b Zustände 0-Treffer-Anzeige« und der Dynamic-Panel-Zustand »S.03.b Zustand ohne Vorschläge«.
    Diese Zahlen schaffen Struktur und helfen vor allem bei der Design- und Entwicklungs-Planung sowie -QS sowie dabei, die Elemente aus dem Word-Konzept heraus in einer Review-Liste zu referenzieren. Hierfür eignen sich im Übrigen nicht die Kapitel-Nummerrierungen, da sich diese ständig ändern können bei neu generierten Dokumenten.
  16. Word-Spezifikation: Zum Schluss noch ein Tipp, der nur indirekt etwas mit Axure zu tun hat: Word hat eine sehr gute Vergleichs-Funktion. Wenn ihr also beispielsweise einmal unsicher seid, ob ihr alle Änderungen von Konzept-Version A und B auch wirklich in die Änderungshistorie aufgenommen habt, lasst einfach beide Worddokumente vergleichen. Das geht im Workaround auch mit Excel-Dateien, wenn ihr den Inhalt zuerst aus Excel in jew. ein Worddokument kopiert (das defekte Design ist dabei egal). Das hat mir schon viel Zeit gespart :).

Soweit zu meinen 18 Tipps.

Was denkt ihr? Und welche Tipps würdet ihr ergänzen?

17 Kommentare

Johannes Baeck vor 5 Jahren

Da kommt einem einiges bekannt vor aus der täglichen Arbeit, super Tipps, danke!

Eine Frage hätte ich noch: Ich arbeite auch immer mehr mit Mastern und mich würde interessieren, ob Du die Master separat spezifizierst oder direkt in den Seiten. Wenn die Master einzeln spezifiziert werden, also modular, wie machst du die Verbindung von Seiten und den verwendeten Modulen deutlich, damit der Zusammenhang auch für Nicht-Programmierer erkennbar ist?

Tobias Jordans Autor vor 5 Jahren

Hallo Johannes, grundsätzlich versuche ich inzwischen so viel wie möglich mit Mastern zu arbeiten. Und wenn nicht mit Mastern, dann zumindest mit Dynamic Panels als Gliederungs-Element.

Das alles gilt aber nur für Axure-Konzepte, bei denen die Word-Version wichtig ist. Wenn Word egal ist, habe achte ich weniger darauf…

Meine Grundregel:
1.1 Wenn ein Element auf mehreren Seiten vorkommt -> Master
1.2 Wenn ein Element auf einer Seite mehrfach vorkommt -> Master
1.3 Wenn ein Element nur auf einer Seite vorkommt aber komplex ist (viele Annotationen) -> Dynamic Panel
1.4 Wenn ein Bereich (auf mehreren Seiten) grundsätzlich für das gleiche Element reserviert ist, dieses aber mehrere Zustände haben kann -> Master mit darin enthaltenem Dynamic Panel

Mein Ziel bei diesem Vorgehen:
2.1 Annotationen/Spezifikationen von einem Element nur einmal irgendwo stehen haben
2.2 Master und vor allem Dynamic Panels nutzen, um im Word Unterkapitel zu generieren.

Beispiel zu 1.3 und 2.2: Ein Artikeltyp »Profilseite« enthält eine Liste der Artikel des Autors. Diese Liste ist ein Master »Artikelliste mit Parameter« (o.ä.). Das Autorenprofil an sich aber eigent sich gut, um es in einem Dynamic Panel »Autorenprofil« mit nur einem Zustand »Autorendarstellung« unter zu bringen. Dann wird in Word das Kapitel »Profilseite« unter Pages generiert. Darin gibt es den Gesamtscreenshot mit irgendwelchen Mini-Annotationen. Und das Unterkapitel »Autorenprofil«/«Autorendarstellung« in dem dann gebündelt die Annotationen für diese Elemente stehen inkl. Screenshot des Dynamic Panels.

Damit auch ein Axure-Neuling (Kunde) diesen Zusammenhang versteht, benenne ich in Word die Überschriften wie unter (14) beschrieben. So helfen die Überschriften, den Zusammenhang zw. Page und Master zu verstehen…

Hilft dir das?

Johannes Baeck vor 5 Jahren

Danke für die ausführliche Antwort! Das hilft mir schon weiter. Nur eins ist mir noch nicht ganz klar.

Bei Dynamic Panels ist es klar, die werden als Unterkapitel einer Seite beschrieben. Aber Master werden ja bei der Generierung der Spezifikation in einem eigenen Bereich am Ende des Dokuments aufgeführt werden. Der Master aus deinem Beispiel »Artikelliste mit Parameter« wird dann sozusagen am Ende des Dokuments unter »Module« beschrieben. Wie verweist Du dann bei der Seite »Profilseite« auf das Modul »Artikelliste…«? Oder beschreibst Du die Module direkt an der Seite?

