uxzentrisch zitiert:

Why should I create a Ping profile when it’s sequestered in an app, offline, and impossible to link to or share via email?

Derek Powazek alias @fraying via Twitter. Gefunden im Artikel Social Design Lessons From Apple's Ping von Luke Wroblewski.

Mehr Worte braucht es nicht um zu hinterfragen, warum Apple die Anstrengung unternimmt, Applikationen wie Ping und z.B. den iTunes Store als geschlossene Systeme zu betreiben.

3 Kommentare

Tobias Jordans uxzentrisch vor 5 Jahren

Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht!
Für die Zielgruppe, die Apple mit Ping im ersten Schritt anspricht, ist ein geschlossener Dienst absolut ausreichend. Der Zweck ist schließlich, dass iTunes-Nutzer mehr Kaufen durch Käufe/Empfehlungen von Freunden und durch ihre längere Verweildauer in iTunes. Das hat Apple doch gut hinbekommen, oder?

Verlinken kann man die Profile im Übrigen, siehe mein Tweet mit meiner Profil-URL (http://bit.ly/cnVENT) http://twitter.com/tordans/status/22871586146

Und Apple hat schon mit ihren Musik-Seiten gezeigt, dass sie grundsätzlich eine Web-View erstellen können, dies aber in ihrer Prio-Liste hinten anstellen und erst später nachziehen.
Ihr erinnert euch? Nicht immer gab es diese Sites http://itunes.apple.com/de/app/rewe/id379080625, vorher war dies wie jetzt bei Ping einfach eine Weiterleitung, die iTunes geöffnet hat.

Marian Steinbach Autor vor 5 Jahren

Aufregung ist es zumindest bei mir nicht, eher Unverständnis.

Klar wird Apple vermutlich die eigenen Ziele erreichen, den Nutzern noch mehr Inhalte über den iTunes Store zu verkaufen.

Aber warum sich dabei so abschotten? Nur, um die User Experience bis in die hinterste Ecke kontrollieren zu können? Das sollten sie inzwischen auch ganz vernünftig im Browser hinkriegen. Amazon schafft es auch, mir MP3s im Browser zu verkaufen. Nur der Download erfolgt über eine zusätzliche Software. Alles weitere – Infos, Rezensionen, Empfehlungen – passiert im Browser und ist damit offen für Verlinkung, für Suchmaschinen etc. und sehr offen für das »Weitersagen« über Social Media.

Vielleicht ist es meine persönliche Sichtweise, aber wenn ich erst eine Verknüpfung auf dem Desktop anlegen muss, um damit eine Weiterleitungs-URL zu einem Profil zu erzeugen, ist das nicht wirklich zugänglich. Zumal ich zum Aufruf dieser URL wieder iTunes benötige.

Die Tatsache, dass Apple nun allmählich Web-Ansichten für ihre Objekte wie z.B. Apps nachliefert, belegt aus meiner Sicht, dass sie da in der Vergangenheit die Bedeutung der Web-Erreichbarkeit unterschätzt haben und jetzt nachbessern.

Tobias Jordans uxzentrisch vor 5 Jahren

Die Tatsache, dass Apple nun allmählich Web-Ansichten für ihre Objekte wie z.B. Apps nachliefert, belegt aus meiner Sicht, dass sie da in der Vergangenheit die Bedeutung der Web-Erreichbarkeit unterschätzt haben und jetzt nachbessern.

Nein, denn wäre dem so, würden sie den gleichen Fehler nicht mehrfach machen.

Ich beobachte hier wieder Apples hervorragende Fähigkeit der Priorisierung. Sie lassen in ihren ersten Versionen Funktionen weg, von denen dann viele rufen, dass sie doch Standard seien. Statt aber die Qualität der wenigen Funktionen, die sie einbauen zu mindern oder den Releasezeitraum zu verlängern, reduzieren sie den Umfang. Es gibt immer eine Phase 2 – Apple ist eine der wenigen Herstellen, die das auch leben. Beeindruckend für mich, weil ich mich nicht getraut hätte viele der Entscheidungen so radikal zu treffen…