uxzentrisch erörtert:
Update, update, update – Warum iOS-Apps ohne Updates nicht dasselbe wären

Der Update-Prozess ist entscheidend für die Ökonomie und Experience von iPhone- und iPad-Apps. Er formt die Arten von Apps, die erstellt werden, ermöglicht Kreativität, Nutzereinbeziehung (OpenInnovation) und schafft die Basis um auf einer neuen Plattform mit neuen Interaktionsparadigmen innovativ und nutzbar zu sein.

Eine so große Bedeutung hätte ich diesem Feature, das es Entwicklern und Nutzern erlaubt, kontinuierlich Updates ihrer iPhone- und iPad-Apps zu installieren, nicht direkt zugewiesen. Aber Paula Wellings hat recht in ihrem neusten Adaptive Path-Blogbeitrag:

  • Gerade am iPad gibt es noch viele unausgereifte Apps (laut Paula und Nielsen/Norman). Das wäre normalerweise ein vernichtendes Urteil. Aber Entwickler und Nutzer lernen dazu und durch ständige Updates werden sich bald neue Pattern herausgebildet haben für dieses neuartige Gerät.
  • Klein anfangen, ausprobieren und dann weiterentwickeln, wenn es erfolgreich ist. Dieses Grundmuster für iOS Apps ist ebenfalls von der Möglichkeit abhängig, ständig kostenlose Updates einspielen zu können.
  • Mit den Nutzern weiter entwickeln. Viele kleine Updates und einfache Feedback-Kanäle wie Kommentare und Bewertungen treiben Entwickler gerade zu einem offenen Innovationsprozess der die Nutzer einbezieht. Für mich ein wichtiger Faktor von iOS Apps, auch wenn jeder OpenInnovation-Prozess eine Gratwanderung ist.
  • Kontinuierliche Verbesserung. All dies schafft eine Erwartungshaltung bei uns Nutzern: Apps müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln. Erfolgreiche Apps dürfen also nicht in zeitlich begrenzten Einzelprojekten gedacht werden.
  • Offene und ehrliche Kommunikation. Wer mit wenig anfängt und auf das Wohlwollen seiner Nutzer angewiesen ist, versucht ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Das beginnt mit ehrlichen Funktionsbeschreibungen.

Jetzt würde mich interessieren: Lest ihr die Update-Texte für die Apps auf eurem iPhone? – Ich sammele schon lange Screenshots von guten und schlechten Release-Texten am iPhone für einen potentiellen Artikel aber frage mich, welche Relevanz diese Texte wirklich haben.

4 Kommentare

Marian Steinbach uxzentrisch vor 5 Jahren

Schade, dass der Begriff »Android« nicht im Artikel vorkommt, denn das Thema ist meiner Meinung nach nicht auf die Apple-iOS-Welt beschränkt. :)

Auch Android informiert seine Nutzer in gewissen Abständen, wenn zu installierten Apps im Market Updates verfügbar sind. Viele Entwickler informieren in der Beschreibung zu ihrer Applikation auch darüber, was sich im letzten Update verändert hat. Ich lese diese Informationen durchaus, um zu wissen, ob ich das Update überhaupt installieren sollte und ob es interessante neue Funktionen gibt.

Niels Anhalt uxzentrisch vor 5 Jahren

Ja, ich lese immer die Update-Texte, alleine schon damit ich weiss, was die App evtl. Neues kann. Das erfährt man ja sonst evtl. gar nicht. Um so mehr nerven dann allerdings Updates, die nur wegen »Minor Fixes« eingestellt werden. Das ergibt bei mir immer eine gewisse Entäuschung, dass etwar für mich nicht wirklich Relevantes meine Aufmerksamkeit gekostet hat.

Sebastian Jandrey vor 5 Jahren

Ich aktualisiere grundsätzlich alle Apps sobald der Update Hinweis erscheint und lese eigentlich nie die dazugehörigen Beschreibungstexte. Ich habe einfach zu viele Apps um das auch noch alles immer zu lesen, ich komme ja bei den E-Mails kaum noch hinterher. ;)

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