uxzentrisch erörtert:
UXcamp Berlin 2009 - unser Rückblick

Das erste deutsche User Experience Barcamp liegt hinter uns, und damit zwei Tage voller inspirierender und bildender Sessions, bereichert durch Networking und Feiern. Nexum war nicht nur als Sponsor dabei, wir waren mit sechs Personen als Teilnehmer und – ganz nach Barcamp-Grundsätzen – Mitgestalter von Sessions mit von der Partie.

(Fast) jeder einzelne von uns hat versucht, seine Eindrücke auf wenige Sätze zu komprimieren und hier wieder zu geben. Ein Fazit vorweg: Es tut immer gut, so viele Menschen auf einem Fleck zu treffen, die nicht nur von ähnlichen Zielen und Motivationen beseelt sind, sondern die auch trotz geschäftlichen Wettbewerbs an einem Strang ziehen und in den Sessions andere offen an ihren Gedanken und Ideen teilhaben lassen. Wir haben nur gewonnen – Eindrücke, Einblicke und Follower.

Konstantin: »Meiner Meinung nach war es die richtige Zeit für das erste UXcamp in Deutschland – und es war gelungen. Ich war dankbar für Diskussionen und Austausch, z.B. zu der Frage, wie UX definiert ist und welche Felder ein UX-Designer abdeckt. Spannend fand ich das Aufeinandertreffen und die Annäherung von Interaction-Designern und Usability-Experten. Die beiden Berufsgruppen sind unterschiedlich verwurzelt, ihre Kompetenzen müssen abgedeckt sein, damit gute UX entstehen kann. Hier gilt es die Kommunikation zwischen den Gruppen zu verbessern und zu erweitern.«

Lutz: »Nach vielen verpassten Barcamps, endlich mal mit dabei – und dann gleich so eine gelungene Veranstaltung. Erfrischend waren die vielen unterschiedlichen Backgrounds der Teilnehmer. Wohltuend, dass alle bereit waren den anderen zuzuhören und kontruktiv zu diskutieren. Vergnüglich der Riesenspaß den alle dabei hatten. Nur Schade, dass es so viele lose Enden nach den zwei viel zu kurzen Tagen gibt – wir brauchen schnell wieder ein UXcamp, um den Dialog fortzuführen.«

Marian: »Das war mein erstes Barcamp und ich habe durchweg positive Eindrücke mitgenommen. Für mich besonders interessant war die Session ›Selling UX to the Boss/Customer‹, die mir mal wieder klarer vor Augen geführt hat, dass wir aktiv auf unsere Kunden zugehen müssen, um unsere User Experience Kompetenz zu erklären und zu vermarkten. Wertvoll war auch die weitere Diskussion zum Thema ›Besuchte Hyperlinks‹, das sich als Paradebeispiel für viele grundsätzliche Herausforderungen von UX-Leuten im Zusammenspiel mit anderen Disziplinen und letztlich Auftraggebern entpuppt hat.«

Martin: »Das UXCamp war ein grossartiges Barcamp. Es ist lange her, dass es auf einem Barcamp so viele für mich interessante und auch fundierte Sessions gab. Das hat bei mir dann zwar dazu geführt, dass der Socializing Aspekt etwas kurz gekommen ist. Nichtsdestotrotz habe ich viele sehr interessante Menschen kennengelernt und ich habe sehr interessante Gespräche zwischen den Sessions geführt. Ein besonderes Highlight war aber Lutz’s Session ›Innovation vs. Usability‹. Sehr toll war auch die extrem hohe Anzahl an Barcamp Neulingen. Insgesamt ein rundherum gelungenes Event von dem ich viel Inspiration zum Thema UX mitgenommen habe.«

Niels: »Ich war im Vorfeld gespannt und zugegeben auch ein wenig skeptisch wie geordnet und wie interessant eine Un-Konferenz denn sein würde. Tatsächlich war das UXcamp sehr gut organisiert. Die Sessions, an denen ich teilgenommen habe, waren zudem durchweg interessant und konnten sich durchaus mit denen kommerzieller Konferenzen messen. Mehr noch: Durch den offenen Charakter und die Diskussionen waren sie inspirierender und praxisnäher als manche Keynote auf z.B. der next09, die vor einigen Wochen stattfand. Was ist bei mir hängen geblieben? Der Begriff User Experience ist noch nicht ausreichend definiert, die Szene rund um User Experience ist vielfältig und kommt aus den verschiedensten Bereichen. Das macht das Thema gerade so spannend und definiert unsere gemeinsamen Aufgaben für dieses und nächstes Jahr. Bei den Produktmanagern und Marketingmanagern scheint User Experience als Thema allerdings noch nicht angekommen zu sein. Aus diesen Disziplinen waren relativ wenige vertreten. Um ein gemeinsames Verständnis und den Nutzen von guter User Experience für Marketing und Produktmanagement müssen wir uns noch kümmern. Es gibt noch viel zu tun. In der Zwischenzeit bis zum nächsten UXcamp bleiben wir am Ball.«

Mehr Feedback zum UXcamp 2009 von Teilnehmern gibt es auf der UXcamp Website.