Tobias Jordans Autor vor 5 Jahren

Hallo Johannes, den Verweis aus dem Kapitel der Page in das Kapitel der Master, sichere ich (mit den Einstellungen, die unter (14) u.A. in der Slideshare-Präsentation stehen) über einen manuellen Verweis, den Axure anlegen kann:
Im Page-Kapitel gibt es ein Subkapitel »Module, die im Kapitel ›Prototyp (Module)‹«. Darunter werden alle Master aufgelistet, die dann (und hier halte ich das Wording der Headline für zentral als Erklärungs-Element), im Kapitel Module aufgelistet werden.
Das ist IMO eine der Stellen, an denen Axure mit einfachen Mitteln Verbesserungen vornehmen könnte…
Ich finde diese Vorgehen aber besser, als die Master direkt im Page-Kapitel auszugeben, da dann Master doppelt im Konzept vorkommen…

Johannes Baeck vor 5 Jahren

Ah, die Checkbox »Include List of Masters« hatte ich tatsächlich übersehen bis jetzt. Ist aber auch gut versteckt. Damit werde ich es mal ausprobieren.

Bleibt nur noch das Problem wenn man Module hat die sich in den Instanzen geringfügig ändern (wenn man zwar das gleiche Modul benutzt, aber man es z.B. in einer etwas anderen Größe braucht). Man könnte dann ja ein »Custom Widget« erzeugen, allerdings geht dann der Charme des Masters weg (taucht also auch nicht in der Masterliste auf). Hast Du dafür zufällig einen Workaround? Fragen über Fragen ;)

paulinepauline vor 5 Jahren

Was genau meinst du denn mit Shapes? Habe den Bulletpoint über die Shapes leider nicht verstanden.

Tobias Jordans Autor vor 5 Jahren

Hallo Silke! Ich weiß nicht genau, welchen Tipp du meinst, aber habe mal in allen Tipps meine Verwendung des Wortes »Shape« überprüft und korrigiert.
Mir ist dabei aufgefallen, dass ich mit dem Axure-Wording hierfür nicht gut klar komme. Es widerstrebt mir ein einfaches Quadrat ein »Widget« zu nennen… – Das ist für mich etwas komplexeres. Axure selbst ist hier auch nicht präzise. Die Sidebar heißt »Widgets«, im Contextmenü wird aber von Shape gesprochen:
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Ich hoffe, der Text ist jetzt verständlicher. Bitte sonst wieder melden! :-)

philipp vor 5 Jahren

vielen dank für die tipps. als blutiger einsteiger (umsteiger) wäre eine »axure-boilerplate« ein traum. du hast wahrscheinlich keine lust mal ein musterprojekt von dir zu veröffentlichen?

grüße
philipp

Tobias Jordans Autor vor 5 Jahren

@Philipp: Lust schon, leider haben wir aber noch kein Konzept, das wir auch veröffentlichen dürfen…

Für mein Sozialprojekt http://www.stayscout.de ist das etwas einfacher zu entscheiden, dort sind unsere Konzepte ohnehin online. Hier ist aber der Nachteil, dass dies eine ganz andere Form von Axure-Konzepten ist, als ich es hier beschrieben habe. Hier ging es ja um große Konzepte, die eine gute Word-Dokumentation benötigen. Meine StayScout-Konzepte dagegen dienen nur der Visualisierung und sind WorkInProgress. Du findest sie aber hier http://neuigkeiten.stayscout.de/konzept-stammes-ereignis-uebersicht/ und http://neuigkeiten.stayscout.de/konzept-mitgliedschaften-in-gruppenarbeitskreisen-feedback-erwunscht/ mit Video-Vorstellung und http://neuigkeiten.stayscout.de/konzept/gruppennachrichten/

Andreas Bossard vor 4 Jahren

Hi Tobias. Vielen Dank für den interessanten Artikel! Hast du bei Axure 6 Verbesserungen festgestellt, welche gewisse workarounds obsolet machen?

Tobias Jordans Autor vor 4 Jahren

@Andreas: Ja, ein paar Details dieser Tippliste in Axure 6 besser gelöst, beispielsweise das Raster-Thema durch das neue Axure-Eigene Raster-Feature. Ich bin selbst aber noch nicht umgestiegen, da Kollegen Performance- und Stabilitätsprobleme hatten und »never change a running system« ;-).
Wenn dir Änderungen auffallen, schreib uns gern hier in die Kommentare.

Tobias Jordans Autor vor 4 Jahren

Tipp 19: Man kann die Master CSS-Styles und die Master-Templates auf deren Basis die Clickdummys generiert werden, ändern. Details hier: http://enterpriseux.tumblr.com/post/8972215862/an-axure-html-prototype-hack

Handan vor 9 Wochen

Hallo,

gibt es eine Möglichkeit die CSS von bestehenden Axure Designs zu kopieren?

Lg
Handan

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