uxzentrisch erörtert:
Werden Aza Raskin und Mozilla Labs die Interface-Welt voranbringen?

Seit kurzer Zeit hat Mozilla Labs einen neuen Head of User Experience: Aza Raskin.

Wer Aza noch nicht kennt, erfährt bei Wikipedia ein paar Randdaten. Zum Beispiel, dass er der Sohn von Jef Raskin ist, dem Autor des bekannten Interfacedesign-Buchs ›Das intelligente Interface‹.

Ich selbst hatte erst Anfang des Jahres in meinem privaten Weblog flyingsparks zum ersten Mal über Aza Raskin und sein Projekt Enso (eine Command-Line-Software bzw. -Plattform) geschrieben., hat er eine hervorragende Entscheidung getroffen und bei Mozilla Labs als angefangen.

Seit dem habe ich mehr von Mozilla und Aza gehört als je zuvor. Und das Wichtigste: Das was man hören kann, sind wirklich interessante Interface-Geschichten!

Da wären zum Beispiel die Konzept-Sessions für neue Mozilla-Entwicklungen, die sie per Video aufzeichnen, so dass man sie einfach »nachschauen« kann, oder die guten Konzeptidee im Labs-Wiki.

Aber Azas Entscheidung für Mozilla zu arbeiten finde ich noch aus einem anderen Grund toll und wichtig für die Konzeptwelt: Seit sein Vater Jef sein Buch Das intelligente Interface schrieb, haben sich die guten Ideen daraus, nicht wirklich weit verbreitet. Aza hat das mit seinen Ideen und Konzepten in den letzten Monaten geändert.

Denn er hat bei Mozilla Labs nicht nur eine Bühne gefunden oder bekommen, diese Ideen zu verbreiten; er ist zudem der einzige, der auf diesem Level über solche Themen nachdenkt.

Er befasst sich nämlich nicht nur mit guten Webapplikationen wie es z.B. die Jungs von 37signals in ihrem Blog Signal vs. Noise machen. Und auch nicht nur mit optimierter UX in Software wie Jensen Harris in seinem Office 2007-Blog Stattdessen schlägt er ständig die Brücke vom kleinen Microformat hin zu Optimierungen in der Browser-Software und von schlechter User Experience im Detail hin zu neuen Navigationskonzepten auf mobilen Geräten.

Ich hoffe sehr, er schafft es damit und zusammen mit der Community, die er sich gerade aufbaut, seine Ideen zu verwirklichen.

1 Kommentar

Trackbacks und Pingbacks